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BVerfG 1 BvR 415/13

KVRE428791801 ECLI:DE:BVerfG:2018:rk20181108.1bvr041513 BVerfG

  1. Senat
  2. Kammer 20181108 1 BvR 415/13 Stattgebender Kammerbeschluss vorgehend BSG,
  3. Januar 2013, Az: B 10 LW 8/12 C, Beschlussvorgehend BSG,
  4. August 2012, Az: B 10 LW 12/12 B, Beschlussvorgehend Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen,
  5. Oktober 2011, Az: L 8 LW 17/11, Urteilvorgehend SG Detmold,
  6. Juli 2011, Az: S 22 LW 16/10, Beschlussvorgehend SG Detmold,
  7. April 2011, Az: S 22 LW 16/10, Gerichtsbescheid DEU Bundesrepublik Deutschland Teilweise stattgebender Kammerbeschluss: Parallelentscheidung
  8. Das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom
  9. Oktober 2011 - L 8 LW 17/11 -, der Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Detmold vom
  10. April 2011 - S 22 LW 16/10 -, der Widerspruchsbescheid der Landwirtschaftlichen Alterskasse Nordrhein-Westfalen vom
  11. September 2010 - 1 075 557 3 - und der Bescheid der Landwirtschaftlichen Alterskasse Nordrhein-Westfalen vom
  12. April 2010 - 221/0015788663 - verletzen den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht aus Artikel 14 Absatz 1 Grundgesetz. Das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom
  13. Oktober 2011 - L 8 LW 17/11 - wird aufgehoben und das Verfahren an das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen zurückverwiesen. Damit werden die Beschlüsse des Bundessozialgerichts vom
  14. August 2012 - B 10 LW 12/12 B - und vom
  15. Januar 2013 - B 10 LW 8/12 C - gegenstandslos.
  16. Hinsichtlich des Beschlusses des Sozialgerichts Detmold vom
  17. Juli 2011 - S 22 LW 16/10 - wird die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen.
  18. Die Bundesrepublik Deutschland hat dem Beschwerdeführer seine notwendigen Auslagen zu erstatten.
  19. Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird auf 50.000 € (in Worten: fünfzigtausend Euro) festgesetzt. 1 Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Verfassungsmäßigkeit der Abgabe des landwirtschaftlichen Unternehmens (sog. Hofabgabeklausel) als Voraussetzung eines Rentenanspruchs nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG). 2 Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat durch Beschluss vom
  20. Mai 2018 - 1 BvR 97/14, 1 BvR 2392/14 -, www.bverfg.de, entschieden, dass § 11 Abs. 1 Nr. 3 ALG in der Fassung des Art. 17 Nr. 6 des Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) vom
  21. April 2007 (BGBl I S. 554 <569>) mit Art. 14 Abs. 1 GG und in Verbindung mit § 21 Abs. 9 Satz 4 ALG in der Fassung des Art. 7 Nr. 1a des Dritten Gesetzes zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze vom
  22. August 2010 (BGBl I S. 1127 <1132>) und in der Fassung des Art. 4 Nr. 5 des Gesetzes zur Neuordnung der Organisation der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV-Neuordnungs-gesetz - LSV-NOG) vom
  23. April 2012 (BGBl I S. 579 <589 f.>) mit Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 GG unvereinbar ist. 3 Die Begründung der vorliegenden Verfassungsbeschwerde entspricht dem bereits entschiedenen Verfahren 1 BvR 2392/
  24. Demnach war ebenso zu entscheiden. 4 Hinsichtlich des Beschlusses des Sozialgerichts Detmold vom
  25. Juli 2011 - S 22 LW 16/10 - über die Nichtzulassung der Sprungrevision war die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung anzunehmen. Annahmegründe nach § 93a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor, da die Begründung der Verfassungsbeschwerde nicht den Anforderungen von §23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG entspricht. Der Beschwerdeführer hat nicht schlüssig und substantiiert dargelegt, inwiefern er wegen der Nichtzulassung der Sprungrevision in seinen Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten verletzt sein könnte. 5 Die Auslagenentscheidung beruht auf § 34a Abs. 2 BVerfGG. 6 Unter Berücksichtigung der subjektiven und objektiven Bedeutung des Verfahrens und seiner Förderung durch die anwaltliche Tätigkeit (vgl. BVerfGE 79, 365 <369 f.>) war der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit auf 50.000 € festzusetzen. 7 Diese Entscheidung ist unanfechtbar. http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-KVRE428791801&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public

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