Tenor Der Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 30.10.2015 wird aufgehoben. Gründe I. Der Beschwerdeführer ist einem beim Amtsgericht Hamburg anhängigen Strafverfahren wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung nach §§ 223 , 224 Abs. 1 Nr. 4, 25 Abs. 2 StGB ausgesetzt. Seinem ursprünglichen Mitangeklagten, dem bei einer Verurteilung ein Bewährungswiderruf in einer anderen Strafsache gedroht hätte, ordnete das Amtsgericht bereits vor Beginn der Hauptverhandlung einen Pflichtverteidiger bei. Am ersten Hauptverhandlungstag, dem 08.09.2015, beantragte auch der damalige Wahlverteidiger des Beschwerdeführers – Herr Rechtsanwalt Dr. T. – eine Beiordnung als Pflichtverteidiger. Das Amtsgericht entsprach diesem Antrag, wobei es im Protokoll hierzu lediglich heißt: "Rechtsanwalt Dr. T. wird dem Angeklagten S. als Pflichtverteidiger gemäß § 140 II StPO beigeordnet." Am 27.10.2015 – dem vierten Verhandlungstag – stellte das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Mitangeklagten gemäß § 154 Abs. 2 StPO ein. Sodann setzte es die Hauptverhandlung mit der Vernehmung eines Zeugen fort. Nach dieser Vernehmung stellte Herr Rechtsanwalt Dr. T. drei Beweisanträge. Abschließend beraumte das Amtsgericht einen weiteren Verhandlungstermin für den 10.11.2015 an, zu dem es sowohl den Beschwerdeführer als auch Herrn Rechtsanwalt Dr. T. vor dem Protokoll lud. Mit Schreiben vom 28.10.2015 teilte das Amtsgericht – soweit ersichtlich erstmals – mit, es erwäge, die Beiordnung von Herrn Rechtsanwalt Dr. T. aufzuheben. Aufgrund der Einstellung des Verfahrens gegen den Mitangeklagten sei der Grund der Beiordnung entfallen. Der Beschwerdeführer trat dem mit Schriftsatz vom 28.10.2015 entgegen und machte geltend, der Entpflichtung stünden Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes entgegen, da er sich auf eine Verteidigung durch Herrn Rechtsanwalt Dr. T. eingerichtet habe. Die Staatsanwaltschaft hingegen befürwortete mit Stellungnahme vom 29.10.2015 die Entpflichtung. Durch Beschluss vom 30.10.2015 hob das Amtsgericht die Beiordnung sodann tatsächlich auf. In den Entscheidungsgründen führte es aus, die Bestellung von Herrn Dr. T. zum Pflichtverteidiger sei allein aus Gründen der "Waffengleichheit" geschehen. Es sei ursprünglich nicht auszuschließen gewesen, dass der Beschwerdeführer und der verteidigte Mitangeklagte sich in der Hauptverhandlung gegenseitig belasten würden. Dieser Gefahr sei der Beschwerdeführer nun aber nicht mehr ausgesetzt. Infolgedessen sei auch ein etwaiges schützenswertes Vertrauen des Beschwerdeführers auf die Mitwirkung eines Pflichtverteidigers entfallen. Ein derartiges Vertrauen habe nur solange bestehen können, wie es einen verteidigten Mitangeklagten und damit die Gefahr gegenseitiger Belastungen gegeben habe. Gegen diesen Beschluss richtet sich die am 02.11.2015 erhobene Beschwerde, zu deren Begründung sich der Beschwerdeführer erneut auf prozessualen Vertrauensschutz beruft. II. Die Beschwerde des Angeklagten ist gemäß § 304 Abs. 1 StPO zulässig. Sie ist insbesondere nicht durch § 305 Satz 1 StPO ausgeschlossen, weil der angegriffene Beschluss in keinem Zusammenhang mit der Urteilsfindung steht, sondern hiervon unabhängig der Sicherung eines justizförmigen Verfahrens dient und dadurch eigenständige verfahrensrechtliche Bedeutung erlangt (vgl. KG, NJOZ 2014, 1544 , 1546). Darüber hinaus ist die Beschwerde auch begründet. Das Amtsgericht durfte die Bestellung von Herrn Rechtsanwalt Dr. T. zum Pflichtverteidiger nicht aufheben. Die Beiordnung eines Verteidigers nach § 140 Abs. 2 StPO gilt grundsätzlich für das gesamte Strafverfahren bis zu dessen rechtskräftigem Abschluss. Ist eine notwendige Verteidigung in irgendeinem Verfahrensstadium angenommen und deshalb ein Pflichtverteidiger bestellt worden, muss es in der Regel dabei bleiben. Dies gebietet der Grundsatz des prozessualen Vertrauensschutzes (vgl. BGHSt 7, 69 , 71; Hanseatisches OLG, Beschl. v. 18.07.2014, 1 Ws 76/14 , BeckRS 2014, 16418 , RdNr. 13; KG, NJOZ 2014, 1544 , 1545; OLG Düsseldorf, NStZ 2011, 653 ). Eine Aufhebung der Beiordnung ist daher – abgesehen von dem Sonderfall des § 143 StPO – nur zulässig, wenn das Vertrauen des Angeklagten auf die Beiordnungsentscheidung ausnahmsweise nicht schutzwürdig ist, weil sich die für die Entscheidung maßgeblichen Umstände wesentlich geändert haben oder das Gericht von objektiv falschen Voraussetzungen ausgegangen ist (vgl. KG, NJOZ 2014, 1544 , 1545; OLG Düsseldorf, NStZ 2011, 653 ). Ein solcher Sachverhalt ist hier für die Kammer nicht feststellbar.
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