Gesellschaftsvertrages). Persönlich haftende Gesellschafterin der Klägerin ist die Cin Z, die zur Geschäftsführung und Vertretung der Klägerin berechtigt und verpflichtet ist (§ 6 Abs. 1
Gesellschaftsvertrages). Das Geschäftsjahr der Klägerin beginnt am 1. Juni eines Jahres und endet am 31. Mai
Folgejahres. Zur Finanzierung
Gesellschaftszwecks war im Gesellschaftsvertrag vorgesehen, dass die Klägerin nach Maßgabe ihrer Genussrechtsbedingungen vom 17. März 2011 Genussrechtskapital i.H.v. 10 Mio. € - mit nachfolgendem Beschluss erhöht auf 15.5 Mio € - mit einer Mindestlaufzeit zwischen 5 und 25 Jahren und darüber hinaus Fremdkapital aufnimmt (§ 3 Abs. 1
Gesellschaftsvertrages). Die Genussrechtsinhaber haben das Genussrechtskapital jeweils zuzüglich Agio zu überlassen. Im Fall der Einmalzahlung beträgt das Agio 5 % und bei Ratenzahlungen 6 % der Zeichnungssumme (§ 1 Nr. 4 der Genussrechtsbedingungen). Wegen der Einzelheiten wird auf den Gesellschaftsvertrag vom
Beklagten hat die Klägerin die Grundstücke Y+X im ersten Halbjahr 2014 veräußert.
Weiteren hat die Klägerin im Jahr 2014 die Sanierung einer im V in W belegenen Immobilie mit der Veräußerung von neun Eigentumswohnungen abgeschlossen. Die Klägerin stellt sich hierzu in Pressemitteilungen u.a. vom
vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den
Bundesfinanzhofs (BFH) vom
gewerblichen Grundstückshandels regelmäßig der Zeitpunkt anzusehen, in der der Steuerpflichtige mit Tätigkeiten beginnt, die objektiv erkennbar auf die Vorbereitung der Grundstücksgeschäfte gerichtet sind. Im vorliegenden Fall sei der Kaufvertrag für die Objekte in W zwar erst nach Ablauf
streitigen Wirtschaftsjahres am
Kaufvertrages beauftragt worden. Der Entwurf
notariellen Kaufvertrages habe der Klägerin bereits am
Kaufvertrages geeinigt hätten, der Erwerb der Immobilien mithin festgestanden habe. In den sogenannten Errichtungsfällen habe der BFH ausdrücklich bestätigt, dass es für den Beginn
gewerblichen Grundstückshandels ausreiche, wenn mit einer Verwirklichung
Bauvorhabens gerechnet werden konnte und gerechnet wurde. So liege die Sache auch hier, zumal die Rechtsprechung ausdrücklich betone, dass der Beginn
Gewerbebetriebes nicht auf einen zu späten Zeitpunkt verlagert werden dürfe. Bei der Herstellung und Veräußerung von Waren sei anerkannt, dass zum Gegenstand
gewerblichen Betriebes bereits die Herstellung der Waren gehöre. Entsprechendes gelte, wenn der Unternehmensgegenstand einer Schiffs-Gesellschaft auf den Bau und die Veräußerung
Schiffes gerichtet sei. In diesem Fall sei bereits der Bau
Schiffes - und nicht etwa
sen Fertigstellung - als Beginn der sachlichen Gewerbesteuerpflicht anzusehen (Hinweise auf: Urteile
Finanzgerichts Hamburg vom
Immobilienhandels könne nach Auffassung der Klägerin nichts anderes gelten. Die werbende Tätigkeit der Klägerin beginne daher nicht erst mit dem Übergang
wirtschaftlichen Eigentums an dem Grundbesitz. Auf diesen rein formellen Aspekt komme es nicht an. Entscheidend sei vielmehr, dass zum typischen Berufsbild eines Grundstückshändlers der gesamte Vorgang der Immobilienbeschaffung gehöre. Ein Grundstückshändler beteilige sich daher bereits dann am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr, wenn er sich mit Immobilienmaklern oder Grundstückseigentümern zwecks Grundstückserwerb in Verbindung setze, die Objektdaten mit den Maklern/Eigentümern austausche, Objektbesichtigungen vornehme und/oder Vertragsanbahnungsgespräche führe. Darin liege zugleich der Beginn der sachlichen Gewerbesteuerpflicht. Diese Voraussetzungen seien vorliegend erfüllt. Die sachliche Gewerbesteuerpflicht der Klägerin habe aber nach Auffassung der Klägerin noch aus einem weiteren Grund bereits im Wirtschaftsjahr 2011/2012 begonnen. Denn die Klägerin habe die Einzahlungen der von ihr am Kapitalmarkt geworbenen Genussrechtsinhaber verzinslich angelegt und hieraus Zinserträge erwirtschaftet. Die verzinsliche Zwischenanlage
Genussrechtskapitals gehöre zu ihrem Unternehmensgegenstand, auch wenn dies in § 2 Abs. 1
Gesellschaftsvertrages nicht ausdrücklich erwähnt werde. Dies vor folgendem Hintergrund: Die von der Klägerin geplanten Immobilieninvestitionen würden einen hohen Kapitaleinsatz erfordern. Da die Genussrechtsinhaber das von ihnen gezeichnete Kapital auch als Ratenzahlung erbringen könnten, stehe fest, dass jeder Investitionsentscheidung eine sogenannte Ansparphase vorausgehe bis das erforderliche (Eigen-) Kapital zur Verfügung stehe. Während dieser Ansparphase werde das Kapital konzeptionsmäßig verzinslich angelegt. Im Wirtschaftsjahr 2011/2012 sei jeweils ein Darlehen an die D und an die E ausgereicht worden. Die Zinserträge hätten sich auf 2.964,01 € belaufen. Entgegen der Auffassung
Beklagten habe die Klägerin im Wirtschaftsjahr 2011/2012 nicht nur verzinsliche Bankkonten unterhalten. Sie habe sich vielmehr an einen - wenn auch begrenzten - Interessentenkreis gewandt und damit die Voraussetzungen für die erforderliche Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr erfüllt. Die Klägerin beantragt,unter Aufhebung
Ablehnungsbescheides vom
gewerblichen Grundstückshandels sei regelmäßig der Zeitpunkt anzusehen, in dem der Steuerpflichtige mit Tätigkeiten beginne, die objektiv erkennbar auf die Vorbereitung der Grundstücksgeschäfte gerichtet seien. Im Fall
Erwerbs und späterer Veräußerung von Grundstücken beginne der gewerbliche Grundstückshandel grundsätzlich im Zeitpunkt
Grundstückserwerbs. Der Zeitpunkt
Grundstückserwerbs sei somit der Zeitpunkt
Übergangs
wirtschaftlichen Eigentums an dem Grundstück, d.h. der Übergang von Besitz, Gefahr, Lasten und Nutzungen. In IV.1
notariellen Kaufvertragsentwurfes sei als Zeitpunkt dieses Übergangs der auf die vollständige Kaufpreiszahlung folgende Monatserste bestimmt. Zeitpunkt
Grundstückserwerbs und somit der Beginn
gewerblichen Grundstückshandels könne nach ständiger BFH-Rechtsprechung somit frühestens der 1. Juli 2012 sein. Die Vorbereitungshandlungen für den Grundstückserwerb hätten noch nicht zum Beginn der Gewerbesteuerpflicht der Klägerin geführt. Es sei korrekt, dass in Errichtungsfällen der gewerbliche Grundstückshandel bereits beginne, wenn mit einer Verwirklichung
Bauvorhabens gerechnet werden könne, d.h. mit Stellung
Bauantrags, mit der Einreichung der Bauunterlagen bzw. dem Beginn der Herstellung. Im Streitfall liege jedoch nicht die Fallgruppe "Errichtung und Veräußerung", sondern die Fallgruppe "Erwerb und Veräußerung" vor. Im BMF-Schreiben vom 26. März 2004 werde in vier möglichen Fallgruppen der Beginn
gewerblichen Grundstückshandels - unter Berücksichtigung der BFH-Rechtsprechung - konkret definiert. Danach sei im Streitfall auf den Zeitpunkt
Grundstückserwerbs abzustellen. Hinsichtlich der erzielten Kapitalerträge aus verzinslichen Geldanlagen ist der Beklagte unter Hinweis auf ein BFH-Urteil vom 18. Juli 1990 I R 98/87 , BStBl II 1990, 1073 der Auffassung, für eine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr sei eine verzinsliche Geldanlage nicht ausreichend. Dem Senat haben die vom Beklagten für die Klägerin geführten Akten (ein Band Rechtsbehelfsakte, ein Band Bilanzakte und ein Heft Gewerbesteuerakte) vorgelegen. Gründe Die zulässige Klage ist begründet. Der Beklagte hat zu Unrecht den Antrag der Klägerin auf Feststellung
vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den
Gewerbesteuergesetzes (GewStG) ist ohne Bindung an den Gewerbesteuermessbescheid
Erhebungszeitraums, auf
sen Ende der vortragsfähige Fehlbetrag nach § 10a GewStG gesondert festzustellen ist, selbständig zu prüfen, ob eine sachliche Gewerbesteuerpflicht nach § 2 Abs. 1 GewStG besteht. Der Gewerbesteuermessbescheid
Erhebungszeitraums, auf
sen Ende der vortragsfähige Fehlbetrag gesondert festzustellen ist, ist für den Verlustfeststellungsbescheid dieses Erhebungszeitraums kein Grundlagenbescheid i.S.
10 AO, soweit das Merkmal der sachlichen Steuerpflicht von Bedeutung ist. Der Gewerbesteuermessbescheid entfaltet insoweit keine Bindungswirkung für den Verlustfeststellungsbescheid (BFH-Urteil vom
vom Kalenderjahr abweichenden maßgebenden Wirtschaftsjahres 2011/2012 zum 31. Mai 2012 (§ 4a Abs. 2 Nr. 2
Einkommensteuergesetzes - EStG -) noch keine sachliche Gewerbesteuerpflicht der Klägerin gegeben war. a) Nach ständiger Rechtsprechung beginnt die sachliche Gewerbesteuerpflicht der unter § 2 Abs. 1 GewStG fallenden Gewerbebetriebe erst, wenn alle tatbestandlichen Voraussetzungen eines (originären oder fiktiven) Gewerbebetriebs erfüllt sind (§ 2 Abs. 1 Satz 2 GewStG i.V.m. § 15 Abs. 2 bzw. Abs. 3 EStG) und der Gewerbebetrieb in Gang gesetzt worden ist. Maßgebend für den Beginn
Gewerbebetriebs i.S.
StG ist der Beginn der werbenden Tätigkeit. Entscheidend ist, wann die Voraussetzungen für die erforderliche Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr tatsächlich erfüllt sind, so dass das Unternehmen sich daran mit eigenen gewerblichen Leistungen beteiligen kann. Der Zeitpunkt
Beginns der werbenden Tätigkeit ist unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung nach den jeweiligen Umständen
Einzelfalls zu ermitteln und kann für die verschiedenen Betriebsarten unterschiedlich zu bestimmen sein. Was als werbende Tätigkeit anzusehen ist, richtet sich nach dem von der Gesellschaft verfolgten Gegenstand ihrer Tätigkeit. Dabei kann auch auf den im Gesellschaftsvertrag beschriebenen Gegenstand
Unternehmens zurückgegriffen werden. Allerdings handelt es sich insoweit lediglich um ein Indiz; letztlich maßgebend ist die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit Diese Rechtsgrundsätze gelten gleichermaßen für Einzelgewerbetreibende wie für Personengesellschaften, und zwar unabhängig von der Rechtsform ihrer Gesellschafter (BFH-Urteil vom 13. Oktober 2016 IV R 21/13 , BStBl II 2017, 475 , m.w.N. aus der Rechtsprechung). Ebenso wie der Einzelunternehmer kann auch die Personengesellschaft mehrere Betriebe nacheinander betreiben. Dementsprechend kann bspw. auch eine Personengesellschaft, deren Zweck nach ihrem Gesellschaftsvertrag (nur) der Erwerb und Betrieb eines Schiffs ist, vor Beginn dieses Schiffsbetriebs bereits einen anderen Gewerbebetrieb unterhalten, sofern sie tatsächlich Tätigkeiten entfaltet, die die Voraussetzungen eines Gewerbebetriebs i.S.
StG erfüllen und sich nicht lediglich als Vorbereitungshandlungen
Schiffsbetriebs darstellen. Stellen sich danach bestimmte Tätigkeiten nicht lediglich als Vorbereitungshandlungen eines noch nicht in Gang gesetzten Gewerbebetriebs, sondern bereits als eigenständige werbende Tätigkeit dar, bedeutet dies andererseits nicht, dass es sich bei dem damit schon in Gang gesetzten Gewerbebetrieb um einen gegenüber dem an sich beabsichtigten Gewerbebetrieb eigenständigen Gewerbebetrieb handelt, der beendet wird, bevor die andere werbende Tätigkeit aufgenommen wird. Vielmehr kann es sich auch um ein und denselben Gewerbebetrieb handeln,
sen Beginn zeitlich vorverlagert wurde und der später lediglich um eine weitere Tätigkeit erweitert wird. Insoweit ist zu berücksichtigen, dass eine Personengesellschaft - anders als ein Einzelunternehmer - zur gleichen Zeit nur einen Gewerbebetrieb i.S.
StG unterhalten kann, selbst wenn sie gleichzeitig sachlich an sich selbständige Tätigkeiten ausübt (BFH-Urteil vom 13. April 2017 IV R 49/15 , BFH/NV 2017, 1129 , m.w.N. aus der Rechtsprechung). Auch die Tätigkeit einer i.S.d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gewerblich geprägten, vermögensverwaltenden Personengesellschaft führt zu einem stehenden Gewerbebetrieb i.S.d. § 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG, obwohl diese Gesellschaft keine originär gewerblichen Einkünfte erzielt. Für den Beginn
Gewerbebetriebs einer solchen Gesellschaft ist grundsätzlich auf die Aufnahme der vermögensverwaltenden Tätigkeit abzustellen (BFH-Urteil vom 20. November 2003 IV R 5/02 , BStBl II 2004, 464 ). Ist eine Personengesellschaft allerdings zu dem Zweck gegründet worden, eine originär gewerbliche Tätigkeit zu entfalten, und erfüllt diese Gesellschaft im Übrigen die Merkmale
G, beginnt der Gewerbebetrieb nicht allein wegen der in der Vorbereitungsphase der originär gewerblichen Tätigkeit üblicherweise anfallenden vermögensverwaltenden Tätigkeiten bereits mit deren Aufnahme. Daher können selbst mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene vermögensverwaltende Tätigkeiten einer gewerblich geprägten Personengesellschaft im Einzelfall noch als Vorbereitungshandlungen einer werbenden originär gewerblichen Tätigkeit zu werten sein. Überschreiten die vermögensverwaltenden Tätigkeiten allerdings das Maß
sen, was zur Aufnahme der originär gewerblichen Tätigkeit erforderlich und üblich ist, handelt es sich bei diesen Tätigkeiten nicht mehr um bloße Vorbereitungshandlungen der noch nicht aufgenommenen originär gewerblichen Tätigkeit, sondern um die Ingangsetzung eines Gewerbebetriebs, der mit der Aufnahme der Vermögensanlage beginnt. Ob dieser Gewerbebetrieb vor Aufnahme der originär gewerblichen Tätigkeit endet oder um diese später lediglich erweitert wird, richtet sich danach, ob der "bisherige" und der "neue" Betrieb bei wirtschaftlicher Betrachtung und nach der Verkehrsauffassung identisch sind. Dabei ist ohne Bedeutung, ob die im Rahmen der Vermögensanlage erwirtschafteten Mittel dem originär gewerblichen Betrieb zugeführt oder für andere Zwecke verwendet worden sind (BFH-Urteil vom 13. April 2017 IV R 49/15 , BFH/NV 2017, 1129 , m.w.N. aus der Rechtsprechung). b) Nach diesen Rechtsgrundsätzen ist der Beklagte zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Klägerin im maßgeblichen Wirtschaftsjahr 2011/2012 vom 1. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2012 noch nicht in die sachliche Gewerbesteuerpflicht eingetreten ist. aa) Gesellschaftszweck der Klägerin und nach den Internetrecherchen
Beklagten auch verfolgter Gegenstand ihrer Tätigkeit ist der gewerbliche Grundstückshandel (zu
sen Voraussetzungen: BFH-Urteil vom 21. Juni 2001 III R 27/98 , BStBl II 2002, 537 , m.w.N. aus der Rechtsprechung). Die für gewerblich geprägte, vermögensverwaltende Personengesellschaften geltenden Grundsätze finden
halb auf die Klägerin keine Anwendung. bb) Hiervon ausgehend kann zunächst ausgeschlossen werden, dass die Klägerin mehrere Gewerbebetriebe i.S.
StG nacheinander betrieben hat, wobei ein erster Gewerbebetrieb auf eine bloß vermögensverwaltende Tätigkeit in Gestalt der verzinslichen (Zwischen-)Anlage
Genussrechtskapitals gerichtet gewesen sein könnte und erst ein zweiter Gewerbebetrieb auf den gewerblichen Grundstückshandel. Denn die Geschäftstätigkeit der Klägerin beschränkte sich im maßgeblichen Wirtschaftsjahr 2011/2012 nach den Feststellungen
Jahresabschlusses der Klägerin zum 31. Mai 2012 ausschließlich auf die Emission von Genussrechten zur Finanzierung ihres Gesellschaftszwecks,
gewerblichen Grundstückshandels. Eine sonstige, davon selbständig zu betrachtende Zweckverfolgung der Klägerin ist nicht darin zu sehen, dass sie das Genussrechtskapital zwischenzeitlich auf Bankkonten verzinslich angelegt und hiervon (zwei) Darlehen begeben hat. Derartige Tätigkeiten werden in § 2
Gesellschaftsvertrages weder ausdrücklich als Gesellschaftszweck bezeichnet noch lässt sich allein aus der Berechtigung zu allen Rechtsgeschäften und Rechtshandlungen, die geeignet erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern (§ 2 Abs. 2 Satz 1
Gesellschaftsvertrages) herleiten, dass die Verwaltung
Genussrechtskapitals, insbesondere
sen verzinsliche Anlage, einem eigenständigen Gesellschaftszweck gedient haben könnte. Weder war den Genussrechtsinhabern versprochen worden, deren Gelder in Kapitalanlagen zu investieren, noch hat die Verwaltung
Genussrechtskapitals das Maß üblicher Vorbereitungshandlungen überschritten. Vielmehr handelt es sich hierbei um gewerbesteuerrechtlich noch unbeachtliche Vorbereitungshandlungen. Dass die Klägerin hierbei Zinserträge erzielt hat, begründet noch keine werbende Tätigkeit der Klägerin, weil die Erzielung von Kapitalerträgen durch das Genussrechtskapital weder Geschäftszweck noch Gegenstand der Tätigkeit der Klägerin war. Vielmehr handelte es sich um eine beiläufige Folge der finanztechnischen Abwicklung und Verwaltung
eingeworbenen Kapitals vor
sen Investition in die Immobiliengeschäfte der Klägerin. Dass es für die Klägerin wirtschaftlich sinnvoll und vorteilhaft war, eine zeitweise Verzinsung der zu investierenden Gelder zu erreichen, steht dieser Würdigung nicht entgegen, weil die Kapitalanlage und -begebung vorliegend nur ein "Durchgangsstadium" zur geschäftsplanmäßigen Investition in das Immobiliengeschäft darstellt. Dies belegt auch der Umstand, dass die Klägerin zeitnah zur Einwerbung
Genussrechtskapitals die Grundstücke Y+X erworben hat. cc) Im Streitfall ist daher für die Frage
Beginns der sachlichen Gewerbesteuerpflicht der originär gewerblich tätigen Klägerin deren Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr von gewerbesteuerrechtlich noch unbeachtlichen Vorbereitungshandlungen der Klägerin abzugrenzen. Waren Gesellschaftszweck und die ihm entsprechende tatsächliche Betätigung der Klägerin auf den gewerblichen Grundstückshandel gerichtet, so ist demnach entscheidend, wann die Voraussetzungen für die erforderliche Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr tatsächlich erfüllt sind, so dass sich die Klägerin mit eigenen gewerblichen Leistungen beteiligen konnte. Nach ständiger BFH-Rechtsprechung beginnt beim gewerblichen Grundstückshandel der Gewerbebetrieb in dem Zeitpunkt, in dem der Steuerpflichtige mit Tätigkeiten beginnt, die objektiv erkennbar auf die Vorbereitung der Grundstücksgeschäfte gerichtet sind. Dies ist im Falle
Handels mit Grundstücken regelmäßig der Zeitpunkt
Grunderwerbs, sofern in diesem Zeitpunkt zumindest eine bedingte Verkaufsabsicht anzunehmen ist. Mit dem Beginn
gewerblichen Grundstückshandels werden die Objekte notwendiges Betriebsvermögen, und zwar Umlaufvermögen (BFH-Urteil vom 21. Juni 2001 III R 97/98, BStBl II 2002, 537 , m.w.N. aus der Rechtsprechung). Von diesen Rechtsprechungsgrundsätzen geht auch der Beklagte aus. Er vertritt jedoch (in seiner Einspruchsentscheidung unter Hinweis auf das Urteil
Finanzgerichts Düsseldorf vom 3. August 1999 8 K 5495/97 , EFG 1999, 1300 ) die Auffassung, so wie die sachliche Gewerbesteuerpflicht eines Betriebs, der auf den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen gerichtet ist, nicht vor Erwerb mindestens eines Unternehmens beginne, beginne die Gewerbesteuerpflicht eines Betriebs, der auf den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Grundstücken gerichtet ist, ebenfalls nicht vor dem Erwerb von mindestens einem Grundstück. Die Klägerin hat jedoch zutreffend darauf hingewiesen, dass es nach der BFH-Rechtsprechung zu den sogenannten "Errichtungsfällen" und zur sogenannten "Ein-Schiff-Gesellschaft" anerkannt sei, dass bei unbedingter Veräußerungsabsicht - die hier von den die Beteiligten übereinstimmend angenommen wird - bereits die Herstellung der später zu veräußernden Waren bzw. der Bau
Schiffes als Beginn der sachlichen Gewerbesteuerpflicht anzusehen sei. Für den vorliegenden Fall
Immobilienhandels könne nichts anderes gelten. Ein Grundstückshändler beteilige sich daher bereits dann am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr, wenn er - wie hier die Klägerin - Kontakt zu Immobilienmaklern aufnehme, an Wohnungsbesichtigungen teilnehme, Kaufvertragsverhandlungen durchführe und diese Verhandlungen (zeitnah) zum Abschluss bringe. Der BFH geht in den Entscheidungen zur Ingangsetzung
Gewerbebetriebs einer "Ein-Schiff-Gesellschaft" - ebenso wie bei dem Erwerb und der Bebauung von Grundbesitz mit unbedingter Veräußerungsabsicht - davon aus, dass bereits der Bau bzw. der Erwerb
Schiffs als Beginn der werbenden Tätigkeit anzusehen ist, wenn bereits bei Abschluss
Bau- oder Kaufvertrags eine unbedingte Veräußerungsabsicht vorgelegen hat (zur "Ein-Schiff-Gesellschaft": BFH-Urteile vom
Senats zu entnehmen, dass vorliegend die Klägerin bereits im Wirtschaftsjahr 2011/2012 mit der Beauftragung
Maklerbüros im März 2012, der Besichtigung der Grundstücke im April 2012, den Kaufvertragsverhandlungen und der Beauftragung
Notars zur Fertigung
Grundstückskaufvertragsentwurfes im Mai 2012 mit Tätigkeiten begonnen hat, die objektiv erkennbar auf die Vorbereitung der Grundstücksgeschäfte gerichtet waren. Der BFH-Rechtsprechung, dass bei einem gewerblichen Grundstückshandel der Gewerbebetrieb "regelmäßig" mit dem Zeitpunkt
Grunderwerbs beginnt, sofern in diesem Zeitpunkt zumindest eine bedingte Verkaufsabsicht anzunehmen ist (BFH-Urteil vom 21. Juni 2001 III R 7 20/98, BStBl II 2002, 537 ), kann nicht entnommen werden, dass trotz eindeutiger substantieller Vorbereitungshandlungen erst der nachfolgende Grundstückserwerb, der hier im engen zeitlichen Zusammenhang zu den Vorbereitungshandlungen stattgefunden hat, als Beginn
gewerblichen Grundstückshandels anzusehen ist. Die Kostenentscheidung folgt aus § 135 Abs. 1 FGO. Die Revision wird nicht zugelassen. Soweit das Finanzgericht Düsseldorf in seinem Urteil vom 3. August 1999 8 K 5495/97 G, EFG 1999, 1300 angenommen hat, die sachliche Gewerbesteuerpflicht eines Betriebes, der auf den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen gerichtet ist, beginne nicht vor Erwerb mindestens eines Unternehmens, sieht der Senat eine Zulassung wegen Abweichung nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO nicht gegeben. Das Finanzgericht Düsseldorf hat in seiner Entscheidung im Wesentlichen darauf abgestellt, dass dortige Unternehmen sei vor Erwerb mindestens eines Unternehmens noch nicht "lieferfähig" gewesen und hätte sich davor nicht "mit eigenen gewerblichen Leistungen am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligen" können. Die hierzu zitierten Entscheidungen
BFH betreffen jedoch nicht - wie hier - den Fall, dass von vornherein die Veräußerung eines Grundstücks beabsichtigt war, sondern Fälle, in denen von vornherein der Betrieb von Wassersammelbecken (BFH-Urteil vom
Beginns der gewerblichen Tätigkeit, wenn von vornherein die Veräußerung und nicht der Betrieb beabsichtigt war: BFH-Beschluss vom
BFH (und der Auffassung der Finanzverwaltung) zum Beginn
gewerblichen Grundstückshandels. Permalink: https://openjur.de/u/2312420.html ( https://oj.is/2312420 ) Volltext Druckansicht Zitate 13 Zitiert 0 Referenzen 0 Schlagworte Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Über openJur English openJur e.V.
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