Verordnung über die gute fachliche Praxis in der Fischerei und den Schutz der Fische Vom 27. Oktober 1992 § 2 Schonzeiten und Mindestmaße (1) Es ist verboten, Fische folgender Arten während der Schonz
eit oder, wenn sie nicht das Mindestmaß besitzen, zu fangen und zu entnehmen: Fischart Schonzeit Mindestmaß in cm Aal Anguilla anguilla (LINNAEUS, 1758) - 40 Äsche Thymallus thymallus (LINNAEUS, 1758)
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- 30 Bachforelle Salmo trutta trutta morpha fario LINNAEUS, 1758
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- 25 Bachsaibling Salvelinus fontinalis (Mitchell, 1815)
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- 25 Barbe Barbus barbus (LINNAEUS, 1758)
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- 38 Dreistachliger Stichling Gasterosteus aculeatus LINNAEUS, 1758
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- Gründling Gobio gobio (LINNAEUS, 1758)
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- Hecht Esox lucius LINNAEUS, 1758
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- 50 Karpfen (Teichformen) Cyprinus carpio LINNAEUS, 1758 - 35 Karpfen (Wildform) Cyprinus carpio LINNAEUS, 1758
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- 45 Moderlieschen Leucaspius delineatus (Heckel, 1843)
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- Nase Chondrostomata nasus (LINNAEUS, 1758)
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- 25 Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss (Walbaum) - 22 Rotfeder Scardinius erythrophthalmus (LINNAEUS, 1758)
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- 20 Schleie Tinca tinca (LINNAEUS, 1758)
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- 26 Schmerle Noemacheilus barbatulus (LINNAEUS, 1758)
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- Wels Silurus glanis LINNAEUS, 1758
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- 60 Zander Stizostedion lucioperca (LINNAEUS, 1758)
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- 45 Das Mindestmaß wird von der Spitze des Kopfes bis zum Ende der Schwanzflosse gemessen.
(2)Keinen Fangbeschränkungen unterliegen:
- Brache (Blei) Abramis brama (LINNAEUS, 1758) Döbel Leuciscus cephalus (LINNAEUS, 1758) Flußbarsch Perca fluviatilis LINNAEUS, 1758 Giebel Carassius auratus (LINNAEUS, 1758) Güster (Blicke) Blicca bjoerkna (LINNAEUS, 1758) Kaulbarsch Gymnocephalus cernuus (LINNAEUS, 1758) Hasel Leuciscus leuciscus (LINNAEUS, 1758) Rapfen Aspius aspius (LINNAEUS, 1758) Rotauge Rutilus rutilus (LINNAEUS, 1758) Ukelei Alburnus alburnus (LINNAEUS, 1758),
- alle in § 1 und § 2 Abs. 1 nicht namentlich genannten Fisch-, Muscheln- und Krebsarten und
- alle Zuchtformen und gentechnisch veränderte Arten, mit Ausnahme der Teichformen des Karpfens.
(3)Die obere Fischereibehörde kann Ausnahmen von § 1 und § 2 Abs. 1 zulassen
- zur Laich- und Laichfischgewinnung,
- zum Fischbestandsschutz durch Umsetzen von Fischen mit ganzjähriger Schonzeit aus gesicherten Vorkommen in andere geeignete Gewässer ihres natürlichen Verbreitungsgebietes,
- zur Regulierung einseitiger oder übermäßig entwickelter Fischbestände,
- zum Aufbau und zur Erhaltung von Fischbeständen und
- zum notwendigen Fang von Fischen für Schadstoffuntersuchungen.
(4)Untermaßige sowie der Schonzeit oder dem Fangverbot nach § 1 unterliegende Fische und Krebse müssen unverzüglich nach dem Fang sorgfältig aus dem Fanggerät gelöst und zurückgesetzt werden. Werden mit geschleppten Fanggeräten gefangene Fische zwischengehältert, so sind die untermaßigen Fische sofort nach der Anlandung auszusortieren und sorgsam in das befischte Gewässer zurückzusetzen.
(5)Fische, die entgegen einem Fangverbot (§ 1) oder einer Fangbeschränkung (§ 2 Abs. 1) gefangen worden sind, dürfen nicht vermarktet, in den Verkehr gebracht oder sonst verwertet werden. Die Markt- und Verkehrsverbote gelten nicht für Fische nach Satz 1, die außerhalb des Gebietes des Landes Hessen gefangen worden sind. Redaktionelle Hinweise Fundstelle: GVBl. I 1992, 612 Permalink Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten: https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/perma?d=jlr-NNLHE0000572ANN00000000003 Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten: https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/perma?j=FischSchutzV_HE_!_2