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BSG B 2 U 94/20 B

Obsah (6)§ 402§ 415§§ 404a§ 410§ 406§§ 397

KSRE157481222 ECLI:DE:BSG:2020:061020BB2U9420B0 BSG 2. Senat 20201006 B 2 U 94/20 B Beschluss § 160 Abs 2 Nr 3 SGG, § 62 Halbs 1 SGG, Art 103 Abs 1 GG vorgehend SG Speyer, 25. Juni 2018, Az: S 11 U 22

§ 402

f ZPO) sondern allenfalls als Urkundenbeweis verwertet werden darf (§

§ 415

ff ZPO, grundlegend BSG Beschluss vom 30.3.2017 - B 2 U 181/16 B - ASR 2017, 169 - juris). Zwar können Verwaltungsgutachten auch alleinige Entscheidungsgrundlage sein (BSG Urteil vom 8.12.1988 - 2/9b RU 66/87 - juris RdNr 17 sowie Beschlüsse vom 31.5.1963 - 2 RU 231/62 - SozR Nr 66 zu § 128 SGG und vom 6.6.2007 - B 2 U 108/07 B - RdNr 6; BVerwG Urteil vom 15.4.1964 - V C 45.63 - BVerwGE 18, 216 = Buchholz 310 § 188 Nr 1). Dies setzt allerdings voraus, dass das Gutachten in Form und Inhalt den (Mindest-)Anforderungen entspricht (vgl dazu exemplarisch BVerfG Beschluss vom 14.1.2005 - 2 BvR 983/04 - BVerfGK 5, 40 = juris RdNr 16; BGH Urteil vom 30.7.1999 - 1 StR 618/98 - BGHSt 45, 164, 178 ff), die an ein wissenschaftlich begründetes Sachverständigengutachten zu stellen sind (BSG Urteil vom 1.3.1984 - 9a RV 45/82 - juris RdNr 12), was das Tatsachengericht bei der Angabe der Gründe, die für die richterliche Überzeugung leitend gewesen sind (§ 128 Abs 1 Satz 2 SGG), zu erörtern und festzustellen hat. Ferner muss das LSG im Rahmen des § 128 Abs 1 Satz 2 SGG erkennen lassen, dass es das Verwaltungsgutachten gerade nicht als Sachverständigengutachten verwertet hat und ihm die Besonderheiten des Urkundenbeweises (§

§ 415

ZPO) bewusst gewesen sind, zu denen beispielsweise die fehlende Verantwortlichkeit des Verwaltungsgutachters gegenüber dem Gericht (§

§§ 404a, 407a ZPO), die fehlende Strafandrohung der §§ 153 ff St

GB und die fehlende Möglichkeit der Beeidigung (§

§ 410

ZPO), das fehlende Ablehnungsrecht (§

§ 406

ZPO) und insbesondere das fehlende Fragerecht (§§ 116 Satz 2,

§§ 397, 402, 411 Abs 4 ZPO; § 62 SGG) zählen (BSG Urteil vom 7.5.2019 - B 2 U 25/17 R - BSGE 128, 78 = Soz

R 4-2700 § 200 Nr 5, RdNr 14; BSG Beschluss vom 30.3.2017 - B 2 U 181/16 B - juris RdNr 9). 11 Zudem wird das LSG zu beachten haben, dass beratungsärztliche Stellungnahmen als qualifiziertes Parteivorbringen keine Beweismittel sind, auch wenn es bei der Überzeugungsbildung zu berücksichtigen ist (BSG Urteile vom 6.4.1989 - 2 RU 55/88 - USK 8999, vom 8.12.1988 - 2/9b RU 66/87 - HV-Info 1989, 410 ff und vom 30.10.1963 - 2 RU 62/58 - SozR Nr 68 zu § 128 SGG) und ebenfalls alleinige Entscheidungsgrundlage sein kann (BSG Urteile vom 8.12.1988 und vom 6.4.1989, aaO sowie Beschluss vom 23.9.1957 - 2 RU 113/57 - SozR Nr 3 zu § 118 SGG). 12 Das LSG wird auch über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu entscheiden haben. http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-KSRE157481222&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public

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