Tenor In dem Rechtsstreit B... weist der Senat darauf hin, dass er beabsichtigt, die Berufung des Klägers durch einstimmigen Beschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen, weil sie offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg und die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat, weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Berufungsgerichts erfordern und eine mündliche Verhandlung nicht geboten ist. Gründe Die zulässige Berufung ist unbegründet. Das Landgericht hat die Klage mit Recht abgewiesen, da die von dem Kläger beanstandeten Klauseln wirksam sind. 1. Nach den vom Bundesgerichtshof in der Half Life 2-Entscheidung aufgestellten Grundsätzen führt der in § 17 Abs. 2, § 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG geregelte Erschöpfungsgrundsatz nicht zur Unwirksamkeit der angegriffenen Klauseln nach § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB. Nach § 17 Abs. 2 UrhG ist - mit Ausnahme der Vermietung - die Weiterverbreitung des Originals oder eines Vervielfältigungsstücks eines Werkes zulässig, wenn dieses mit Zustimmung des zur Verbreitung Berechtigten im Europäischen Wirtschaftsraum im Wege der Veräußerung in Verkehr gebracht worden ist. Für Vervielfältigungsstücke eines Computerprogramms enthält § 69 Nr. 3 Satz 2 UrhG eine entsprechende Regelung der Erschöpfung des Verbreitungsrechts. Der Eintritt der Erschöpfung hat zur Folge, dass die weitere Verbreitung des körperlichen Werkstücks (mit Ausnahme des Vermietens) das ausschließlich dem Urheber zustehende Verbreitungsrecht (§ 15 Abs. 1, § 17 Abs. 1, § 69c Nr. 3 Satz 1 UrhG) nicht verletzt und daher von ihm auch nicht nach § 97 Abs. 1 UrhG untersagt werden kann (BGH, Urteil vom 11. Februar 2010 - I ZR 178/08 -, Rn. 19, juris). Für den Fall, dass der Nutzer das Spiel auf DVD-ROM erwirbt und nach Installation mit seinem Steam-Benutzerkonto verknüpft führt der Bundesgerichtshof aus: “Der Umstand, dass Dritte an dem Erwerb der DVD-Rom kein Interesse haben mögen, wenn sie das auf der DVD-Rom enthaltene Computerprogramm nicht zum Betrieb des Spieles über die Server der Beklagten nutzen können, berührt weder das Verbreitungsrecht an der DVD-Rom noch die Erschöpfung der darin verkörperten urheberrechtlichen Befugnisse. Das Verbreitungsrecht soll dem Urheber die Verwertung des Werks in körperlicher Form ermöglichen (§ 15 Abs. 1 Halbs. 1 UrhG) (…). Die Begrenzung des Verbreitungsrechts durch den Erschöpfungsgrundsatz dient dagegen dem allgemeinen Interesse an einem freien Warenverkehr (…). Einschränkungen der rechtlichen oder tatsächlichen Verkehrsfähigkeit eines Werkstücks, die sich nicht aus dem Verbreitungsrecht des Urhebers als solchem ergeben, sondern auf anderen Umständen beruhen wie beispielsweise auf der spezifischen Gestaltung des betreffenden Werkes oder Werkstücks, berühren den Grundsatz der Erschöpfung des urheberrechtlichen Verbreitungsrechts nicht. Es ist urheberrechtlich unbedenklich, wenn der Urheber sein Werk oder Werkstücke, die sein Werk verkörpern, so gestaltet, dass diese nur auf bestimmte Art und Weise genutzt werden können, und die Weiterveräußerung des Originals des Werks oder von ihm in Verkehr gebrachter Werkstücke durch den Ersterwerber infolge ihrer konkreten Ausgestaltung eingeschränkt ist oder faktisch ganz ausscheidet, weil wegen der beschränkten Nutzungsmöglichkeiten ein nennenswertes Interesse nachfolgender Erwerber nicht besteht” (BGH, Urteil vom 11. Februar 2010 - I ZR 178/08 -, Rn. 21, juris). Diese Grundsätze müssen erst recht Geltung beanspruchen, wenn der Kunde das Spiel nicht auf DVD-ROM erwirbt, sondern von den Servern der Beklagten herunterlädt, da in diesem Fall das Werk nicht in körperlicher Form in Verkehr gebracht wird. 2. Dem steht nicht die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 3.7.2012 (“UsedSoft”, C-128/11 ) entgegen, da den Vorlagefragen ein abweichender Sachverhalt zugrunde lag. Dort konnten Kunden Computersoftware - insbesondere Datenbanksoftware - von der Internetseite der Klägerin herunterladen und parallel hierzu kostenpflichtig eine Nutzungslizenz für diese Software erwerben. Die Klägerin nahm die dortige Beklagte, die mit “gebrauchten” Nutzungslizenzen der Klägerin handelte, auf Unterlassung in Anspruch. Die vom Europäischen Gerichtshof aufgestellten Rechtssätze sind auch nicht auf den vorliegenden Fall übertragbar. Es fehlt bereits an einem “Verkauf” einer Programmkopie im Sinne der genannten Entscheidung.
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.