GB 55. Aufl. § 174 Rdn. 4). Ob ein solches Obhutsverhältnis, das auch bei einer Tätigkeit als Trainer bestehen kann (BGHSt 17, 191, 192/193 - Fußballtrainer; BGH NStZ 2003, 661 - Tennistrainer), vorliegt, ist nach den tatsächlichen Verhältnissen des Einzelfalls zu beurteilen ( BGHSt 19, 163 ; 33, 340 , 344; 41, 137 , 139). Die Voraussetzungen für die Annahme eines Obhutsverhältnisses sind, wie das Landgericht ohne Rechtsirrtum annimmt, hier nicht erfüllt. Es fehlt an dem Vorliegen einer Pflicht, die Lebensführung der Minderjährigen zu überwachen und zu leiten. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme wurden die Trainierenden durch elterliche Fahrgemeinschaften zur Sporthalle gebracht; die betreffenden Eltern nahmen als Zuschauer am gesamten Trainingsbetrieb teil. Die Aufgabe des Angeklagten im Trainingsbetrieb beschränkte sich auf die Vermittlung der turnerischen Fähigkeiten und der für den Wettkampfbetrieb erforderlichen Disziplin. Weitergehende Betreuungsaufgaben im Sinne einer Erziehungsleistung wurden von ihm weder erwartet noch tatsächlich geleistet.
1 Bemessung 5 , 7 , 10 ). Die verhältnismäßig maßvolle Erhöhung der Einsatzstrafe aufgrund des Seriencharakters der Taten trägt ungeachtet der im Ergebnis sehr milde bemessenen Gesamtstrafe dem Unrechts- und Schuldgehalt der Taten noch ausreichend Rechnung. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf den engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang der begangenen Taten (vgl. BGHR aaO 2, 8, 12). Der Senat sieht in der lediglich ergänzenden Erwähnung der Aussetzungsfähigkeit der verhängten Gesamtstrafe (UA S. 25) noch keine unstatthafte Verknüpfung der Strafzumessung mit der Bewährungsfrage. Die Annahme der Strafkammer, es sei zu erwarten, dass der Angeklagte im Falle seiner Inhaftierung sowohl wegen seines zierlichen Körperbaus als auch wegen der Art der von ihm begangenen Straftaten von Mitgefangenen schlecht behandelt werde und er deshalb als besonders haftempfindlich gelten müsse, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht rein spekulativ (vgl. nur UA S. 25, 26 zur verbreiteten Darstellung der Tat in der Öffentlichkeit). Auch ist nicht zu besorgen, die Strafkammer habe dem Umstand, dass der Angeklagte nicht mehr als Trainer tätig werden könne, ein zu großes milderndes Gewicht beigemessen. In den vergangenen 13 Jahren war die Trainertätigkeit der zentrale Lebensinhalt des Angeklagten. Bei keiner Tat bestand ein Obhutsverhältnis aufgrund der Tätigkeit als Trainer. c) Schließlich macht die Beschwerdeführerin zu Unrecht geltend, die in § 56 Abs. 2 StGB neben der günstigen Prognose geforderten "besonderen Umstände" seien nicht gegeben und deshalb hätte die Freiheitsstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt werden dürfen. Ob besondere Umstände in der Tat und in der Täterpersönlichkeit vorliegen, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung aller Umstände zu entscheiden. Diese Würdigung obliegt - ebenso wie die Strafzumessung - dem Tatrichter. Eine Strafaussetzung zur Bewährung kommt in Betracht, wenn sie trotz des erheblichen Unrechts- und Schuldgehalts der Tat, der sich in der Strafhöhe widerspiegelt, nicht als unangebracht erscheint und den allgemeinen vom Strafrecht geschützten Interessen nicht zuwiderläuft (vgl. BGHSt 29, 370 , 371; st. Rspr., z. B. BGH, wistra 1997, 22 ). Die "besonderen Umstände" müssen dabei umso gewichtiger sein, je näher die Strafe an der Zweijahresgrenze liegt (BGH wistra 1985, 147 , 148). Dabei lässt sich der Begriff der "besonderen Umstände" nicht so scharf abgrenzen, dass in allen denkbaren Fällen nur eine allein richtige Entscheidung möglich wäre. Das Revisionsgericht hat in Grenzfällen die Wertung des Tatrichters hinzunehmen (Fischer aaO § 56 Rdn. 25). Nach diesen Grundsätzen ist die Entscheidung des Tatrichters, "besondere Umstände" im Sinne des § 56 Abs. 2 StGB lägen vor, nicht zu beanstanden. Das angefochtene Urteil enthält eine Abwägung zwischen Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründen. Die Strafkammer hat die besonderen Umstände im Zusammentreffen verschiedener Strafmilderungsgesichtspunkte - nicht vorbestraft, weitgehendes Teilgeständnis, die Taten liegen teilweise länger zurück - gesehen und ist im Rahmen ihrer Abwägung zu einem vertretbaren Ergebnis gelangt. Rechtsfehlerhaft ist dies nicht, nicht zuletzt auch im Blick darauf, dass keine Einzelstrafe von mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe verhängt worden ist (vgl.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.