Der Beklagte zu 4) habe es entgegen seinen Erklärungen vor und bei Vertragsschluss versäumt, eine Rücklage im Sinne einer Liquidationsvorsorge - zum Ausgleich der Differenz zwischen der Höhe der von der GbR zu zahlenden Leasingraten und der geringeren Mieteinnahmen der GbR aus den Untermietverhältnissen - zu bilden. Die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft fänden keine Anwendung, weil der Beitritt der Beklagten zu 1) zur GbR niemals vollzogen worden sei. Zu den weiteren Einzelheiten wird auf die Berufungsbegründung vom 12.06.2006 verwiesen (Bl. 337 ff. GA). Die Beklagten zu 1) und 2) beantragen, das angefochtene Urteil abzuändern und die Klage gegen sie insgesamt abzuweisen. Die Klägerin beantragt, die Berufung zurückzuweisen. Sie wiederholt und vertieft ihr Vorbringen erster Instanz nach Maßgabe der Berufungserwiderung vom 14.09.2006 (Bl. 362 ff. GA). Wegen der weiteren Einzelheiten des Sachverhalts wird auf den vorgetragenen Inhalt der Schriftsätze nebst Anlagen Bezug genommen. II. Die zulässige Berufung ist unbegründet. Das angefochtene Urteil beruht weder auf einer Rechtsverletzung (§§ 513 Abs. 1, 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2, 546 ZPO) noch rechtfertigen die im Berufungsverfahren zugrunde zu legenden Tatsachen (§§ 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3, 529 Abs. 1 ZPO) eine abweichende Beurteilung. Der Senat folgt den Gründen der Entscheidung nach Maßgabe der folgenden durch das Berufungsvorbringen veranlassten Ausführungen. 1. Die Klage ist in dem vom Landgericht zuerkannten Umfang begründet. Die GbR schuldet der Klägerin für die Zeit vom 01.02.1999 bis 31.12.2001 unstreitig rückständige Leasingraten, Neben- und Verwaltungskosten auf der Grundlage des Immobilien-Leasing-Vertrages vom 11.03.1997 i.V.m. § 535 Satz 2 BGB a.F. (= § 535 Abs. 2 BGB) sowie Bankgebühren (Rücklastschriften)
in Höhe von insgesamt 545.764,17 €. Für die Gesellschaftsschuld haftet die Beklagte zu 1) persönlich
§ 128 HGB analog und die Beklagte zu 2) als persönlich haftende Gesellschafterin der Beklagten zu 1)
2, 128 HGB. 2. Die Einwendungen der Beklagten gegen die persönliche Haftung der Beklagten zu 1) als Gesellschafterin der GbR sind nicht tragfähig. a) Der privatschriftliche Anteilsübertragungsvertrag vom 15.12.1999 ist formwirksam. Der Meinung der Beklagten, der Vertrag sei mangels notarieller Beurkundung wegen Verstoßes gegen § 313 BGB a.F. (= § 311b Abs. 1 Satz 1 BGB)
Nach § 313 Satz 1 BGB a.F. bedarf zwar ein Vertrag, durch den sich der eine Teil verpflichtet, Grundstückseigentum zu erwerben oder zu veräußern, der notariellen Beurkundung. Dies trifft auf die Übertragung eines Gesellschaftsanteils aber selbst dann nicht zu, wenn das Gesellschaftsvermögen im Wesentlichen aus Grundbesitz besteht (vgl. BGHZ 86, 367 , 370 f. = NJW 1983, 1110 = DNotZ 1984, 169 ; BGH NJW 1990, 1171 ; BGH WM 1997, 2220 , 2222). Der Erwerb oder Verlust der (gesamthänderischen) Mitberechtigung an einem Gesellschaftsgrundstück ist in diesen Fällen nicht Gegenstand eines Vertrages, mit dem sich jemand verpflichtet, Grundstückseigentum zu erwerben oder zu veräußern. Er ist vielmehr nur eine Folge des Erwerbs oder Verlusts der Mitgliedschaft und die Konsequenz davon, dass das Gesellschaftsvermögen auch bei einem Mitgliederwechsel stets dem jeweiligen Gesellschafterkreis zugeordnet bleibt (§ 738 Abs. 1 Satz 1 BGB). Für rechtsgeschäftliche Verfügungen über das Eigentum an Gegenständen des Gesellschaftsvermögens (wie Grundstücken) ist insoweit kein Raum. Die Anwendung des § 313 BGB im Bereich gesellschaftsrechtlicher Übertragungsakte ist daher allenfalls den Fällen einer bewussten Umgehung der Vorschrift vorbehalten, wenn etwa Grundstücksgesellschaften nur zu dem Zweck gegründet werden, um mit Hilfe der hier verfügbaren rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten Grundvermögen außerhalb des Grundbuchs und ohne Formzwang beweglicher verlagern zu können (vgl. BGHZ 86, 367 , 371 = NJW 1983, 1110 ; BGH NJW 1998, 376 , 377). Für einen solchen Ausnahmefall fehlt hier jeder Anhaltspunkt. Der analogen Anwendung des § 313 BGB auf Anteilsübertragungen an solchen Gesellschaften, deren Vermögen im Wesentlichen aus Grundbesitz besteht, hat der BGH in der Entscheidung BGHZ 86, 367 , 370 f. eine Absage erteilt und darauf hingewiesen, dass § 313 Satz 1 BGB als Formvorschrift mit Nichtigkeitsfolge im Interesse der Sicherheit des Rechtsverkehrs streng tatbestandsmäßig anzuwenden - und damit einer den Anwendungsbereich erweiternden Analogie nicht zugänglich - sei. Die Verfechter einer entsprechenden Anwendung des § 313 BGB (etwa: K. Schmidt, AcP 182
zur lediglich deklaratorischen Berichtigung des Grundbuches bei Gesellschafterwechsel: BGHZ 140, 175 , 182 = NJW 1999, 715 = BB 1999, 348 = ZMR 1999, 233 ; BGHZ 138, 82 , 85 = NJW 1998, 1220 = NZM 1998, 260 = ZMR 1998, 412 ; BGH, NJW 1998, 376 ). Ohne dass es danach noch darauf ankommt, ist anzumerken, dass der Beklagte zu 3) - Mitglied der GbR, Geschäftsführer der Beklagten zu 2) und Kommanditist der Klägerin - in seiner Eigenschaft als Gesellschafter der GbR mit dem Beklagten zu 4) das streitgegenständliche Grundstück 1997 an die Klägerin veräußert, am 12./21.03.1997 die Auflassung erklärt und die GbR den Grundbesitz mit Vertrag vom 11.03.1997 von der Klägerin geleast hat. Die Zusammenschau zeigt, dass der Beklagte zu 3) am 15.12.1999 schlechterdings nicht davon ausgehen konnte, dass mit dem Anteilsübertragungsvertrag eine Verpflichtung der Beklagten zu 1) zum Erwerb der Immobilie oder der GbR zu deren Verkauf einhergehen sollte. Das gilt umso mehr, als die Klägerin bereits seit dem 30.06.1998 als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen ist. b) Die Beklagten wenden weiter ohne Erfolg ein, der Anteilsübertragungsvertrag sei von der Beklagten zu 1) gegenüber dem Beklagten zu 4) mit Schreiben vom 17.11.2004 (Bl. 65 = 108 GA) wirksam angefochten worden mit der Folge, dass der Vertrag
Es kann offen bleiben, ob dem Beklagten zu 4) als Erklärungsempfänger das Anfechtungsschreiben
1 BGB zugegangen ist, was nach dem Widerruf der Postvollmacht für die ihn früher vertretenden Rechtsanwälte E. und Partner/ W. schon zweifelhaft sein könnte (Bl. 114 GA). Es kann ebenfalls dahinstehen, ob die Anfechtung gegenüber dem Beklagten zu 4) überhaupt Wirkungen gegenüber der GbR zeitigen könnte oder ob der Beklagten zu 1) wegen der vorgeblich arglistigen Täuschung des Beklagten zu 4) insoweit nur ein außerordentliches Kündigungsrecht zur Seite stünde (vgl. hierzu: BGHZ 63, 338 , 344 f. = NJW 1975, 1022 ), wobei die Erklärung allerdings gegenüber der Gesellschaft abzugeben wäre (BGH, NJW 2000, 3558 , 3560). Denn die darlegungs- und beweisbelasteten Beklagten zu 1) und 2) haben es jedenfalls versäumt, die bestrittenen Voraussetzungen (Bl. 90/91 GA) für den im Schreiben vom 17.11.2004 genannten - und damit allein beachtlichen - Anfechtungsgrund unter Beweis zu stellen. § 123 Abs. 1 BGB erlaubt die Anfechtung einer Willenserklärung, wenn der Betreffende zu deren Abgabe durch arglistige Täuschung bestimmt worden ist. Das setzt voraus, dass er sich bei Abgabe seiner Willenserklärung über einen Umstand geirrt hat, weil ein anderer eine Täuschungshandlung begangen hat, sowie dass der Irrtum den Entschluss zur Abgabe der Willenserklärung veranlasst hat, wobei es ausreicht, wenn die Täuschungshandlung eine von mehreren Ursachen ist und die Entschließung lediglich beeinflusst hat ( BGHZ 83, 283 , 291 = MDR 1982, 749 ). Die Täuschungshandlung kann in Angaben bestehen, die Tatsachen vorspiegeln, entstellen oder - bei Bestehen einer Aufklärungspflicht - verschweigen (BGH, BGHReport 2003, 846 = GRUR 2003, 702 , 703). Hiervon ausgehend behaupten die Beklagten zu 1) und 2), der Beklagte zu 4) habe im Zusammenhang mit der Anteilsübertragung vorgespiegelt, dass die Gesellschaft über eine - tatsächlich nicht vorhandene - Liquiditätsreserve in Höhe von 3 Mio. DM verfüge, um die Differenz zwischen den allmonatlich zu leistenden Leasingraten und den geringeren laufenden Einnahmen aus der Untervermietung des Leasingobjektes abdecken zu können (Bl. 145 GA). Abgesehen davon, dass das Vorbringen der Beklagten zur Höhe der Liquidationsreserve kaum den Anforderungen an einen substantiierten Vortrag gerecht wird - erst Recht nicht angesichts der Vermutungen des Beklagten zu 3) anlässlich seiner Anhörung vom 11.08.2005 vor dem Landgericht, wonach er von einer Liquidationsreserve von ca. 1,9 Mio. DM ausgegangen sein will (Bl. 177 GA) -, haben die Beklagten für den entscheidungserheblichen Umstand, dass eine zugesicherte Rücklage am 15.12.1999 nicht vorhanden war, keinen beachtlichen Beweis angetreten. Hierauf hat das Landgericht in der Sitzung vom 11.08.2005 ausdrücklich hingewiesen (Bl. 178 GA), ohne dass die Beklagten zu 1) und 2) im ersten oder zweiten Rechtszug Abhilfe geschaffen haben. Ein in Ablichtung überreichter Kontoauszug der Gesellschaft vom 31.12.1998 (Bl. 271 GA) ist jedenfalls nicht entfernt geeignet, den Vermögensstatus der Gesellschaft am 15.12.1999 zu belegen. Das gilt umso weniger, als der Beklagte zu 3) anlässlich seiner Anhörung vor dem Landgericht auf zwei Gesellschaftskonten verwiesen hat. Ist demnach nicht nachgewiesen, dass im maßgeblichen Zeitpunkt der Anteilsübertragung eine zugesagte Rücklage nicht vorhanden war, entfällt der mit Schreiben vom 17.11.2004 ins Feld geführte Anfechtungsgrund nach § 123 BGB. Die vorstehenden Ausführungen gelten gleichermaßen für einen Anfechtungsgrund
Denn es fehlt der Nachweis für das Auseinanderfallen von Wille und Erklärung, weil die Erklärung der Beklagten zu 1) bei Vertragsschluss von einer Fehlvorstellung unbeeinflusst war. Die von den Beklagten zu 1) und 2) im Verlauf des Rechtsstreits schriftsätzlich weiter geltend gemachten Anfechtungsgründe sind unbeachtlich, weil es insoweit schon an einer Erklärung gegenüber dem Beklagten zu 4) oder der GbR, die am Rechtsstreit (noch) nicht beteiligt sind, fehlt. Ohne dass es nach den vorstehenden Erwägungen noch darauf ankommt, wäre die Anfechtung der Beklagten auch verspätet im Sinne der §§ 121 Abs. 1 Satz 1, 124 Abs. 1 BGB. Denn die Anfechtungserklärung erfolgte weder unverzüglich noch binnen eines Jahres nach Kenntnis des angeblichen Anfechtungsgrundes. Angesichts der Besonderheiten des vorliegenden Falles geht der Senat davon aus, dass der Beklagte zu 3) als Geschäftsführer der Beklagten zu 2), der Komplementärgesellschafterin der Beklagten zu 1), spätestens Anfang des Jahres 2002 Kenntnis von einer - angeblich zugesicherten - nach Behauptung der Beklagten zu 1) und 2) tatsächlich nicht vorhandenen Liquidationsreserve der Gesellschaft haben musste und hatte. Der Beklagte zu 3) war seit 2000 Geschäftsführer der GbR. Spätestens seit seiner Verurteilung zur Zahlung rückständiger Leasingraten der GbR durch das Landgericht Kiel vom 05.12.2001 (Anlage B 8 Anlagenband) konnte ihm ob seiner persönlichen Inanspruchnahme nicht verborgen geblieben sein, dass Liquiditätsreserven der GbR zur Bedienung der Leasingraten nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung standen. Das gilt umso mehr, als die Beklagte zu 1) mit zeitnahem Schreiben der Klägerin vom 15.01.2002 als Gesellschafterin der GbR ebenfalls zur Zahlung von 748.028,02 DM nebst Zinsen aufgefordert wurde (Bl. 170 f. GA) und er als Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft der Beklagten zu 1) gehalten war, gegebenenfalls vorhandene Rücklagen der GbR einzusetzen, um eine Inanspruchnahme der Beklagten zu 1) und 2) abzuwenden. Bei dieser Sachlage können die Beklagten zu 1) und 2) nicht erwarten, dass den ohnehin wechselnden Angaben zur Kenntniserlangung (angeblich Februar/März 2004: Bl. 103 GA; Herbst 2004: Bl. 174 GA) von einem angeblichen Anfechtungsgrund erst im Jahr 2004 Glauben geschenkt wird. c) Abgesehen von den vorstehenden Ausführungen würde eine dem Grunde nach gerechtfertigte Anfechtung, die allerdings ohnehin als außerordentliche Kündigung gegenüber der GbR zu erklären wäre, nach den zutreffenden Erwägungen des Landgerichts zu den zur fehlerhaften Gesellschaft entwickelten Grundsätzen die streitgegenständlichen Forderungen nicht berühren. Nach ständiger Rechtsprechung des BGH gelten die zur fehlerhaften Gesellschaft entwickelten Grundsätze auch für den fehlerhaften Beitritt zur GbR. Danach ist eine fehlerhaft gegründete Gesellschaft oder ein fehlerhaft vollzogener Beitritt zu einer Gesellschaft regelmäßig nicht von Anfang an unwirksam, sondern wegen eines Nichtigkeits- oder Anfechtungsgrundes nur mit Wirkung für die Zukunft vernichtbar ( BGHZ 55, 5 , 8 f. = NJW 1971, 375 ; BGH, BB 1975, 758, 759; BGH, NJW 1992, 1501 , 1502 = WM 1992, 490 , 491; MünchKomm-Ulmer, BGB,
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