wirkung am Einzug eines Inhaberverrechnungsschecks als Zwischenbank grob fahrlässig nicht erkannt habe, daß der Scheck abhanden gekommen war. Am
ihrer Firma und Anschrift sowie eine Unterschrift. Darunter folgt der Name "H. Ba." sowie ein Stempel der Y. nebst Unterschrift. Ein
arbeiter der Beklagten hat deren Stempel hinzugefügt und unterschrieben. Die M. GmbH bezahlte die Rechnungen der D. Deutschland Inc. anderweitig, nahm die Kreissparkasse B. auf Erstattung des Scheckbetrages nebst Unkosten in Anspruch und erhielt vom Kläger nach Abschluß eines Vergleichs 48.500 DM gegen Abtretung etwaiger Ansprüche gegen die Beklagte. Der Kläger nimmt die Beklagte auf Zahlung von 24.250 DM in Anspruch. Die Klage ist in den Vorinstanzen erfolglos geblieben.
der -zugelassenen -Revision verfolgt der Kläger seinen Klageantrag weiter. Gründe Die Revision ist unbegründet. I. Das Berufungsgericht hat zur Begründung seiner Entscheidung im wesentlichen ausgeführt: Die auf § 426 Abs. 1 und 2 BGB i.V.
1 VVG und § 398 BGB gestützte Klageforderung sei nicht begründet. Die Beklagte habe bei der Entgegennahme und Weiterleitung des Schecks nicht grob fahrlässig im Sinne des Art. 21 ScheckG i.V.
Aus der Scheckurkunde ergäben sich keine Verdachtsmomente für ein Abhandenkommen. Die Verschiedenheit von Schecknehmerin und -einreicher (Disparität) habe über die Prüfung der von der Schecknehmerin bis zur Beklagten reichenden Indossamentenkette auf der Scheckrückseite hinaus keine weitergehenden Pflichten der Beklagten zur Überprüfung der Verfügungsberechtigung des Einreichers begründet. Die Indossamentenkette, insbesondere der Firmenstempel der Schecknehmerin, weise keine Anzeichen einer Fälschung auf. Ob die Beklagte die Rückseite des Schecks tatsächlich überprüft habe, sei unerheblich, weil das Unterlassen dieser Prüfung für die Einlösung des Schecks jedenfalls nicht ursächlich gewesen sei. II. Diese Beurteilung hält rechtlicher Überprüfung im Ergebnis stand. Die Klageforderung ist unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt begründet. 1. Der Kläger hat gegen die Beklagte keinen Schadensersatzanspruch gemäß §§ 990 Abs. 1, 989 BGB i.V.
G aus abgetretenem Recht der Scheckausstellerin (§ 398 BGB), weil die Beklagte bei der Entgegennahme des Schecks von der türkischen Y. und der Weiterleitung an die Bezogene nicht grob fahrlässig gehandelt hat. a) Grobe Fahrlässigkeit kann allerdings nicht
der vom Berufungsgericht gegebenen Begründung verneint werden. Die Entscheidung, ob die fehlende Kenntnis eines Kreditinstituts vom Mangel seines Rechts zum Besitz eines Schecks auf grober Fahrlässigkeit beruht, ist zwar im wesentlichen eine solche der tatrichterlichen Würdigung, die
der Revision nur beschränkt angreifbar ist. Der Nachprüfung unterliegt aber, ob der Tatrichter den Rechtsbegriff der groben Fahrlässigkeit oder die Pflichten des Kreditinstituts bei der Entgegennahme von Schecks verkannt hat (st.Rspr.; vgl. Senatsurteile vom
der Weiterleitung des Schecks an die bezogene Sparkasse beauftragt werden. Die Pflichten einer von einer ausländischen Bank eingeschalteten deutschen Zwischenbank sind grundsätzlich auf die ordnungsgemäße Weiterleitung des Schecks an die Bezogene und die Herausgabe der erlangten Deckung an die ausländische Bank begrenzt (vgl. Kümpel, Bank- und Kapitalmarktrecht 2. Aufl. Rdn. 4.584). Sie erstrecken sich auch bei Disparität zwischen Schecknehmer und -einreicher nicht auf die Überprüfung der Verfügungsberechtigung des Einreichers, der der Zwischenbank in aller Regel, von einem etwaigen Indossament abgesehen, völlig unbekannt ist.
einer solchen Prüfung wären Zwischenbanken, die regelmäßig Schecks aus zahlreichen ausländischen Staaten
völlig verschiedenen Rechtsordnungen erhalten, überfordert. Ihnen sind die unterschiedlichen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse in den einzelnen Staaten, die für die Prüfung von Bedeutung sein können, vielfach nicht bekannt und müssen es auch nicht sein. In der Regel haben deutsche Zwischenbanken nicht einmal sichere Kenntnis davon, ob die ausländische Bank den disparischen Scheck lediglich zum Inkasso hereingenommen oder aber angekauft und dabei nach den maßgeblichen Vorschriften des ausländischen Rechts möglicherweise gutgläubig zu Eigentum erworben hat. Zur Klärung dieser Fragen sind Zwischenbanken zeitlich nicht in der Lage, weil sie die Schecks auf dem schnellsten Weg den bezogenen Banken zuzuleiten haben (vgl. Nobbe aaO § 61 Rdn. 64). Dementsprechend erwartet der Rechtsverkehr von Zwischenbanken grundsätzlich auch nur die korrekte Weiterleitung von Scheck und Deckung, nicht aber die Überprüfung der Verfügungsberechtigung des Einreichers anhand des maßgeblichen ausländischen Rechts. Ob in Ausnahmefällen, etwa bei offensichtlichen Fälschungen, weitergehende Prüfungspflichten bestehen, bedarf keiner Entscheidung, weil sich nach den rechtsfehlerfreien, von der Revision nicht angegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts für die Beklagte weder aus der Scheckurkunde noch aus sonstigen Umständen Verdachtsmomente für ein Abhandenkommen ergaben. Allein die Disparität begründete keine Sorgfaltspflichten, die die Beklagte grob fahrlässig verletzt haben könnte. 2. Dem Kläger steht auch kein gemäß § 67 Abs. 1 Satz 1 VVG auf ihn übergegangener Anspruch der bezogenen Sparkasse aus positiver Verletzung des Girovertrages durch die Beklagte zu. Sie war gegenüber der Bezogenen vertraglich nicht verpflichtet, die Disparität zum Anlaß einer Überprüfung der Verfügungsbefugnis des ausländischen Scheckeinreichers zu nehmen, weil dies -wie dargelegt -eine Überspannung ihrer Sorgfaltspflichten bedeuten würde. Der Girovertrag zwischen der Bezogenen und der Beklagten begründete keine solche Nebenpflicht, weil auch für die Bezogene offensichtlich war, daß die Beklagte durch ihre
wirkung am Inkassoverfahren lediglich ihre Pflichten zur Weiterleitung des Schecks und zur Herausgabe der erlangten Deckung erfüllen, nicht aber die Prüfung der Verfügungsberechtigung des Einreichers übernehmen wollte. Zu einer solchen Prüfung war die Bezogene aufgrund ihrer scheckvertraglichen Beziehungen zur Scheckausstellerin weit eher in der Lage als die Beklagte, die keine unmittelbare Beziehung zu Scheckausstellerin, -nehmerin oder einreicher hatte. Die Beklagte hatte entgegen der Ansicht der Klägerin auch keinen Anlaß, die bezogene Sparkasse auf die aus der Scheckurkunde klar ersichtliche Disparität besonders hinzuweisen. III. Die Revision des Klägers war daher als unbegründet zurückzuweisen. Permalink: http://openjur.de/u/61659.html Kommentare
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.