Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Änderung der Verordnung über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger na
ch dem Infektionsschutzgesetz Vom
- September 2011 Auf Grund von § 15 Abs. 1 und 3 Satz 1 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) vom
- Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom
- Juli 2011 (BGBl. I S. 1622) geändert worden ist, in Verbindung mit § 8 der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Regelung von Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGZuVO) vom
- März 2002 (SächsGVBl. S. 114), die zuletzt durch Verordnung vom
- Juli 2008 (SächsGVBl. S. 422) geändert worden ist, wird verordnet: Artikel 1 Die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGMeldeVO) vom
- Juni 2002 (SächsGVBl. S. 187) wird wie folgt geändert:
- In der Überschrift werden nach dem Wort „Soziales“ die Wörter „und Verbraucherschutz“ eingefügt.
- § 1 wird wie folgt geändert: a) Absatz 1 wird wie folgt gefasst: „
(1)Über § 6 Abs.1 Satz 1 IfSG hinaus sind dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden die Erkrankung sowie der Tod an: 1. angeborener
- a)Cytomegalie,
- b)Listeriose,
- c)Lues,
- d)Toxoplasmose,
- e)Rötelnembryopathie,
- f)Varizellenerkrankung einschließlich des kongenitalen Varizellensyndroms, 2. Borreliose, 3. Brucellose, 4. Echinokokkose, 5. Enteritis infectiosa spezifiziert nach Erregern gemäß § 4 Abs. 1, 6. Fleckfieber, 7. Gasbrand/Gasödem, 8. Gelbfieber, 9. Herpes zoster, 10. Influenza, 11. Legionellose, 12. Lepra, 13. Leptospirose
- a)Weil'sche Krankheit,
- b)übrige Formen, 14. Listeriose, 15. Malaria, 16. Meningitis/Enzephalitis, invasive Erkrankungen durch Pneumokokken
- a)andere bakterielle Meningitiden nach Erreger, einschließlich weiterer invasiver Pneumokokken-Erkrankungen,
- b)Virus-Meningoenzephalitiden nach Erreger,
- c)übrige Formen, 17. Mumps, 18. Ornithose, 19. Pertussis, 20. Q-Fieber, 21. Röteln, 22. Rückfallfieber, 23. Scharlach, 24. Shigellenruhr, 25. Tetanus, 26. Toxoplasmose, 27. Trichinose, 28. Tularämie und 29. Windpocken.“
- b)Absatz 3 wird wie folgt gefasst: „
(3)Über § 6 Abs.1 Satz 1 IfSG hinaus ist dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden jeder Ausscheider von:
- Campylobacter species,
- Cryptosporidium parvum,
- Entamoeba histolytica,
- Escherichia coli, ausschließlich darmpathogene Stämme, das heißt enteropathogene, enterotoxische, enteroinvasive, enterohämorrhagische, enteroaggregierende und diffusadhärente Stämme,
- Giardia lamblia,
- Noroviren,
- Rotaviren,
- Salmonella species,
- Shigella species,
- toxinbildenden Corynebacterium-diphtheriae-Stämmen,
- Vibrio cholerae und
- Yersinia enterocolitica.“
- § 2 Abs. 1 wird wie folgt geändert: a) Nach Nummer 4 wird folgende Nummer 5 eingefügt: „
- community acquired Methicillin-resistente Staphylococcus aureus,“. b) Die bisherigen Nummern 5 bis 15 werden die Nummern 6 bis
- § 4 Abs. 1 wird wie folgt gefasst: „
(1)Die nach § 1 Abs. 1 Nr. 5 meldepflichtige Enteritis infectiosa ist erregerspezifisch zu melden, und zwar spezifiziert nach:
- Adenoviren,
- Astroviren,
- Campylobacter species,
- Clostridium difficile,
- Cryptosporidien,
- Coronaviren,
- Entamoeba histolytica,
- Escherichia coli, ausschließlich darmpathogene Stämme, das heißt enteropathogene, enterotoxische, enteroinvasive, enterohämorrhagische, enteroaggregierende und diffusadhärente Stämme,
- Giardia lamblia,
- Noroviren,
- Salmonella species,
- Rotaviren,
- Yersinia enterocolitica und
- übrige Formen einschließlich mikrobiell bedingter Lebensmittelvergiftungen, wie Erkrankungen durch unspezifische bakterielle Erreger, zum Beispiel durch Clostridium perfringens, Bacillus cereus, Citrobacter, Proteus; Erkrankungen durch Stoffwechselprodukte wie mikrobielle Toxine, zum Beispiel Staphylokokken-Enterotoxin.“ Artikel 2 Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Dresden, den
- September 2011 Die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Christine Clauß