3 Nr 2b Sozialgerichtsgesetz <SGG>). Der Kläger begehrt - wie bei verständiger Würdigung (
SGG) aus seiner im Beschwerdeverfahren vorgelegten Klagebegründung erhellt - die Gewährung von höherem Arbeitslosengeld II unter Berücksichtigung von Mehrbedarfsleistungen für kostenaufwändige Ernährung auf der Grundlage von § 21 Abs. 5 Sozialgesetzbuch - Grundsicherung für Arbeitsuchende - (SGB II), und zwar in der ihm bislang, dh bis 31. Oktober 2019 gewährten Höhe von 10vH des mtl Regelbedarfs, weil sich sein Gesundheitszustand nicht verändert habe. Die Gewährung eines Mehrbedarfs wegen kostenaufwändiger Ernährung allein kann nicht zulässiger Streitgegenstand eines gerichtlichen Verfahrens sein. Die Regelungen der Beklagten über die laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (mit Ausnahme der Kosten der Unterkunft und Heizung) lassen sich in rechtlich zulässiger Weise nicht in weitere Streitgegenstände aufspalten (
etwa Bundessozialgericht <BSG>, Urteil vom
BSG aaO Rn 15) - geregelten Bewilligungszeitraum vom
hierzu zum Mehrbedarf BSG aaO Rn 14 mwN). Vernünftigerweise ergibt für den Bescheidempfänger in diesem Fall vielmehr die Auslegung, die rechtlich die einzig zulässige ist, eine (ablehnende) Regelung der Beklagten über eine höhere Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts unter Berücksichtigung des geltend gemachten Mehrbedarfs nur für solche Bewilligungsabschnitte, die im Zeitpunkt der Behördenentscheidung in der Vergangenheit bzw der Gegenwart lagen. Nur auf diesen Zeitraum bezieht sich damit der im Wege der Auslegung gewonnene Klageantrag (BSG aaO). Bescheide, die anschließende Bewilligungszeiträume ab 1. November 2020 regeln, können daher nicht gemäß § 96 SGG Gegenstand des Klageverfahrens geworden sein. Da der Kläger somit keine wiederkehrenden oder laufenden Leistungen für mehr als ein Jahr geltend macht (
1 Satz 2 SGG), für den streitgegenständlichen Zeitraum Mehrbedarfsleistungen wegen kostenaufwändiger Ernährung von insgesamt mehr als 750,- € (
1 Satz 1 Nr 1 SGG) nicht ersichtlich sind und auch im Übrigen höhere SGB II-Leistungen ausgehend von der vorliegenden Bewilligung vom 23. September 2019 weder geltend gemacht werden noch erkennbar sind, bedürfte in der Hauptsache die Berufung nach § 144 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGG der Zulassung. Die PKH-Beschwerde ist daher unabhängig von den Erfolgsaussichten der Klage, die der Senat nicht zu prüfen hatte, unzulässig. Kosten sind im PKH-Beschwerdeverfahren kraft Gesetzes nicht zu erstatten (
Vm § 127 Abs. 4 Zivilprozessordnung). Dieser Beschluss kann nicht mit der Beschwerde an das BSG angefochten werden (§ 177 SGG). Permalink: https://openjur.de/u/2347153.html ( https://oj.is/2347153 ) Volltext Druckansicht PDF Download Zitate 0 Zitiert 0 Referenzen 0 Schlagworte Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Über openJur English openJur e.V.
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