VG i.V.m. § 14 Abs. 3 Alt. 2 BPersVG zu selbstständigen Entscheidungen in Personalangelegenheiten der Agentur für Arbeit befugt und steht als solcher (auch) dem dortigen Personalrat als Gegenspieler gegenüber. 2. Bei der von einer Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit beabsichtigten Versetzung des Geschäftsführers eines Jobcenters von der Agentur für Arbeit zu einer anderen Dienststelle obliegt die Mitbestimmung unter dem Aspekt der Wegversetzung dem bei der Regionaldirektion gebildeten Bezirkspersonalrat als Stufenvertretung
VG nur dann, wenn der Beschäftigte dies beantragt hat. Die Rechtsbeschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg - Fachsenat für Personalvertretungssachen des Bundes - vom
VG nur dann die Mitbestimmung aus, wenn die Dienstkraft dies beantrage. Der Geschäftsführer einer gemeinsamen Einrichtung stehe dem Antragsteller zwar nicht als Dienststellenleiter gegenüber, sei aber wegen seines Anhörungs- und Vorschlagsrechts
6 SGB II und dem Zustimmungserfordernis bei der Zuweisung von Tätigkeiten an das Jobcenter
1 Satz 1 SGB II sowie seines Widerspruchsrechts bei der Beendigung einer Zuweisung
5 Satz 2 SGB II als zu selbstständigen Entscheidungen in Personalangelegenheiten befugter Beschäftigter im Sinne des § 14 Abs. 3 BPersVG anzusehen. Insoweit könne er (auch) ein Gegenspieler des Personalrats der Agentur für Arbeit sein, der
VG mit ihn betreffenden Personalmaßnahmen befasst werden könne, so dass sich der denkbare Interessenkonflikt im Bezirkspersonalrat fortsetzen könne. 4 Hiergegen wendet sich der Antragsteller mit seiner Rechtsbeschwerde und macht im Wesentlichen geltend, das Oberverwaltungsgericht habe den Schutzzweck des § 77 Abs. 1 Satz 1 BPersVG überdehnt. Insbesondere entfalle das Antragserfordernis mit Beendigung der Personalverantwortung, weil der Schutzbedarf des Beschäftigten nicht fortbestehe. 5 Die Beteiligte ist der Auffassung, der abstrakte Feststellungsantrag sei zu weit gefasst und deshalb unzulässig. Zudem sei fraglich, ob das vorliegende Verfahren überhaupt durch eine ihr zurechenbare Maßnahme ausgelöst worden sei. Im Übrigen verteidigt sie die angegriffene Entscheidung. II 6 Die zulässige Rechtsbeschwerde ist nicht begründet. Der Antrag ist zulässig (1.), aber nicht begründet (2.). 7 1. Der vom Antragsteller der Beschwerdeinstanz formulierte Antrag ist zulässig. 8 a) Der Antrag ist als abstrakter Feststellungsantrag auszulegen und erfüllt die Anforderungen an diese Antragsform (vgl. dazu BVerwG, Beschluss vom 6. November 2018 - 5 P 8.16 - ZfPR-online 2019, Nr. 2 S. 7 ff.). Der im erstinstanzlichen Verfahren gestellte konkrete Feststellungsantrag konnte in einen abstrakten Feststellungsantrag umgestellt werden, zumal sich die Maßnahme, die dem geltend gemachten konkreten Feststellungsbegehren zugrunde lag, erledigt hatte.
VG darf eine der Mitbestimmung unterliegende Maßnahme nur mit Zustimmung des Personalrats durchgeführt werden. Deshalb hat nach § 69 Abs. 2 Satz 1 BPersVG der Dienststellenleiter den Personalrat bereits von der beabsichtigten Maßnahme zu informieren und dessen Zustimmung zu beantragen. Das Mitbestimmungsverfahren wird nicht durch die vollzogene Maßnahme, sondern dadurch initiiert, dass der Dienststellenleiter eine solche Maßnahme durchzuführen beabsichtigt. Rechtlicher Bezugspunkt des Mitbestimmungsbegehrens des Antragstellers war daher die Ankündigung der Beteiligten vom
VG aber nur auf Antrag des zu versetzenden Geschäftsführers des Jobcenters (b). Gemessen hieran steht dem Antragsteller in den dem anlassgebenden Fall vergleichbaren Fällen kein Mitbestimmungsrecht zu (c). 12 a)
VG gilt das Bundespersonalvertretungsgesetz auch für die Bundesagentur für Arbeit mit den in dieser Vorschrift genannten Abweichungen, die hier nicht zum Tragen kommen. Die Versetzung eines Beschäftigten unterliegt
VG sowohl der Mitbestimmung des Personalrats der aufnehmenden als auch desjenigen der abgebenden Dienststelle (stRspr, vgl. BVerwG, Beschlüsse vom
VG ist in Angelegenheiten, in denen die Dienststelle nicht zur Entscheidung befugt ist, anstelle des (dortigen) Personalrats die bei der zuständigen Dienststelle gebildete Stufenvertretung zu beteiligen. Diese Regelung stellt eine Ausnahme von dem Grundsatz auf, dass in allen Angelegenheiten, die die Dienststelle betreffen, der bei ihr gebildete Personalrat zu beteiligen ist. Sie greift ein, wenn die Entscheidungsbefugnis für eine Angelegenheit aufgrund der Behördenorganisation und Zuständigkeitsverteilung nicht bei der betroffenen Dienststelle selbst, sondern bei einer übergeordneten Dienststelle liegt. An die Stelle des Personalrats derjenigen Dienststelle, über deren Angelegenheit von einer übergeordneten Dienststelle entschieden wird, tritt die bei dieser Dienststelle gebildete Stufenvertretung (vgl. BVerwG, Beschluss vom 31. Januar 2017 - 5 P 10.15 - BVerwGE 157, 266 Rn. 28). So liegt es hier. Zuständig für die Versetzung des Geschäftsführers eines Jobcenters, der im Dienst der Bundesagentur für Arbeit mit entsprechend hohen Bezügen steht, ist nach den internen Regelungen der Bundesagentur für Arbeit über die Verteilung der Zuständigkeiten in Personalangelegenheiten (vgl. Abschnitt 1.1, Anlage I.2 des Handbuchs Personalrecht/Gremien der Bundesagentur für Arbeit, Stand: Dezember 2017) nicht die Agentur für Arbeit, bei der der Geschäftsführer beschäftigt ist und die dessen Tätigkeit dem jeweiligen Jobcenter zuweist, sondern die Regionaldirektion, so dass der bei ihr gebildete Bezirkspersonalrat zu beteiligen ist. 13 b) Die Mitbestimmung des Bezirkspersonalrats bei der Versetzung des Geschäftsführers eines Jobcenters steht aber
VG unter dem Vorbehalt, dass dieser die Mitbestimmung beantragt. Danach bestimmt der Personalrat unter anderem in Personalangelegenheiten der in § 14 Abs. 3 BPersVG genannten Beschäftigten nur mit, wenn diese es beantragen. Dazu gehören die in § 7 BPersVG genannten Personen, insbesondere also der Leiter der Dienststelle und sein ständiger Vertreter, sowie Beschäftigte, die zu selbstständigen Entscheidungen in Personalangelegenheiten befugt sind. Das Antragserfordernis soll die Unabhängigkeit dieser Beschäftigten bei der Führung ihrer Dienstgeschäfte sicherstellen, bei der sie als Vertreter der Dienststelle dem die Interessen der Beschäftigten vertretenden Personalrat gegenüberstehen und in diesem Sinne dessen "Gegenspieler" sind (BVerwG, Beschluss vom 21. Oktober 1993 - 6 P 18.91 - Buchholz 251.8 § 81 RhPPersVG Nr. 1 S. 3 f). 14 Die in § 82 Abs. 4 BPersVG angeordnete entsprechende Anwendung des § 77 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BPersVG bedeutet bei einer mehrstufigen Verwaltung im Falle der originären Zuständigkeit der Stufenvertretung nach § 82 Abs. 1 BPersVG, dass die in § 14 Abs. 3 BPersVG bezeichneten Beschäftigten das Antragsrecht deswegen haben, weil sie Gegenspieler des Personalrats ihrer Beschäftigungsdienststelle sind. Sinn und Zweck der in § 77 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BPersVG getroffenen Regelung gebieten ein Antragsrecht nicht nur in denjenigen Mitbestimmungsverfahren, in denen ein Mitbestimmungsrecht von dem Personalrat der Dienststelle, in dem der Beschäftigte die entsprechende Funktion ausübt, selbst wahrzunehmen ist, sondern auch in Mitbestimmungsverfahren, auf deren Wahrnehmung er legalen Einfluss nehmen darf. Auch das Mitbestimmungsrecht der Stufenvertretung ist deshalb von einem Antrag abhängig zu machen, wenn es um Personalangelegenheiten von Beschäftigten geht, die in nachgeordneten Dienststellen zum Personenkreis des § 14 Abs. 3 BPersVG zählen. Die Stufenvertretung hat nämlich
VG in Angelegenheiten, die einzelne Beschäftigte oder Dienststellen betreffen, dem örtlichen Personalrat Gelegenheit zur Äußerung zu geben (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom
VG erfasst dieses außerdem Fälle, in denen der betreffende Beschäftigte zwar nicht in der von der Stufenvertretung nach § 82 Abs. 2 Satz 1 BPersVG anzuhörenden nachgeordneten Dienststelle selbst tätig ist, aber maßgeblichen Einfluss auf deren Personalentscheidungen nehmen und so zum "Gegenspieler" auch des dortigen Personalrats werden kann. Demnach greift in Fällen wie denen des Anlassfalles der Zustimmungsvorbehalt zwar nicht deshalb ein, weil der Geschäftsführer eines Jobcenters insoweit als Dienststellenleiter im Sinne des § 14 Abs. 3 Alt. 1 i.V.m. § 7 BPersVG anzusehen wäre (aa), wohl aber, weil er im Sinne des § 14 Abs. 3 Alt. 2 BPersVG zu selbstständigen Entscheidungen in Personalangelegenheiten der Agentur für Arbeit befugt ist und als solcher (auch) dem dortigen Personalrat als "Gegenspieler" gegenübersteht (bb). 16 aa) Der Geschäftsführer des Jobcenters ist im Verhältnis zum Personalrat der Agentur für Arbeit nicht Dienststellenleiter im Sinne des § 14 Abs. 3 Alt 1 i.V.m. § 7 BPersVG. Er ist zwar
5 SGB II Leiter der Dienststelle "Jobcenter" im personalvertretungsrechtlichen Sinne. Als solcher steht er aber nicht dem Personalrat der Agentur für Arbeit (oder gar unmittelbar dem Antragsteller) gegenüber, sondern nur dem Personalrat des Jobcenters, der auf die Entscheidungen des Beteiligten keinen legalen Einfluss hat. Wie das Oberverwaltungsgericht zu Recht ausführt, kann sich ein möglicher Interessenkonflikt zwischen dem Geschäftsführer und dem Personalrat des Jobcenters auf der Ebene des Bezirkspersonalrats nicht fortsetzen. Denn das Jobcenter ist eine einstufige Verwaltung, die nicht in den Geschäftsbereich einer mehrstufigen Verwaltung eingebunden, sondern gegenüber den Trägern unabhängig ist, so dass der Antragsteller im Verhältnis zum Personalrat des Jobcenters keine Stufenvertretung ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 24. September 2013 - 6 P 4.13 - BVerwGE 148, 36 Rn. 27 m.w.N.). Der Personalrat des Jobcenters ist deshalb bei Personalentscheidungen, die den Geschäftsführer betreffen, weder
VG vom Bezirkspersonalrat anzuhören, noch dürfen sich die Personalvertretungen mit Rücksicht auf die Geheimhaltungspflicht
VG untereinander austauschen (vgl. BVerwG, Beschluss vom
VG eine Personalangelegenheit im Sinne des § 14 Abs. 3 Alt. 2 BPersVG sind, wenn die Zuweisung für eine Dauer von mehr als drei Monaten erfolgt.
1 Satz 1 SGB II setzt die Zuweisung von Tätigkeiten bei der gemeinsamen Einrichtung durch die dafür innerhalb der Bundesagentur für Arbeit zuständige Agentur für Arbeit die Zustimmung des Geschäftsführers voraus. Soll eine Zuweisung aus wichtigem Grund auf Verlangen des Beschäftigten beendet werden (§ 44g Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 SGB II), besitzt er
5 Satz 2 SGB II ein Widerspruchsrecht. Dadurch kann er in einen Interessenkonflikt mit dem Personalrat der Agentur für Arbeit geraten, der sich auf der Ebene des Antragstellers zu seinen Lasten fortsetzen kann. 20 Auf die Frage, ob der Schutzzweck des § 77 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BPersVG mit der Abberufung des Geschäftsführers eines Jobcenters durch die Trägerversammlung endet, kommt es in Fällen, die dem Anlassfall gleichen, nicht an. Denn zum Zeitpunkt der die Mitbestimmung auslösenden Kundgabe der Versetzungsabsicht durch die Regionaldirektion am 24. Mai 2017 war der betreffende Geschäftsführer nach den Feststellungen des Oberverwaltungsgerichts jedenfalls bis Ende Juni 2017 noch im Amt. 21 c) Demnach steht dem Antragsteller das geltend gemachte Mitbestimmungsrecht nicht zu, wenn - wie in dem hier beispielgebenden Fall - der Geschäftsführer eines Jobcenters, der versetzt werden soll, die Mitbestimmung nicht beantragt. http://www.rechtsprechung-im-internet.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jb-WBRE202000756&psml=bsjrsprod.psml&max=true Deutschland deutsch BMJV public
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