auch BSG Urteil vom 7.7.1955 - 10 RV 160/54 - BSGE 1, 98). Nach seinem Vorbringen will er erreichen, dass das Urteil des LSG aufgehoben und die Berufung der Klägerin gegen das klagabweisende Urteil des SG zurückgewiesen wird. Dies genügt den Anforderungen. 16 B. Die Revision des beklagten Berufungsausschusses ist auch begründet. Der Senat hat das Urteil des LSG aufgehoben und die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des SG zurückgewiesen. Der Bescheid des Beklagten, mit welchem der Klägerin eine Sonderbedarfszulassung im Rahmen eines Nachbesetzungsverfahrens erteilt worden ist, ist nicht zu beanstanden. Zwar kann die Klagebefugnis für das Begehren der Klägerin, ihr eine Regelzulassung anstelle der Sonderbedarfszulassung zu erteilen, bejaht werden (dazu 1.). Die Klägerin hat jedoch keinen Anspruch auf Erteilung einer Regelzulassung bzw auf Neubescheidung ihres darauf gerichteten Zulassungsantrags (dazu 2.). 17
RL;
auch Ladurner, Ärzte-ZV, Zahnärzte-ZV, 2017, § 24 - Ärzte-ZV - RdNr 110; Wahrendorf, KrV 2014, 241, 242), grundsätzlich auch bezogen auf die Art der abrechenbaren Leistungen (
RL) sowie im Zusammenhang mit einer späteren Veräußerung der Praxis an einen Nachfolger (
Vm § 36 Abs 7 BedarfsplRL;
auch Kleinke/Lauber, ZMGR 2013, 8, 9; Kremer/Wittmann, Vertragsärztliche Zulassungsverfahren,
RL). Die dem zugrunde liegenden Berechnungen der Überversorgung und das dafür in §§ 4 ff BedarfsplRL festgelegte Verfahren sind rechtlich nicht zu beanstanden, wie der Senat mehrfach entschieden hat (
zB - betr Psychotherapeuten - BSG Urteil vom 5.11.2003 - B 6 KA 53/02 R - SozR 4-2500 § 101 Nr 1 RdNr 10 ff; BSG Urteil vom 23.6.2010 - B 6 KA 22/09 R - SozR 4-2500 § 101 Nr 8 RdNr 11; BSG Urteil vom 8.12.2010 - B 6 KA 36/09 R - BSGE 107, 147 = SozR 4-2500 § 101 Nr 9, RdNr 13). Die Beteiligten haben im Revisionsverfahren die Verfassungsmäßigkeit der Bedarfsplanungsregelungen auch nicht in Frage gestellt. 23
Abs 4 SGB V, § 44 Ärzte-ZV) den Nachfolger nach pflichtgemäßem Ermessen auszuwählen. Für Psychotherapeuten sind diese Regelungen entsprechend anwendbar (§ 72 Abs 1 Satz 2 SGB V). 25 Nach § 36 Abs 7 BedarfsplRL gelten bei der Nachfolgebesetzung nach § 103 Abs 4 SGB V für die Sonderbedarfszulassung wegen lokalen Sonderbedarfs und wegen sonstigen qualifikationsbezogenen Sonderbedarfs allerdings weitere Besonderheiten: Nach § 36 Abs 7 Satz 2 BedarfsplRL finden die Regelungen in § 103 Abs 3a Satz 3 Halbsatz 2 SGB V (Nachbesetzung durch privilegierten Personenkreis) und Satz 8 (Entschädigung, jetzt § 103 Abs 3a Satz 13, 14 SGB V idF des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes [GKV-VSG] vom 16.7.2015, BGBl I 1211) keine Anwendung und nach § 36 Abs 7 Satz 1 BedarfsplRL kann die Zulassung eines Nachfolgers nur bei Fortbestand der Sonderbedarfsfeststellungen erteilt werden. Hier hat die Praxisvorgängerin der Klägerin einen Antrag auf ein Nachbesetzungsverfahren für ihre Praxis gestellt und zugleich ihren Verzicht auf ihre Zulassung im Falle der Nachbesetzung erklärt. Der ZA hat dem Antrag stattgegeben. Da die Zulassungsgremien auch den Fortbestand der Sonderbedarfsfeststellungen bejaht haben, wurde der Klägerin die Zulassung - mit Festsetzung von erneuten Beschränkungen - im Wege der Praxisnachfolge erteilt. 26 bb) Die Zulassungsgremien haben hierbei - entgegen der Rechtsauffassung des LSG - zutreffend die Vorgaben des § 36 Abs 7 Satz 1 BedarfsplRL (Fortbestand der Sonderbedarfsfeststellung) geprüft, denn die Praxisvorgängerin der Klägerin verfügte im Zeitpunkt der Nachfolgebesetzung weiterhin nur über eine Sonderbedarfszulassung. 27
jetzt § 36 Abs 2 und 6 BedarfsplRL idF vom 20.12.2012, zuletzt geändert am 5.12.2019) war die Zulassung gemäß § 36 Abs 1 Buchst a und b BedarfsplRL aF an den Ort der Niederlassung gebunden und hatte in den Fällen nach § 36 Abs 1 Buchst b bis d BedarfsplRL aF mit der Maßgabe zu erfolgen, dass für den zugelassenen Vertragsarzt nur die ärztlichen Leistungen, welche im Zusammenhang mit dem Ausnahmetatbestand stehen, abrechnungsfähig sind. Auf dieser Grundlage war die Zulassung der Praxisvorgängerin der Klägerin auf Leistungen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie beschränkt und an den Ort der Niederlassung gebunden. 28
Nr 25 Satz 2 in der bis 6.4.2006 geltenden Fassung) geregelt, dass eine Sonderbedarfszulassung - unabhängig von der tatsächlichen Versorgungslage - nach Ablauf von fünf Jahren in eine Vollzulassung übergeht. 30 Die mit Beschluss vom 15.11.2005 erfolgte Änderung begründete der GBA wie folgt: "Bei den Tatbeständen der Sonderbedarfszulassung handelt es sich um Privilegierungsregelungen, die eine Zulassung in einem wegen Überversorgung gesperrten Planungsbereich ermöglichen. […] Nach der bisherigen Regelung konnte nach Ablauf von fünf Jahren eine Sonderbedarfszulassung - unabhängig von der tatsächlichen Versorgungslage - in eine Vollzulassung übergehen. Mit der Neufassung wird klargestellt, dass der Übergang in eine Vollzulassung künftig nur noch unter der Voraussetzung möglich ist, dass zu diesem Zeitpunkt in dem betreffenden Planungsbereich keine Überversorgung mehr besteht. Maßgeblich für den Wegfall der Beschränkungen bei Sonderbedarfszulassungen ist damit ausschließlich die Versorgungssituation im Planungsbereich." (Tragende Gründe zum Beschluss des GBA über eine Änderung der Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte [Sonderbedarfszulassung] vom 15.11.2005, S 1). 31 Mit Wirkung zum 1.1.2013 wurde die Regelung in § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF "überführt" (
BedarfsplRL in der Neufassung vom 20.12.2012, BAnz AT 31.12.2012 B7) und galt bis 3.7.2013 (ersatzlose Streichung durch Beschluss des GBA vom 16.5.2013, BAnz AT 03.07.2013 B5). 32 (
dazu BSG Urteil vom 31.5.2006 - B 6 KA 62/04 R - BSGE 96, 257 = SozR 4-1300 § 63 Nr 3, RdNr 14; BSG Urteil vom 31.5.2006 - B 6 KA 74/04 R - SozR 4-2500 § 73 Nr 1 RdNr 16; BSG Urteil vom 27.6.2007 - B 6 KA 24/06 R - SozR 4-2500 § 73 Nr 3 RdNr 18; BSG Urteil vom 9.2.2011 - B 6 KA 12/10 R - SozR 4-5520 § 24 Nr 6 RdNr 18). Ob diese Voraussetzungen tatsächlich - wie vom LSG angenommen - erfüllt sind, ist jedenfalls nicht offenkundig. 34 § 101 Abs 4 SGB V enthält Sonderregelungen für die Ärzte und Psychotherapeuten der psychotherapeutischen Arztgruppe. Diese bilden im Rahmen der Bedarfsplanung ab 1.1.1999 eine eigene Arztgruppe. Zur Arztgruppe gehören die überwiegend oder ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Ärzte, die Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, ferner die Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (§ 12 Abs 2 Nr 7 Satz 1 BedarfsplRL). Nach § 101 Abs 4 Satz 5 SGB V waren durch die Richtlinien des GBA bis Ende 2015 für ärztliche Psychotherapeuten Mindestanteile von 25 % und für ausschließlich Kinder und Jugendliche betreuende Psychotherapeuten von 20 % der allgemeinen Verhältniszahl sicherzustellen. Für die Zeit danach wird der GBA ermächtigt, die Quoten bedarfsgerecht anzupassen, ansonsten gelten sie fort (§ 101 Abs 4 Satz 6 Teilsatz 1 SGB V). Auch kann der GBA weitere nach Fachgebieten differenzierte Mindestversorgungsanteile vorsehen (§ 101 Abs 4 Satz 6 Teilsatz 2 SGB V). Mit dem durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vom 6.5.2019 (BGBl I 646) neu eingefügten § 101 Abs 1 Satz 8 SGB V wird der GBA zudem ermächtigt, in der BedarfsplRL innerhalb der einzelnen Arztgruppen nach Fachgebieten, Facharztkompetenzen oder Schwerpunktkompetenzen differenzierte Mindest- oder Höchstversorgungsanteile für Ärzte dieser Fachgebiete oder für Ärzte mit entsprechenden Facharztkompetenzen oder Schwerpunktkompetenzen verbindlich vorzugeben. 35 Stellt der Landesausschuss Überversorgung fest, hat er zugleich eine Feststellung zu treffen, in welchem Umfang gemäß § 101 Abs 4 SGB V - ausgedrückt in der Anzahl der Psychotherapeuten - in jedem Versorgungsanteil Ärzte, Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zugelassen werden können, wenn die Versorgungsanteile nicht ausgeschöpft sind (§ 25 Abs 1 Nr 4 BedarfsplRL). Der ZA hat nach Maßgabe der vom Landesausschuss für den jeweiligen Versorgungsanteil festgestellten nicht ausgeschöpften Zahlen Zulassungen für Ärzte zu erteilen (§ 25a Satz 1 BedarfsplRL). 36 Die Einführung der 20 %-Quote für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG) vom 15.12.2008 (BGBl I 2426) hat der Gesetzgeber damit begründet, dass für die psychotherapeutische Behandlung ernster Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen auch in der vertragsärztlichen Versorgung Spezialisten zur Verfügung stehen sollten, um eine bestmögliche Versorgung zu erreichen (BT-Drucks 16/9559 S 18). Aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Psychologischen Psychotherapeuten sei ein Schutz von Zulassungsmöglichkeiten für solche psychotherapeutischen Leistungserbringer notwendig, die ausschließlich Kinder und Jugendliche psychotherapeutisch betreuten. Nur so könne gewährleistet werden, dass in jedem Planungsbereich auch für diese Leistungserbringer eine gewisse Anzahl an Zulassungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden (BT-Drucks aaO). 37 Danach ist der Klägerin zwar zuzugeben, dass sich durch die Ausweisung von Zulassungsmöglichkeiten durch den Landesausschuss in 2013 (hier im Umfang von 3,5) die Versorgungssituation für die Psychotherapeuten, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln, geändert hatte und für (allein) diese Gruppe der Psychotherapeuten im Planungsbereich damit Zulassungsmöglichkeiten trotz fortbestehender Überversorgung bestanden haben. Der GBA hat mit § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF (bzw Nr 25 Satz 2 BedarfsplRL idF vom 15.11.2005) den Wegfall der Beschränkungen bei Sonderbedarfszulassungen aber als Ausnahmetatbestand geregelt, der eingreift, wenn Überversorgung nicht mehr besteht. Dies wird durch die Tragenden Gründe zu dem Beschluss bestätigt, in denen es bezogen auf die damals neu gefasste Nr 25 Satz 2 BedarfsplRL heißt: "Mit der Neufassung wird klargestellt, dass der Übergang in eine Vollzulassung künftig nur noch unter der Voraussetzung möglich ist, dass zu diesem Zeitpunkt in dem betreffenden Planungsbereich keine Überversorgung mehr besteht" (
Tragende Gründe zum Beschluss des GBA vom 15.11.2005, S 1). Die Regelung des § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF entspricht von der Zielrichtung grundsätzlich der Vorschrift des § 103 Abs 3 SGB V, wonach Zulassungsbeschränkungen (nur) aufzuheben sind, wenn die Voraussetzungen für eine Überversorgung entfallen sind. § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF ist aufgrund seines klar konzipierten Regelungsbereiches jedenfalls einer analogen Anwendung nur zugänglich, wenn es um - in jeder Hinsicht - vergleichbare Sachverhalte geht. 38 Ob dies im Hinblick auf die Quotenzulassung von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten iS des § 101 Abs 4 SGB V bejaht werden kann, ist fraglich. Die Ausweisung von Quotenzulassungen durch den Landesausschuss bewirkt kein Entfallen einer bestehenden Überversorgung. Vielmehr wird zugunsten eines ausgeglichenen Verhältnisses verschiedener Leistungserbringer innerhalb der psychotherapeutischen Arztgruppe und im Hinblick auf die Verbesserung der Versorgung der psychotherapeutisch zu betreuenden Kinder und Jugendlichen eine Erhöhung der weiterhin bestehenden Überversorgung innerhalb der psychotherapeutischen Arztgruppe in Kauf genommen. Soweit der Senat in seiner Entscheidung vom 15.8.2012 (B 6 KA 48/11 R - SozR 4-2500 § 101 Nr 13) eine Gleichartigkeit der Sachverhalte der in § 101 Abs 4 Satz 5 SGB V geregelten Quotenzulassung und der damals in § 24 Buchst b Satz 4 BedarfsplRL aF (
jetzt: § 37 Abs 2 Satz 4 BedarfsplRL) geregelten Sonderbedarfszulassung wegen besonderen Versorgungsbedarfs im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie bejaht hat, beruhte dies allein darauf, dass beide Bestimmungen den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten weitere Zulassungen in Bereichen mit Zulassungsbeschränkungen wegen Überversorgung ermöglichen (BSG aaO RdNr 26). Eine solche Fallgestaltung liegt hier jedoch nicht vor. Die Feststellung von Über- bzw Unterversorgung zielt auf die Lösung systematischer Defizite in der Versorgung einer Region (BSG Urteil vom 28.6.2017 - B 6 KA 28/16 R - BSGE 123, 243 = SozR 4-2500 § 101 Nr 19, RdNr 33). Dabei kann der Wegfall von Überversorgung zwingend nur für eine ganze Arztgruppe festgestellt werden und eröffnet Zulassungsmöglichkeiten für alle Mitglieder der Arztgruppe, nicht nur für die von der Quote begünstigte Arztuntergruppe. Die jeweiligen Zulassungsmöglichkeiten werfen insofern auch weitgehend andere (rechtliche) Fragestellungen auf. 39 cc) Doch bedarf es hier keiner Entscheidung, ob § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF in der vorliegenden Konstellation analog anwendbar war. Denn selbst wenn eine solche Anwendung bejaht würde, hätte die Regelung einen Anspruch der Praxisvorgängerin der Klägerin auf eine Regelzulassung nicht begründet, weil diese weder einen Antrag auf Erteilung einer solchen Regelzulassung gestellt noch sich ihr Zulassungsstatus kraft Gesetzes geändert hat. Für die Notwendigkeit eines entsprechenden Antrags des Sonderbedarfszulassungsinhabers und eines feststellenden Beschlusses der Zulassungsgremien über das Entfallen der Sonderbedarfsbeschränkungen sprechen neben Gründen der Rechtsklarheit bereits die "Tragenden Gründe" des GBA zur Einfügung der 20 %-Quote für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in die BedarfsplRL, in welchen formuliert ist: "Bestehende Zulassungen gem. § 24 [damals Sonderbedarfszulassungen] für die Erbringung von psychotherapeutischen Leistungen an Kindern und Jugendlichen können unbeschadet der Regelung des § 23 Abs. 3 auf Antrag der Zulassungsinhaber in eine Regelzulassung umgewandelt werden (wenn in dem jeweiligen Planungsbereich die Voraussetzungen für die Erteilung einer Regelzulassung nach dieser Richtlinie vorliegen)." (Tragende Gründe zum Beschluss des GBA vom 18.6.2009 [BAnz Nr 173 vom 17.11.2009 S 3898], S 3 f). 40
Bedei/Zalewski in Liebold/Zalewski, Kassenarztrecht, Stand Juni 2007, § 24 Ärzte-ZV, RdNr E 24-2 und Stand Juli 2016, RdNr E 24-2.5; Ladurner, Ärzte-ZV, Zahnärzte-ZV, 2017, § 16b Ärzte-ZV RdNr 44) oder einer ausdrücklichen Entscheidung der Zulassungsgremien bedarf, nicht eindeutig. 41 Die Formulierung "Die Beschränkungen nach Satz 1 enden …" ähnelt zB der Formulierung in § 95 Abs 7 SGB V ("Die Zulassung endet…"), die eine Statusänderung kraft Gesetzes zum Gegenstand hat. § 95 Abs 7 SGB V ordnet für Vertragsärzte (Satz 1) und Medizinische Versorgungszentren (MVZ; Satz 2) das Ende der Zulassung in bestimmten Fällen (Nichtaufnahme der vertragsärztlichen Tätigkeit in einem von Zulassungsbeschränkungen betroffenen Planungsbereich innerhalb von drei Monaten, Tod des Vertragsarztes, Auflösung eines MVZ, Verzicht, Ablauf des Befristungszeitraumes und Wegzug) an. Das Zulassungsende tritt in diesen Fällen als gesetzliche Rechtsfolge ein (
BVerfG Beschluss vom 26.9.2016 - 1 BvR 1326/15 - SozR 4-5520 § 19 Nr 4 RdNr 33; BSG Urteil vom 13.5.2015 - B 6 KA 25/14 R - BSGE 119, 79 = SozR 4-5520 § 19 Nr 3, RdNr 19; BSG Urteil vom 28.9.2016 - B 6 KA 1/16 R - SozR 4-2500 § 95 Nr 30 RdNr 16). Eines konstitutiven Verwaltungsaktes bedarf es daher nicht (BSG Urteil vom 28.9.2016 - B 6 KA 1/16 R - SozR 4-2500 § 95 Nr 30 RdNr 16; Pawlita in jurisPK-SGB V, 4. Aufl 2020, § 95 RdNr 1227). Der Senat billigt lediglich in ständiger Rechtsprechung den Zulassungsgremien das Recht zu, deklaratorische Entscheidungen über das Ende der Zulassung zu treffen, um Rechtssicherheit herzustellen und für alle an der vertragsärztlichen Versorgung Beteiligten Klarheit darüber zu schaffen, ob ein Arzt (noch) berechtigt ist, vertragsärztlich tätig zu werden (BSG Urteil vom 5.2.2003 - B 6 KA 22/02 R - SozR 4-2500 § 95 Nr 2 RdNr 12; speziell zum Zulassungsverzicht BSG Urteil vom 8.5.1996 - 6 RKa 16/95 - BSGE 78, 175, 183 = SozR 3-5407 Art 33 § 3a Nr 1 S 10). 42 Andererseits wird eine vergleichbare Wendung wie in § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF zur Beendigung der für das sog Job-Sharing geltenden Beschränkungen in § 26 Abs 2 Satz 1 BedarfsplRL ("… bewirkt die Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen … dass … die Beschränkungen … enden") sowie in § 26 Abs 3 BedarfsplRL ("… endet die Beschränkung der Leistungsbegrenzung …") verwendet, obwohl § 26 Abs 5 BedarfsplRL eine Entscheidung zu der Frage voraussetzt, in welcher Reihenfolge die Begrenzungen enden. Nach diesen Vorschriften (iVm § 101 Abs 3 Satz 2, Abs 3a Satz 1 SGB V) enden - mit Vorrang vor Anträgen auf Neuzulassung und im Umfang des Aufhebungsbeschlusses (bis rechnerisch wieder Überversorgung gegeben ist) - zunächst die Beschränkungen von bereits begründeten Job-Sharing-Zulassungen und die Leistungsbeschränkungen der Job-Sharing-Berufsausübungsgemeinschaften (Abs 2) und (sofern danach noch nicht rechnerisch wieder Überversorgung gegeben ist) sodann die Leistungsbeschränkungen bei angestellten Ärzten im Job-Sharing (Abs 3), und zwar in der Reihenfolge der jeweils längsten Dauer der (gemeinsamen) Berufungsausübung bzw Anstellung. § 26 Abs 5 BedarfsplRL setzt dabei eine Entscheidung ("ist … zu entscheiden") und damit einen Verwaltungsakt der Zulassungsgremien zu der Frage voraus, in welcher Reihenfolge die Begrenzungen enden (
Wenner, Vertragsarztrecht nach der Gesundheitsreform, 2008, § 16 RdNr 55; Ladurner, Ärzte-ZV, Zahnärzte-ZV, 2017, § 16b Ärzte-ZV RdNr 40;
auch - diese Frage allerdings noch offenlassend - BSG Beschluss vom 28.6.2017 - B 6 KA 12/17 B - juris RdNr 18). Auch im Rahmen der Quotenzulassung sind die Kriterien des § 26 BedarfsplRL grundsätzlich zu berücksichtigen. Nach § 25 Abs 4 BedarfsplRL aF (jetzt § 25a BedarfsplRL) darf der ZA, wenn der Landesausschuss Zulassungsbeschränkungen wegen Überversorgung angeordnet hat, nach Maßgabe der vom Landesausschuss für den jeweiligen Versorgungsanteil festgestellten nicht ausgeschöpften Zahlen an Psychotherapeuten Zulassungen für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder Ärztliche Psychotherapeuten erteilen (
RL aF, jetzt: § 25a Satz 1 BedarfsplRL). Der ZA entscheidet dabei nach Maßgabe der Regelungen in § 26 BedarfsplRL (
RL aF, jetzt: § 25a Satz 2 BedarfsplRL). 43 Die Vorschrift des § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF regelte dagegen den Konflikt der Bevorrechtigung mit anderen Zulassungen (Belegärzte, Sonderbedarfszulassung zur Dialyseversorgung, Job-Sharing) im Fall einer (Teil-)Entsperrung des Planungsbereiches überhaupt nicht (
Pawlita in jurisPK-SGB V,
Pawlita in jurisPK-SGB V,
auch Kremer/Wittmann, Vertragsärztliche Zulassungsverfahren, 3. Aufl 2018, RdNr 442). 44
Wenner, Vertragsarztrecht nach der Gesundheitsreform, 2008, § 16 RdNr 55) bedurfte, mit denen sich die aus der partiellen Entsperrung - bzw wie hier aus der Möglichkeit der Quotenzulassung - ergebenden Statusveränderungen mit Wirkung nach außen festgestellt werden, folgt auch aus dem mit der vertragsärztlichen Zulassung verbundenen Versorgungsauftrag bzw -umfang. Nach Maßgabe des § 95 Abs 3 Satz 1 SGB V bewirkt die vertragsärztliche Zulassung, dass der Vertragsarzt zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung im Umfang des aus seiner Zulassung folgenden Versorgungsauftrags berechtigt ist. Mit der Zuteilung dieses Status ist die Berechtigung und Verpflichtung zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung (§ 95 Abs 3 SGB V) sowie die Teilnahme an der Honorarverteilung (
R 4-2500 § 73b Nr 4 auch zur Veröffentlichung in BSGE vorgesehen). Der Versorgungsauftrag bestimmt den Umfang der Teilnahmeverpflichtung und -berechtigung. Zulassung und Versorgungsauftrag sind - nicht anders als Zulassung und Vertragsarztsitz - untrennbar miteinander verbunden (BSG Urteil vom 28.9.2016 - B 6 KA 32/15 R - juris RdNr 33). So hat die Teilnahmeverpflichtung in dem Fachgebiet, für das der Vertragsarzt zugelassen ist, zur Folge, dass er die wesentlichen Leistungen seines Fachgebietes im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung auch tatsächlich anbieten und erbringen muss, und zwar grundsätzlich unabhängig von Vorbehalten und selbst gesetzten Erwartungen des Arztes (BSG Urteil vom 14.3.2011 - B 6 KA 54/00 R - BSGE 88, 20, 25 = SozR 3-2500 § 75 Nr 12 S 71 = juris RdNr 30). Zwar stellt die Sonderbedarfszulassung kein aliud gegenüber einer bedarfsunabhängigen Regelzulassung dar (dazu bereits RdNr 18), jedoch können die Rechtsfolgen der Zulassung differieren. Eine "Umwandlung" einer (beschränkten) Sonderbedarfszulassung in eine Regelzulassung kann sich daher insbesondere auf den Umfang der Teilnahmeverpflichtung des Vertragsarztes bzw des Psychotherapeuten im Sinne der Verpflichtung zum Angebot eines bestimmten Leistungsspektrums auswirken. Es erscheint daher nach Auffassung des Senats ausgeschlossen, dass die Umwandlung einer Sonderbedarfszulassung in eine Regelzulassung gegen den Willen eines Vertragsarztes oder Psychotherapeuten erfolgt, sodass ein Antrag oder mindestens das ausdrückliche Einverständnis sowie eine daraufhin ergehende statusbegründende Entscheidung der Zulassungsgremien erforderlich ist. Hieran hat es bezogen auf die Praxisvorgängerin der Klägerin aber gefehlt. 45
auch Wahrendorf, VSSR 2015, 241, 258). Die Anordnungen der Landesausschüsse sind von ihrer Rechtsnatur her lediglich als verwaltungsinterne Vorgabe für die Zulassungsgremien anzusehen, die vorgeschriebene Veröffentlichung hat keine konstitutive Funktion, sondern dient nur der Information potenzieller Zulassungsbewerber (BSG Urteil vom 2.10.1996 - 6 RKa 52/95 - BSGE 79, 152, 154 f = SozR 3-2500 § 103 Nr 1 S 4; Wiegand in jurisPK-SGB V, 4. Aufl 2020, § 90 RdNr 30; Schmidt-De-Caluwe in Becker/Kingreen, SGB V, 7. Aufl 2020, § 90 RdNr 15; Hess in Kasseler Kommentar, Stand der Einzelbearbeitung 12/2015, § 90 SGB V RdNr 6). Die Beschlüsse der Landesausschüsse entfalten ohne Umsetzung keine Wirkung für den Vertragsarzt. Auf der anderen Seite sind die Zulassungsgremien im Rahmen der partiellen Entsperrung und bei getroffenen Quotenregelungen nach § 101 Abs 4 SGB V nur berechtigt, Zulassungen in dem von den Landesausschüssen festgestellten Umfang zu vergeben. Soweit diese Kontingente ausgeschöpft sind, ergeben sich danach weitere Zulassungsmöglichkeiten erst nach einer erneuten Prüfung und Beschlussfassung des Landesausschusses auf Basis der dann aktuellen Versorgungslage im Planungsbereich. Es mag zutreffen, dass wenn die Praxisvorgängerin der Klägerin - nach der Ausweisung von 3,5 Zulassungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten durch Beschluss des Landesausschusses vom 10.6.2013 - einen Antrag auf Erteilung einer Regelzulassung gestellt hätte, dieser Antrag auch erfolgreich gewesen wäre. Eine Antragsstellung der Praxisvorgängerin und entsprechende Beschlussfassung der Zulassungsgremien, die für den Wegfall der Beschränkungen der Sonderbedarfszulassung nach § 37 Abs 1 Satz 2 BedarfsplRL aF erforderlich gewesen wären, sind hier aber nicht erfolgt. 46
Tragende Gründe des GBA zum Beschluss vom 16.5.2013, S 9 zu Abs 2; Geiger in Hauck/Noftz, SGB V, Stand der Einzelbearbeitung 11/2016, § 101 RdNr 59; Kremer/Wittmann, Vertragsärztliche Zulassungsverfahren, 3. Aufl 2018, RdNr 641, 742;
auch Pawlita in jurisPK-SGB V, 4. Aufl 2020, § 101 RdNr 254). 50 C. Die Kostenentscheidung beruht auf § 197a Abs 1 Satz 1 Teilsatz 3 SGG iVm § 154 Abs 1 VwGO. Danach hat die Klägerin als letztlich unterlegene Beteiligte die Kosten des Verfahrens zu tragen. Eine Erstattung der außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen ist nicht veranlasst, da diese keine eigenen Anträge gestellt haben (§ 162 Abs 3 VwGO,
BSG Urteil vom 31.5.2006 - B 6 KA 62/04 R - BSGE 96, 257 = SozR 4-1300 § 63 Nr 3, RdNr 16). http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-KSRE153730218&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public
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