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01.10.2002 Verordnung über die Jagdzeiten | RECHT.NRW.DE

LR Nordrhein-Westfalen : 792 Verordnung über die Jagdzeiten Vom

  1. September 2002 (Fn 1 ) Aufgrund der §§ 2, 19 Abs. 2 und 24 Abs. 1 des Landesjagdgesetzes Nordrhein-Westfalen (LJG-NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom
  2. Dezember 1994 (GV. NRW. 1995 S. 2, ber.1997 S. 56), zuletzt geändert durch Gesetz vom
  3. September 2001 (GV. NRW. S. 708) (Fn 2 ), wird im Einvernehmen mit dem zuständigen Ausschuss des Landtags verordnet: § 1 Tierarten Über die im § 2 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes genannten Tierarten hinaus werden Waschbär und Marderhund zu Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, erklärt. § 2 Jagdzeiten

(1)Abweichend von der Verordnung über die Jagdzeiten vom
  1. April 1977 (BGBl. I S. 531), zuletzt geändert durch Verordnung vom
  2. April 2002 (BGBl. I S. 1487), darf die Jagd ausgeübt werden auf:
  3. Rotwild Kälber vom
  4. August bis
  5. Januar Schmalspießer vom
  6. August bis
  7. Januar Schmaltiere vom
  8. August bis
  9. Januar
  10. Dam- und Sikawild Kälber vom
  11. September bis
  12. Januar Schmalspießer vom
  13. September bis
  14. Januar Schmaltiere vom
  15. September bis
  16. Januar
  17. Rehwild Kitze vom
  18. September bis
  19. Januar Schmalrehe vom
  20. Mai bis
  21. Mai und vom
  22. September bis
  23. Januar
  24. Schwarzwild vom
  25. August bis
  26. Januar Frischlinge (noch nicht einjährige Stücke) ganzjährig
  27. Feldhasen vom
  28. Oktober bis
  29. Dezember
  30. Wildkaninchen vom
  31. Oktober bis
  32. Februar Jungkaninchen ganzjährig
  33. Iltisse vom
  34. Oktober bis
  35. Februar
  36. Füchse vom
  37. Juni bis
  38. Februar Jungfüchse ganzjährig
  39. Waschbären vom
  40. Juli bis
  41. März Jungwaschbären ganzjährig
  42. Marderhunde vom
  43. September bis
  44. Februar Jungmarderhunde ganzjährig
  45. Fasanen vom
  46. Oktober bis
  47. Januar
  48. Wildtruthähne vom
  49. März bis
  50. April
  51. Graugänse vom
  52. August bis
  53. August
  54. Stockenten vom
  55. September bis
  56. Januar
(2)Soweit die Schonzeit für Ringeltauben zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden von der oberen Jagdbehörde aufgehoben worden ist (§ 24 Abs. 2 LJG-NRW), ist die Jagd auch in den Brutzeiten zulässig (§ 22 Abs. 4 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes). § 3 Schonzeiten Unbeschadet der Zuständigkeit der oberen Jagdbehörde, die Schonzeit für bestimmte Gebiete oder einzelne Jagdbezirke nach § 24 Abs. 2 des Landesjagdgesetzes aufzuheben, sind folgende Tierarten ganzjährig mit der Jagd zu verschonen: 1. Baummarder 2. Mauswiesel 3. Rebhühner bis zum 31. März 2007 4. Wildtruthennen 5. Wildgänse (außer Graugänse) 6. Wildenten (außer Stockenten) 7. Sturm-, Mantel- und Heringsmöwen § 4 Aussetzen von Federwild
(1)Abweichend von § 19 Abs. 1 Nr. 18 des Bundesjagdgesetzes ist es verboten,
  1. Fasanen in der Zeit vom
  2. Juni bis
  3. Januar
  4. Wildenten in der Zeit vom
  5. Juni bis
  6. Januar auszusetzen.
(2)Die obere Jagdbehörde kann Ausnahmen von Absatz 1 Nummer 1 zulassen, soweit dies zur Prüfung der Brauchbarkeit von Jagdhunden (§ 30 LJG-NRW) erforderlich ist. Das Verbot von Absatz 1 Nummer 1 gilt nicht für Fasanen, die aus verlassenen Gelegen des jeweiligen Jagdbezirks stammen und aufgezogen worden sind. § 5 Ordnungswidrigkeit
(1)Ordnungswidrig im Sinne des § 55 Abs. 2 Nr. 9 LJG-NRW handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Abs. 1
  1. Fasanen in der Zeit vom
  2. Juni bis
  3. Januar oder
  4. Wildenten in der Zeit vom
  5. Juni bis
  6. Januar aussetzt.
(2)Die Ordnungswidrigkeit kann nach § 56 Abs. 2 LJG-NRW mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden. § 6 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft (Fn 3 ). Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Jagdzeiten vom
  1. Dezember 1977 (GV. NRW. 1978 S. 4), zuletzt geändert durch Verordnung vom
  2. Juli 1992 (GV. NRW. S. 284), außer Kraft. Die Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Fn 1 GV. NRW. 2002 S.
  3. Fn 2 SGV. NRW. 792 Fn 3 GV. NRW. ausgegeben am 30.9.2002.

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.