G gestellt, um die Eintragung des Übertragungsbeschlusses im Handelsregister trotz der erhobenen Anfechtungsklagen zu erreichen. Das Landgericht hat diesen Antrag durch Beschluss vom 10.10.2006 zurückgewiesen. Es hat die Anfechtungsklage der Antragsgegnerin zu 28) als nicht offensichtlich unbegründet angesehen, weil deren Vertreter der Zutritt zur Hauptversammlung verweigert worden und dadurch rechtswidrig das Teilnahme-recht der von ihm vertretenen Aktionärin verletzt worden sei. Außerdem war das Landgericht der Meinung, es fehle die offensichtliche Unbegründetheit der Anfechtungsklagen, weil die Vorzugsaktionäre an der Abstimmung über den angefochtenen Beschluss nicht beteiligt worden sind. Ein vorrangiges Vollzugsinteresse der Antragstellerin sei nicht anzunehmen. Die gegen diesen Beschluss des Landgerichts eingelegte sofortige Beschwerde der Antragstellerin hat der Senat durch Beschluss vom 16.2.2007 zurückgewiesen ( 5 W 43/06 ). Zur Begründung hat der Senat ausgeführt, dass die Anfechtungsklage der Antragsgegnerin zu 28) wegen einer Verletzung des Teilnahmerechts nicht offen-sichtlich unbegründet sei und das erhebliche wirtschaftliche Interesse der Antragstellerin an der Eintragung des Übertragungsbeschlusses gegenüber der massiven Verletzung ihrer Aktionärsrechte zurücktreten müsse, wobei die bloße Möglichkeit eines Bestätigungsbeschlusses dem nicht entgegen stehe. Die Akten dieses Verfahrens sind beigezogen worden. Einen weiteren Freigabeantrag hat die Antragstellerin gestellt, nachdem durch Beschluss des Landgerichts vom 28.11.2006 die Klage des Klägers zu 38) zum Verfahren 3-5 O 111/06 verbunden worden ist. Mit Beschluss vom 16.1.2007 - 3-5 O 220/06 - hat das Landgericht festgestellt, dass die Klage des Klägers zu 38) der Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister nicht entgegen steht. Die Beschwerde des Klägers zu 38) gegen diesen Beschluss hat der Senat mit Beschluss vom 12.3.2007 - 5 W 6/07 - zurückgewiesen. Die Akten dieses Verfahrens sind beigezogen worden. Das Landgericht hat durch Urteil vom 30.3.2007 die Klagen der Antragsgegner zu 1) bis 8), 15) bis 20), 35) und 36) abgewiesen, weil die Klagen der Antragsgegner zu 35) und 36) nicht rechtzeitig erhoben worden seien, die Antragsgegner zu 6), 7), 8), 18) , 19) und 20) nicht anfechtungsbefugt seien und die Klagen der Antragsgegner zu 1) bis 5), 15), 16) und 17) rechtsmissbräuchlich seien. Auf die Klagen der übrigen Antragsgegner hat das Landgericht u.a. den Übertragungsbeschluss für nichtig erklärt, weil der gesetzliche Vertreter der Antragsgegnerin zu 28) zu Unrecht nicht zur Hauptversammlung zugelassen worden sei (§ 245 Abs. 1 Nr. 2 AktG). Gegen diese Entscheidung haben die Antragsgegner zu 1) bis 8), 15) bis 20), 35) und 36) und die Antragstellerin Berufung eingelegt. Das Berufungsverfahren ist unter dem Aktenzeichen 5 U 77/07 bei dem Senat anhängig. Die Akten dieses Verfahrens sind beigezogen worden. Die Hauptversammlung der Antragstellerin vom 27.2.2007 beschloss zu TOP 5 mehrheitlich die Bestätigung des Beschlusses der Hauptversammlung der Antragstellerin vom 13./14.12.2005 zu TOP 2 über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe von 80,37 Euro je Stückaktie (nachfolgend: Bestätigungsbeschluss). Ein Großteil der Antragsgegner und weitere Aktionäre haben jeweils Anfechtungsklagen unter anderem gegen diesen Bestätigungsbeschluss erhoben, die bei dem Landgericht Frankfurt am Main im Verfahren 3- 5 O 56/07 anhängig sind. Die Akten dieses Verfahrens sind beigezogen worden. Die Antragstellerin betreibt nunmehr das vorliegende Freigabeverfahren
G mit dem Ziel, die Eintragung des Übertragungsbeschlusses im Handelsregister trotz der erhobenen Anfechtungsklagen zu erreichen. Sie hat die Anfechtungsklagen für offensichtlich unbegründet gehalten und ein vorrangiges Vollzugsinteresse an der Eintragung wegen ihr anderenfalls bei Zuwarten bis zur rechtskräftigen Entscheidung in der Hauptsache entstehender erheblicher Nachteile geltend gemacht. Die Antragsgegner haben Zurückweisung des Antrags begehrt. Mit der angefochtenen Entscheidung (Blatt 507-522 der Akte), auf die auch zur Ergänzung des erstinstanzlichen Sach- und Streitstandes verwiesen wird, hat das Landgericht den Freigabeantrag zurückgewiesen. Es hat die Ansicht vertreten, dem erneuten Antrag auf Freigabe stehe die rechtskräftige Zurückweisung des Freigabeantrags im Verfahren 3/5 O 91/06 (Landgericht Frankfurt = 5 W 43/06 Oberlandesgericht Frankfurt am Main) entgegen. Gegen diese ihr am 16.7.2007 (Blatt 553 der Akte) zugestellte Entscheidung wendet sich die Antragstellerin mit der Beschwerde vom 25.7.2007, eingegangen bei Gericht am 27.7.
G kann die Anfechtung nicht mehr geltend gemacht werden, wenn die Hauptversammlung den anfechtbaren Beschluss durch einen neuen Beschluss bestätigt hat und dieser Beschluss innerhalb der Anfechtungsfrist nicht angefochten oder die Anfechtung rechtskräftig zurückgewiesen worden ist. Ist der Bestätigungsbeschluss wie hier angefochten, ist eine inzidente Prüfung durchzuführen (ebenso OG Hamburg, Beschluss vom 14.12.2006 – 11 W 126/05 – nicht veröffentlicht, Anlage Bf II1, Bl. 633-665 d.A.). Für den Erfolg des Freigabeantrags kommt es insoweit darauf an, ob sich auf der Grundlage der glaubhaft gemachten Tatsachen mit hoher Sicherheit die Unbegründetheit dieser Anfechtung vorhersagen lässt (vgl. Rieckers BB 2005, 1348, 1351). Die Klagen der Antragsgegner gegen den Übertragungsbeschluss sind offensichtlich unbegründet, wobei dahingestellt bleiben kann, ob dies für die vom Landgericht abgewiesenen Klagen schon deshalb gilt, weil die Klagen der Antragsgegner zu 35) und 36) nicht rechtzeitig erhoben wurden, die Antragsgegner zu 6), 7), 8), 18) , 19) und 20) nicht anfechtungsbefugt sind und die die Klagen der Antragsgegner zu 1) bis 5), 15), 16) und 17) rechtsmissbräuchlich sind. Der Übertragungsbeschluss ist weder nichtig, noch leidet er an inhaltlichen Mängeln, die sich im Bestätigungsbeschluss fortsetzen und deshalb möglicherweise durch den seinerseits angefochtenen Bestätigungsbeschluss nicht geheilt werden könnten. Formale Mängel, die sich aus dem Ablauf der Hauptversammlung ergeben könnten, werden durch den Bestätigungsbeschluss geheilt, der seinerseits weder nichtig noch aus Gründen, die nicht bereits erfolglos gegen den Übertragungsbeschluss vorgebracht worden sind, erfolgreich anfechtbar ist. 1. Der Übertragungsbeschluss ist auf seine Rechtmäßigkeit zunächst unter dem Gesichtspunkt der Nichtigkeit (§ 241 AktG) zu überprüfen, denn nichtige Beschlüsse können nicht geheilt werden. Nichtigkeitsgründe liegen hinsichtlich des Übertragungsbeschlusses nicht vor. Der Beschluss der Hauptversammlung der Antragstellerin vom 13./14.12.2005 zu TOP 2 ist weder seinem Inhalt nach sittenwidrig, noch mit dem Wesen der Aktiengesellschaft unvereinbar, noch verletzt sein Inhalt Vorschriften, die ausschließlich oder überwiegend zum Schutze der Gläubiger der Gesellschaft oder sonst im öffentlichen Interesse gegeben sind, denn er hat in § 327a AktG eine gesetzliche Grundlage. Die Vorschriften über den Ausschluss von Minderheitsaktionären nach §§ 327 a ff. AktG sind auch nicht verfassungswidrig. Sie verletzen Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG nicht. Dies gilt gleichermaßen, als der Ausschluss vor dem rechtskräftigen Abschluss eines Anfechtungsprozesses auf Grund eines Freigabeverfahrens nach § 327 e Abs. 2, § 319 Abs. 6 AktG vollzogen werden kann (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 30.05.2007 – 1 BvR 390/04 – zitiert nach Juris Rz 17 ff.). Es besteht auch kein Nichtigkeitsgrund
G, denn die Hauptversammlung wurde nicht unter Verstoß gegen § 121 Abs. 3 AktG einberufen. Die Bedingungen, von denen die Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechts abhängen, wurden zutreffend angegeben. Nach der im Zeitpunkt der Einberufung maßgeblichen Satzungsbestimmung des § 21 konnte die Hinterlegung auch bei einer anderen in der Einberufung angegebenen Stelle erfolgen, so dass der Hinweis in den Teilnahmebedingungen, "dass die Hinterlegung auch dann als bei einer der genannten Stellen als bewirkt gilt, wenn Aktien mit Zustimmung einer Hinterlegungsstelle für diese bei einem anderen Kreditinstitut bis zur Beendigung der Hauptversammlung gesperrt gehalten werden", nicht zu beanstanden ist. Die Formulierung in der Einberufung "Im Fall der Hinterlegung bei einem deutschen Notar oder bei einer Wertpapiersammelbank wird gebeten, die von diesen ausgestellte Hinterlegungsbescheinigung spätestens bis zum 7.12.2005 bei der Gesellschaft einzureichen" ist keine zusätzliche Teilnahmebedingung, sondern lediglich eine organisatorische Bitte der Gesellschaft. Auch die angegebene Hinterlegungsfrist ist bei einer zweitägigen Hauptversammlung nicht zu beanstanden, selbst wenn der Beschluss erst am zweiten Tag der Hauptversammlung gefasst wird. Es ist anerkannt, dass bei (vorsorglich) auf zwei Tagen einberufenen Hauptversammlungen bei der Berechnung der Hinterlegungsfrist nach § 123 a.F. AktG auf den ersten Tag der Hauptversammlung abzustellen ist. Die Hauptversammlung ist auch ordnungsgemäß nach § 130 AktG beurkundet worden. Selbst wenn der Notar
G von der Beurkundung ausgeschlossen wäre, begründete dies nicht die Nichtigkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse (vgl. etwa Hüffer, AktG, § 130 Rz 10). 2. Der Übertragungsbeschluss leidet auch nicht an inhaltlichen Mängeln, die sich im Bestätigungsbeschluss, der seinerseits angefochten ist, fortsetzen könnten.
G nur der Ort angegeben wurde, an dem sich der Sitz der Hauptaktionärin befindet, denn die Angabe der Adresse ist nach dieser Vorschrift nur bei natürlichen Personen erforderlich.
G im vorliegenden Fall rechtsmissbräuchlich betrieben werde, da es nur der Verhinderung von Ersatzansprüchen dienen solle. Der Ausschluss der Minderheitsaktionäre bedarf trotz nachhaltigen Eingriffs in ihre Mitgliedschaftsrechte keiner sachlichen Rechtfertigung nach den Maßstäben der Erforderlichkeit und der Verhältnismäßigkeit (vgl. OLG Köln ZIP 2004, 760 , nach Juris Rz 28). Die Ausgestaltung des Verfahrens zeigt, dass das Gesetz selbst die erforderliche Abwägung zugunsten des Hauptaktionärs vorgenommen hat, der Beschluss also gleichsam seine Rechtfertigung in sich trägt (OLG Köln wie vor m.w.N.). Es liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der Minderheitenausschluss das einzige Ziel des Verfahrens ist oder ein treuwidriges Verhalten des Hauptaktionärs vorliegt.
G vor der Hauptversammlung bekannt gemacht wurde, in der Hauptversammlung ausliegt und dass er sich über das Bewertungsgutachten in seiner letzten Fassung und über die Angemessenheit der angebotenen Barabfindung verhält. Diesen Anforderungen genügt der Bericht der D GmbH (Anlage B 16 im Verfahren 5 U 77/07 ). Etwaige inhaltliche Mängel und andere Unzuträglichkeiten bei der Abfassung des Prüfungsberichtes können den Übertragungsbeschluss nicht unwirksam oder anfechtbar machen. Dies folgt aus der unabhängigen Stellung des gerichtlich bestellten Prüfers. Das Amt des Prüfers ist persönlich und sachlich unabhängig und weisungsfrei zum Schutz der Minderheitsaktionäre auszuüben. Damit wäre es unvereinbar, wenn die Gesellschaft oder Hauptaktionär für mögliche Fehler der Prüfung einstehen müssten, denn solche Fehler entziehen sich bei wohlverstandener unabhängiger Prüfungstätigkeit der Einflussnahme- und Korrekturmöglichkeit der Gesellschaft und des Hauptaktionärs (OLG Karlsruhe, AG 2007, 92 nach Juris Rz 21). h) Soweit Antragsgegner geltend machen, der Prüfer sei durch den Hauptaktionär ausgewählt werden, sind die Anfechtungsklagen ebenfalls offensichtlich unbegründet. Die Entscheidungsgründe des landgerichtlichen Urteils (3/5 O 111/06) enthalten die tatbestandliche Feststellung, dass der Vorsitzende der erkennenden Kammer sich im Bestellungsverfahren 3-05 O 126/05 keine Vorschläge der Hauptaktionäre habe machen lassen, sondern nur bei einer Voranfrage, ob solche Vorschläge gemacht werden können, gebeten habe, mitzuteilen, welche Wirtschaftsprüfer wegen Vorbefassungen nicht in Frage kommen. Aus dem Inhalt der Akte 3-05 O 126/05 ergebe sich, dass von der Hauptaktionärin im Bestellungsverfahren auch keinerlei Vorschlag erfolgt sei, sondern nur eine Liste von Prüfern mitgeteilt worden, die für die Beklagte, die Hauptaktionärin oder den B-Konzern schon tätig gewesen seien. Aus diesen in der Antragschrift genannten Gesellschaften sei dann der Prüfer durch das Gericht auch nicht gewählt worden. Vielmehr habe der Vorsitzende der Kammer, ohne dass die Hauptaktionärin davon Kenntnis gehabt habe, die D GmbH zur sachverständigen Prüferin für die Angemessenheit der Barabfindung für den Ausschluss der Minderheitsaktionäre bestellt. An diese Feststellungen ist der Senat
1 Nr. 1 ZPO im Berufungsverfahren gebunden Sie sind daher auch dem Freigabeverfahren zu Grunde zu legen. Es kann daher dahingestellt bleiben, ob Einwendungen gegen die Person des Prüfers nicht ohnehin nur im Bestellungsverfahren hätten geltend gemacht werden können. i) Auch soweit Antragsgegner geltend machen, es sei eine unzulässige Parallelprüfung vorgenommen worden, sind die Anfechtungsklagen offensichtlich unbegründet. Die durch Beschluss des Landgerichts vom 20.9.2005 zur Prüferin bestellte D GmbH hat ausweislich des Prüfungsberichts vom 21.9.2005 bis 26.10.2005 die Prüfung vorgenommen. Die am 26.9.2005 von der Hauptaktionärin beauftragte E AG hat laut Prüfungsbericht vom 24.10.2005 die Prüfung von September bis Oktober vorgenommen. Eine derartige Parallelprüfung ist grundsätzlich unbedenklich. Es ist
2 Satz 2 HGB zulässig, wenn der Prüfer Prüfungshandlungen bereits vor Abschluss der Arbeiten am Prüfungsgegenstand vornimmt. Ausgeschlossen ist er nur dann, wenn er über seine Prüfungstätigkeit hinaus an der Aufstellung des Berichts des Hauptaktionärs mitwirkt (§ 319 Abs. 2 Nr. 5 bis 7 HGB). Eine etwaige Einwirkung des gerichtlich bestellten Prüfers im Rahmen der Prüfungstätigkeit auf den Hauptaktionär und den in seinem Auftrag tätigen Prüfer ist unschädlich, denn die Übernahme der Ansichten und Einschätzungen des gerichtlich bestellten Prüfers ist gerade Zweck der Prüfung. Die Parallelprüfung spricht daher nicht gegen eine unabhängige (Über-)Prüfung der Angemessenheit der angebotenen Barabfindung (vgl. etwa OLG Düsseldorf, AG 2006, 202 bei Juris Rz 43). j) Soweit Antragsgegner geltend machen, der Übertragungsbericht sei unvollständig, sind die Anfechtungsklagen offensichtlich nicht begründet.
G hat der Hauptaktionär der Hauptversammlung einen schriftlichen Bericht zu erstatten, in dem die Voraussetzungen für die Übertragung dargelegt und die Angemessenheit der Barabfindung erläutert und begründet werden. Diesen Anforderungen des Gesetzes genügt der Übertragungsbericht (Anlage B16 im Verfahren 5 U 77/077). Die Voraussetzungen für die Übertragung sind auf Seite 25 ff. des Übertragungsberichts im Einzelnen dargelegt. Die Angemessenheit der Barabfindung ist auf Seite 33 des Übertragungsberichts durch Bezugnahme auf das als Anlage 4 dem Übertragungsbericht beigefügte Gutachten der E AG erläutert und begründet worden. Soweit Antragsgegner rügen, diese Informationen seien teilweise unzureichend, sind sie mit diesen Einwendungen auf das Spruchverfahren zu verweisen, denn nach § 243 Abs. 4 S. 2 AktG kann eine Anfechtungsklage auf unrichtige, unvollständige oder unzureichende Informationen in der Hauptversammlung über die Übermittlung, Höhe oder Angemessenheit von Ausgleich, Abfindung, Zuzahlung oder über sonstige Kompensationen nicht gestützt werden, wenn das Gesetz für Bewertungsrügen ein Spruchverfahren vorsieht (ebenso OLG Hamm, NZG 2005, 897 zitiert nach Juris Rz 21). k) Soweit Antragsgegner ihre Anfechtung darauf stützen, die Höhe der von der Hauptaktionärin festgesetzten - und durch die Ausschlussprüferin überprüften - Abfindung sei unangemessen, können sie damit nicht gehört werden. Mit diesem Einwand sind sie
G i.V.m. § 2 Spruchverfahrensgesetz auf das Spruchverfahren zu verweisen. Den Streit, wie im Einzelnen die angemessene Barabfindung zu berechnen ist, hat der Gesetzgeber dem Anfechtungsverfahren bewusst entzogen. Er ist damit auch nicht Gegenstand des Freigabeverfahrens
G (vgl. etwa OLG Düsseldorf, Der Konzern 2005, 747 nach Juris Rz 62). l) Auch die gegen die Gewährleistungserklärung vorgetragenen Einwendungen, die Gewährleistungserklärung sei unzureichend, weil sie etwaige Erhöhungen in einem Spruchverfahren nicht erfasse, auf einen Höchstbetrag beschränkt sei, Einwendungen der Bank nach § 334 BGB möglich seien, sie nicht selbstschuldnerisch sei und auch nicht erkennbar sei, ob sie wirksam abgegeben worden sei, können den Erfolg der Anfechtungsklagen nicht begründen. Dass die Durchsetzung des Anspruchs auf eine angemessene Abfindung durch die Bankgarantie (§ 327 b Abs. 3 AktG) lediglich in der Höhe gesichert ist, wie sie der Hauptaktionär
1 Satz 1 festgelegt hat und deswegen die Gefahr besteht, dass im Nachhinein im Spruchverfahren
G eine höhere Abfindung für angemessen erachtet wird und der Minderheitsaktionär insoweit dem Risiko der zwischenzeitlichen Insolvenz des Hauptaktionärs ausgesetzt ist, ist verfassungsrechtlich hinnehmbar (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 30.05.2007 – 1 BvR 390/04 – zitiert nach Juris Rz 25). Auch die Verzinsungsregel in § 327 b Abs. 2 AktG entspricht verfassungsrechtlichen Vorgaben (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 30.05.2007 – 1 BvR 390/04 – zitiert nach Juris Rz 26). Die als Anlage 3 dem Übertragungsbericht beigefügte Gewährleistungserklärung (Anlage B 16 im Verfahren 5 U 77/07 ) ist auch nicht auf einen Gesamthöchstbetrag beschränkt, denn die Bank übernimmt die Gewährleistung für die Verpflichtungen des Hauptaktionärs zur Zahlung der Barabfindung einschließlich etwaiger Zinsen gegenüber jedem einzelnen Minderheitsaktionär. Die Gewährleistungserklärung ermöglicht der Bank auch keine Einwendungen aus dem Vertragsverhältnis zur Hauptaktionärin gegenüber den Minderheitsaktionären und zwingt diese auch nicht zur Erhebung einer Vorausklage, denn sie ist ausdrücklich als Garantieerklärung, die einen unmittelbaren Zahlungsanspruch eines jeden Minderheitsaktionärs begründet, bezeichnet. Es ist schließlich auch ohne weiteres erkennbar, dass sie wirksam abgegeben worden ist, denn sie ist von zwei Prokuristen mit dem Zusatz ppa. unterzeichnet worden, deren Vertretungsbefugnis unschwer im Handelsregister nachprüfbar war.
HG ausschließlich den Emittenten, also die Beklagte nicht jedoch die Hauptaktionärin. o) Ohne Erfolg macht ein Teil die Antragsgegner geltend, der Beschluss über den Ausschluss der Minderheitsaktionäre sei nicht mit der erforderlichen Mehrheit zustande gekommen, weil für die von der Hauptaktionärin gehaltenen Aktien wegen nicht ordnungsgemäßer Erfüllung der Meldepflichten nach §§ 21 ff. WpHG
HG ein Stimmverbot bestanden habe. Es kann dahingestellt bleiben, ob die von den Antragsgegnern zu 2 bis 5 in deren Repliken vorgetragenen Anfechtungsgründe innerhalb der Anfechtungsfrist hätten vorgetragen werden müssen, denn ein Verstoß gegen Meldepflichten liegt nicht vor.
HG verliert der Meldepflichtige die aus der Aktie resultierenden Mit-verwaltungs- und Vermögensrechte dann, wenn die Meldepflicht
HG nicht erfüllt wird. Soweit Antragsgegner einen Verstoß gegen Meldepflichten durch die Vorlage von Ausdrucken der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Internet veröffentlichten Meldelage begründen wollen, hat dies schon deshalb keinen Erfolg, weil diese Internetveröffentlichungen keinen Rückschluss auf die Meldungen erlauben, worauf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht selbst hinweist. Die Antragstellerin hat im Einzelnen dargelegt und durch entsprechende Unterlagen belegt, dass die Meldepflichten erfüllt worden sind. Die B (jetzt C ) hat ausweislich der in Kopie vorgelegten Veröffentlichung in der Börsenzeitung vom 17.4.2004, Seite 21 (Anlage zum Schriftsatz vom 15.9.2006 - B 95 im Verfahren 5 U 77/07 ), die Überschreitung der Schwellen von 5 %, 10%, 25 %, 50 % und 75 % am 6.4.2004 und einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 98,308 % bei Zurechnung eines Stimmrechtsanteils von 22,687 % mitgeteilt. Soweit die Hauptaktionärin, die C, ausweislich der in Kopie vorgelegten Veröffentlichung in der Börsenzeitung vom 26.5.2006, Seite 21 (Anlage B 13 im Anlagenkonvolut Ast II 4 – Anlagenordner V), die Mitteilungen klarstellend dahingehend berichtigt hat, dass zusätzlich zu dem veröffentlichten Stimmrechtsanteil am 6.4.2004 ein Stimmrechtsanteil von 1,28 % zuzurechnen ist, ergibt sich auch daraus kein Verlust der aus der Aktie resultierenden Mitverwaltungs- und Vermögensrechte. Die erforderliche Mitteilung ist nämlich nicht unterlassen worden, sondern war lediglich in geringem Umfang inhaltlich unrichtig. Ein solch geringfügiger Fehler ist unerheblich, wenn der Informationszweck erreicht wird (ebenso Hüffer, AktG,
G wirksam geworden. Das Landgericht Frankfurt am Main hat zwar durch Urteil vom 30.3.2007 diesen Beschluss für nichtig erklärt. Diese Entscheidung ist jedoch nicht rechtkräftig, weil u.a. die Antragstellerin Berufung ( 5 U 77/07 ) eingelegt hat, über die der Senat noch nicht entschieden hat. Jedenfalls im Zeitpunkt der Einladung war damit der geänderte § 21 der Satzung wirksame Grundlage für die Einladung. Würde die Nichtigerklärung rechtskräftig, dann wäre der satzungsändernde Beschluss zwar mit Wirkung ex tunc nichtig. Dies vermag jedoch an der Ordnungsmäßigkeit der vor Rechtskraft erfolgten Einladung in Anlehnung an die Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft nachträglich nichts mehr zu ändern. So wird sogar bei Beherrschungsverträgen, die ihre Basis mit der erfolgreichen Anfechtung des Zustimmungsbeschlusses verloren haben, eine Wirksamkeit der jeweiligen Maßnahmen bejaht, die erst mit der Unangreifbarkeit des Anfechtungsurteils endet (Hüffer in Münchener Kommentar zum Aktiengesetz, 2. Auflage 2001, § 248 Rz 22).
G zu TOP 10 der Hauptversammlung vom 27.2.2007, der die Zustimmung zu einem Unternehmensvertrag zwischen der Antragstellerin und der BB GmbH vom 10.11./23.11.2006 zum Gegenstand hat. Aus dem Bericht ergibt sich zwar unstreitig, dass die Antragstellerin alle Geschäftsanteile der BB GmbH hält, die wiederum 90 % der Anteile der B GmbH hält. Dem Bericht kann jedoch nicht entnommen werden, dass dies bereits im Zeitpunkt der Hauptversammlung vom 13./14.12.2005 der Fall war. Die Antragstellerin hat hierzu vorgetragen, dass die Antragstellerin erst seit dem 20.6.2006 alle Geschäftsanteile der BB GmbH hält, die 90 % der Anteile der B GmbH hält und zu diesem Zeitpunkt laut Handelsregistereintrag vom 8.6.2006 (HRA 2867 – AG Königstein – Anlage B 15 im Verfahren 3/ 5 O 56/07 ) die B GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin der Hauptaktionärin ausgeschieden war. Diesem Tatsachenvortrag sind die Antragsgegner zu 28) bis 34) innerhalb der vom Landgericht gesetzten Frist zur Replik nicht mehr entgegengetreten (Bl. 1426 d.A. 3/ 5 O 56/07 – LG Frankfurt am Main). Soweit die Antragsgegnerin zu 11) vorträgt (Bl. 1304 d.A. 3/ 5 O 56/07 – LG Frankfurt am Main), die Antragstellerin habe in der Klageerwiderung bestätigt, dass die BB GmbH und die B GmbH Tochtergesellschaften der Antragstellerin sind, betrifft diese Bestätigung erst die Zeit ab 20.6.2006. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die Hauptaktionärin zugleich Enkelgesellschaft der Antragstellerin ist oder war. h) Soweit Antragsgegner die Anfechtung des Bestätigungsbeschlusses darauf stützen, dass die Hauptaktionärin die Quote von 95 % nur erreicht habe, weil die Antragstellerin einen Bestand an eigenen Aktien habe, sind die Anfechtungsklagen offen-sichtlich unbegründet, denn die eigenen Aktien der Antragstellerin sind
G für die Ermittlung der erforderlichen Mehrheitsbeteiligung von 95 % an der Antragstellerin mit Recht nicht berücksichtigt worden (ebenso OLG Karlsruhe AG 2007, 92 zitiert nach Juris Rz 14). III. Die Kostenentscheidung folgt aus § 91 Abs. 1 ZPO, die Festsetzung des Beschwerdewertes beruht auf §§ 3 ZPO, 247 AktG unter Berücksichtigung des zu bewertenden Interesses der Antragstellerin an der Überwindung der Registersperre. Die Rechtsbeschwerde war nicht zuzulassen, weil sie in Freigabeverfahren ausgeschlossen, also bereits nicht statthaft ist (vgl. zu § 16 Abs. 3 UmwG: BGH, Beschluss vom 29. Mai 2006 – II ZB 5/06 , BGHZ 168, 48 , Juris-Rz. 15). Permalink: http://openjur.de/u/181550.html Kommentare
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