(1)Bei mehreren Berechtigten (Eltern) ist das Kindergeld an denjenigen zu zahlen, in dessen Haushalt das Kind aufgenommen ist, auch wenn die Berechtigten zivilrechtlich etwas anderes vereinbart haben (BFH-Beschluss vom
- November 1998 VI B 125/98 , BFHE 187, 477 , BStBl II 1999, 137 ). Durch zivilrechtliche Vereinbarungen, auch wenn sie durch gerichtlichen Vergleich bestätigt werden, kann § 64 Abs. 2 Satz 1 EStG nicht außer Kraft gesetzt werden (BFH-Urteil vom
- Mai 2002 VIII R 64/00 , BFH/NV 2002, 1425 , unter II.3.).
(2)Zwar kann der Anspruch auf Kindergeld als Steuervergütung (§ 31 Satz 3 EStG) unter bestimmten Voraussetzungen abgetreten werden (vgl. § 46 AO). Die Abtretung erfasst indes nicht die gesamte Rechtsstellung des Kindergeldberechtigten. Übertragen werden kann nur der Zahlungsanspruch im Auszahlungsverfahren, nicht die Antragsberechtigung im Festsetzungsverfahren (vgl. BFH-Urteile vom
- März 1975 VI R 238/71 , BFHE 115, 413 , BStBl II 1975, 669 , unter 2.; vom
- August 1998 VII R 114/97 , BFHE 187, 1 , BStBl II 1999, 84 , unter II.1.b; vom
- April 2013 VII R 44/12 , BFHE 241, 291 , BStBl II 2013, 778 , Rz 16; BFH-Beschluss vom
- Dezember 2008 VII B 155/08 , BFH/NV 2009, 715 ).
- Der Senat entscheidet mit Einverständnis der Beteiligten ohne mündliche Verhandlung (§ 121 Satz 1 i.V.m. § 90 Satz 2 FGO).
- Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 1 FGO. Permalink: https://openjur.de/u/2352120.html ( https://oj.is/2352120 ) Volltext Druckansicht PDF Download Zitate 12 Zitiert 3 Referenzen 0 Schlagworte Problem melden Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Über openJur English openJur e.V.