□ ALLGEMEIN Ruhiger Umgang mit den Enten, um unnötige Unruhe/Panik in der Herde zu vermeiden: Vermeidung abrupter, hastiger Bewegungen keine dauerhaften oder plötzlichen lauten Geräusche kein plötzlicher, starker Lichteinfall Die Sachkunde der Fängerinnen bzw. der Fänger muss gegeben sein (RdErl. d. ML v. 27. 9. 2022, Nds. MBl. S. 1538). Beim Einsatz externer Fängerkolonnen muss sichergestellt sein, dass die Kolonnenführerin/der Kolonnenführer qualifiziert, geschult und geprüft ist. Die Tierhalterin/der Tierhalter hat sicherstellen, dass sämtliche Fängerinnen und Fänger in tierschutzrelevanten Kenntnissen und Fertigkeiten angewiesen und angeleitet unterwiesen worden sind. Das betrifft insbesondere die nachfolgenden Punkte: Verhalten von Enten Anatomie und Physiologie, soweit für den sorgsamen Umgang mit Enten von Bedeutung Anzeichen von Gesundheitsstörungen oder Stress bei Enten Tierschonendes Einfangen und Verladen von Enten Selektion, Nottötung nicht transportfähiger Tiere Die Unterweisung kann auch die Kolonnenführerin/der Kolonnenführer übernehmen und ist durch Unterschrift zu dokumentieren. Die Tierhalterin oder der Tierhalter bzw. die für die Herde verantwortliche Person muss bei der Ausstallung und Verladung der Tiere anwesend sein. Keine Anwendung von Gewalt oder Methoden, die die Tiere unnötig verängstigen oder ihnen unnötige Verletzungen oder Leiden zufügen können (VO (EG) Nr. 1/2005 Art. 3) Es dürfen nur gesunde, transportfähige Tiere zum Transport verladen werden. Den Tieren ist bis zum Ende der Verladung Tränkwasser bereitzustellen. Bei höheren Außentemperaturen ist zusätzlich das Merkblatt zur Vermeidung von Hitzestress (Anlage 4 der sog. Pekingentenvereinbarung) zu berücksichtigen. □ EINRICHTUNG DER VERLADEZONE Räumliche Trennung ( Sichtschutz ) der Enten von dem Bereich, in dem die Verladezone eingerichtet wird (z.B. durch Folie, Planen oder Bretter). im Stalleingangsbereich Größe: für max. 300 Enten Die Verladezone muss so gestaltet sein, dass keine Verletzungsgefahr für die zu verladenen Enten besteht (z.B. durch Stützen der Trennwände). Der Treibegang darf keine Nischen, Kanten, Hindernisse aufweisen. Einrichtung der Verladezone so, dass wechselseitiges Zutreiben der Enten möglich ist. □ TREIBEN Vortreiben zur Verladung in Gruppen von ca. 300 Enten bei möglichst geringer Beeinträchtigung der restlichen Herde, ggf. die Herde bei Verladebeginn durch Trennwände teilen. Vermeidung unnötiger Treibwege für die Enten (z.B. beim Treiben großer Tierzahlen, von denen nur ein Teil unverzüglich in die Verladezone gelangt). Vermeidung des Übereinanderlaufens von Enten durch gleichmäßiges, ruhiges Treiben kleiner Tiergruppen (ca. 300 Enten). Tiere mit Bewegungsstörungen werden nicht getrieben , sondern vor Ort in separate Transportbehältnisse gesetzt. Dafür wird die Ente mit beiden Händen angehoben: Eine Hand unter dem Körper, der anderen Arm wird um den Körper gelegt, um die Flügel in geschlossener Position zu halten. Die Transportbehältnisse werden an die Enten herangetragen. □ FANGEN Die Enten sollen möglichst nahe an dem zu besetzenden Transportbehältnis gefangen werden, um ein nur kurzzeitiges Anheben der Tiere zu gewährleisten. Es werden maximal 2 Enten pro Hand gefangen, um ein sicheres Greifen zu gewährleisten (sollte sich aus wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben, dass dieses nicht tierschutzgerecht ist, so muss dieses angepasst werden). Zum Fangen wird die Ente am oberen Hals festgehalten, dabei wird die Ente von hinten am Hals unter dem Kopfansatz mit einem zwischen zwei Fingern oder aus Daumen und Zeigefinger gebildeten U fixiert und direkt in das Transportbehältnis eingesetzt (sollte sich aus den wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben, dass dieses nicht tierschutzgerecht ist, so muss dieses angepasst werden). Enten dürfen nicht an den Beinen oder an einem Flügel gefangen werden oder angehoben werden, um Verletzungen insbesondere der Ständer zu vermeiden. Offensichtlich erschöpfte Enten werden einzeln gefangen und mit beiden Händen angehoben: Eine Hand unter dem Körper, den anderen Arm um den Körper gelegt, um die Flügel in geschlossener Position zu halten. □ EINSETZEN IN DIE TRANSPORTBEHÄLTNISSE Die gefangene Ente wird am oberen Hals von hinten unter dem Kopfansatz mit einem zwischen zwei Fingern oder aus Daumen und Zeigefinger gebildeten U fixiert, vorsichtig angehoben und unverzüglich in den Transportbehälter gesetzt . Das Tragen über mehrere Schritte (mehr als 3
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.