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Europaius

Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung

Worum geht es in dieser Vorschrift?

Dieses Gesetz regelt die Elektrizitäts- und Gasversorgung, um einen funktionierenden Energiebinnenmarkt zu schaffen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Es dient der Umsetzung mehrerer EU-Richtlinien im Bereich Energie.

Für wen: Energieversorgungsunternehmen, die Elektrizität und Gas liefern; Betreiber von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen.

Auf einen Blick

Land
Deutschland
Rechtsgebiet
Vergabe- und Wettbewerbsrecht
Paragraphen
329
Gerichtsentscheidungen
597
Am häufigsten zitierte Vorschriften
§ 90 (261) · § 1 (134) · § 43 (117) · § 21a (85) · § 43e (82)
Quelle
gesetze-im-internet.de
Text abgerufen
Erklärung aktualisiert

Was regelt diese Vorschrift?

  • Die Organisation und den Betrieb von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen.
  • Die Entflechtung von Netzbetreibern, um Wettbewerb zu fördern.
  • Den Zugang zu Energieversorgungsnetzen und die damit verbundenen Bedingungen und Entgelte.
  • Die Versorgung von Letztverbrauchern mit Energie, einschließlich Grund- und Ersatzversorgung.

Wen betrifft diese Vorschrift?

  • Energieversorgungsunternehmen, die Elektrizität und Gas liefern.
  • Betreiber von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen.
  • Letztverbraucher von Elektrizität und Gas.

Was sind die Eckpunkte?

  • Das Gesetz trat am 13.7.2005 in Kraft.
  • Es setzt mehrere EU-Richtlinien um, darunter Richtlinie 2003/54/EG für Elektrizität und 2003/55/EG für Erdgas.
  • Es enthält Vorschriften zur IT-Sicherheit im Anlagen- und Netzbetrieb.
  • Es regelt die Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

Rechtsprechung zu dieser Vorschrift

597
§/Art. 1, 118, 22, 6
§/Art. 23a, 90
§/Art. 1, 20, 21, 24, 66, 75
§/Art. 3, 36
§/Art. 23a, 33
§/Art. 23a, 33
§/Art. 1, 21, 21a, 22, 23a, 68, 88, 90

Vergabe- und Wettbewerbsrecht

8

Vergabe- und Wettbewerbsrecht

Gesetzestext

Gesetzestext
Inhaltsübersicht (329)
  1. § 1 Zweck und Ziele des Gesetzes
  2. § 1a Grundsätze des Strommarktes
  3. § 2 Aufgaben der Energieversorgungsunternehmen
  4. § 3 Begriffsbestimmungen
  5. § 3a Verhältnis zum Eisenbahnrecht
  6. § 4 Genehmigung des Netzbetriebs
  7. § 4a Zertifizierung und Benennung des Betreibers eines Transportnetzes
  8. § 4b Zertifizierung in Bezug auf Drittstaaten
  9. § 4c Pflichten der Transportnetzbetreiber
  10. § 4d Widerruf der Zertifizierung nach § 4a, nachträgliche Versehung mit Auf
  11. § 4e Zertifizierung des Betreibers einer Gasspeicheranlage
  12. § 5 Anzeige der Energiebelieferung von Haushaltskunden; Sicherstellung der
  13. § 5a Speicherungspflichten, Veröffentlichung von Daten
  14. § 5b Anzeige von Verdachtsfällen, Verschwiegenheitspflichten
  15. § 5c IT-Sicherheit im Anlagen- und im Netzbetrieb, Festlegungskompetenz
  16. § 5d Dokumentations-, Melde-, Registrierungspflicht
  17. § 5e Umsetzungs-, Überwachungs- und Schulungspflicht für Geschäftsleitungen
  18. § 5f Nachweise und behördliche Anordnungen zu Resilienzpflichten nach dem K
  19. § 6 Anwendungsbereich und Ziel der Entflechtung
  20. § 6a Verwendung von Informationen
  21. § 6b Rechnungslegung und Buchführung
  22. § 6c Ordnungsgeldvorschriften
  23. § 6d Betrieb eines Kombinationsnetzbetreibers
  24. § 7 Rechtliche Entflechtung von Verteilernetzbetreibern
  25. § 7a Operationelle Entflechtung von Verteilernetzbetreibern
  26. § 7b Entflechtung von Gasspeicheranlagenbetreibern und Transportnetzeigentü
  27. § 7c Ausnahme für Ladepunkte für Elektromobile; Verordnungsermächtigung
  28. § 8 Eigentumsrechtliche Entflechtung
  29. § 9 Unabhängiger Systembetreiber
  30. § 10 Unabhängiger Transportnetzbetreiber
  31. § 10a Vermögenswerte, Anlagen, Personalausstattung, Unternehmensidentität de
  32. § 10b Rechte und Pflichten im vertikal integrierten Unternehmen
  33. § 10c Unabhängigkeit des Personals und der Unternehmensleitung des Unabhängi
  34. § 10d Aufsichtsrat des Unabhängigen Transportnetzbetreibers
  35. § 10e Gleichbehandlungsprogramm und Gleichbehandlungsbeauftragter des Unabhä
  36. § 11 Betrieb von Energieversorgungsnetzen; Verordnungsermächtigung
  37. § 11a Ausschreibung von Energiespeicheranlagen, Festlegungskompetenz
  38. § 11b Ausnahme für Energiespeicheranlagen, Festlegungskompetenz
  39. § 11c Überragendes öffentliches Interesse für Energiespeicheranlagen
  40. § 12 Aufgaben der Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen, Verordnungs
  41. § 12a Szenariorahmen für die Netzentwicklungsplanung
  42. § 12b Erstellung des Netzentwicklungsplans durch die Betreiber von Übertragu
  43. § 12c Prüfung und Bestätigung des Netzentwicklungsplans durch die Regulierun
  44. § 12d Monitoring und Controlling der Umsetzung des Netzentwicklungsplans
  45. § 12e Bundesbedarfsplan
  46. § 12f Herausgabe von Daten
  47. § 12g
  48. § 12h Marktgestützte Beschaffung nicht frequenzgebundener Systemdienstleistu
  49. § 12i Systemstabilitätsbericht, Monitoring der Systemstabilität
  50. § 12j Infrastrukturgebieteplan im Übertragungsnetz
  51. § 13 Systemverantwortung der Betreiber von Übertragungsnetzen
  52. § 13a Erzeugungsanpassung und ihr bilanzieller und finanzieller Ausgleich
  53. § 13b Stilllegungen von Anlagen
  54. § 13c Vergütung bei geplanten Stilllegungen von Anlagen
  55. § 13d Netzreserve
  56. § 13e Kapazitätsreserve
  57. § 13f Systemrelevante Gaskraftwerke
  58. § 13g Stilllegung von Braunkohlekraftwerken
  59. § 13h Verordnungsermächtigung zur Kapazitätsreserve
  60. § 13i Weitere Verordnungsermächtigungen
  61. § 13j Festlegungskompetenzen
  62. § 13k Nutzen statt Abregeln
  63. § 13l
  64. § 14 Aufgaben der Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen; Festlegungsko
  65. § 14a Netzorientierte Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und
  66. § 14b Steuerung von vertraglichen Abschaltvereinbarungen, Verordnungsermächt
  67. § 14c Marktgestützte Beschaffung von Flexibilitätsdienstleistungen im Elektr
  68. § 14d Planung und besondere Bedeutung des Verteilernetzausbaus; Festlegungsk
  69. § 14e Gemeinsame Internetplattform; Festlegungskompetenz
  70. § 14f Infrastrukturgebieteplan im Elektrizitätsverteilernetz
  71. § 15 Aufgaben der Betreiber von Fernleitungsnetzen
  72. § 15a Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff; Koordinierungsstelle; Verord
  73. § 15b Szenariorahmen des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff; Festlegu
  74. § 15c Erstellung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff
  75. § 15d Prüfung und Bestätigung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff
  76. § 15e Herausgabe von Daten
  77. § 16 Systemverantwortung der Betreiber von Fernleitungsnetzen
  78. § 16a Aufgaben der Betreiber von Gasverteilernetzen
  79. § 17 Netzanschluss, Verordnungsermächtigung; Festlegungskompetenz
  80. § 17a
  81. § 17b
  82. § 17c
  83. § 17d Umsetzung der Netzentwicklungspläne und des Flächenentwicklungsplans
  84. § 17e Entschädigung bei Störungen oder Verzögerung der Anbindung von Offshor
  85. § 17f Belastungsausgleich
  86. § 17g Haftung für Sachschäden an Windenergieanlagen auf See
  87. § 17h Abschluss von Versicherungen
  88. § 17i Ermittlung der umlagefähigen Netzkosten von Offshore-Anbindungsleitung
  89. § 17j Verordnungsermächtigung
  90. § 17k Erstattung von Entschädigungszahlungen bei Störungen oder Verzögerunge
  91. § 18 Allgemeine Anschlusspflicht
  92. § 19 Technische Vorschriften
  93. § 19a Umstellung der Gasqualität; Verordnungsermächtigung und Subdelegation
  94. § 20 Zugang zu den Energieversorgungsnetzen; Festlegungskompetenz
  95. § 20a Lieferantenwechsel
  96. § 20b Gemeinsame Internetplattform für die Abwicklung des Netzzugangs; Festl
  97. § 21 Bedingungen und Entgelte für den Netzzugang; Festlegungskompetenz
  98. § 21a Regulierungsvorgaben für Anreize für eine effiziente Leistungserbringu
  99. § 21b Sondervorschriften für regulatorische Ansprüche und Verpflichtungen de
  100. § 21c
  101. § 21d
  102. § 21e
  103. § 21f
  104. § 21g
  105. § 21h
  106. § 21i
  107. § 22 Beschaffung der Energie zur Erbringung von Ausgleichsleistungen
  108. § 23 Erbringung von Ausgleichsleistungen
  109. § 23a Genehmigung der Entgelte für den Netzzugang
  110. § 23b Veröffentlichungen der Regulierungsbehörde; Festlegungskompetenz
  111. § 23c Veröffentlichungspflichten der Netzbetreiber
  112. § 23d Verordnungsermächtigung zur Transparenz der Kosten und Entgelte für de
  113. § 24 Bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelte
  114. § 24a Bundeszuschüsse; Festlegungskompetenz
  115. § 24b Zuschuss zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkosten; Zahlu
  116. § 24c Weiterer Zuschuss zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkost
  117. § 25
  118. § 26 Zugang zu LNG-Anlagen, vorgelagerten Rohrleitungsnetzen und Gasspeiche
  119. § 27 Zugang zu den vorgelagerten Rohrleitungsnetzen; Verordnungsermächtigun
  120. § 28 Zugang zu Gasspeicheranlagen; Verordnungsermächtigung
  121. § 28a Neue Infrastrukturen
  122. § 28b Bestandsleitungen zwischen Deutschland und einem Drittstaat
  123. § 28c Technische Vereinbarungen über den Betrieb von Gasverbindungsleitungen
  124. § 28d Anwendungsbereich
  125. § 28e Grundsätze der Netzkostenermittlung
  126. § 28f Feststellung der Netzkosten durch die Bundesnetzagentur
  127. § 28g Zahlungsanspruch zur Deckung der Netzkosten
  128. § 28h Anspruch auf Herausgabe von Engpasserlösen
  129. § 28i
  130. § 28j Anwendungsbereich der Regulierung von Wasserstoffnetzen
  131. § 28k Rechnungslegung und Buchführung
  132. § 28l Ordnungsgeldvorschriften
  133. § 28m Entflechtung
  134. § 28n Anschluss und Zugang zu den Wasserstoffnetzen; Verordnungsermächtigung
  135. § 28o Bedingungen und Entgelte für den Netzzugang; Verordnungsermächtigung
  136. § 28p Ad-hoc Prüfung der Bedarfsgerechtigkeit von Wasserstoffnetzinfrastrukt
  137. § 28q Wasserstoff-Kernnetz
  138. § 28r
  139. § 28s Ausgleich des Amortisationskontos durch die Bundesrepublik Deutschland
  140. § 29 Verfahren zur Festlegung und Genehmigung; Verordnungsermächtigung
  141. § 30 Missbräuchliches Verhalten eines Netzbetreibers
  142. § 31 Besondere Missbrauchsverfahren der Regulierungsbehörde
  143. § 32 Unterlassungsanspruch, Schadensersatzpflicht
  144. § 33 Vorteilsabschöpfung durch die Regulierungsbehörde
  145. § 34
  146. § 35 Monitoring und ergänzende Informationen
  147. § 35a Allgemeines
  148. § 35b Füllstandsvorgaben; Bereitstellung ungenutzter Speicherkapazitäten; Ve
  149. § 35c Kontrahierung von Befüllungsinstrumenten; ergänzende Maßnahmen zur Gew
  150. § 35d Freigabeentscheidung
  151. § 35e Umlage der Kosten des Marktgebietsverantwortlichen bis zum Ablauf des
  152. § 35f Erstattung der Kosten des Marktgebietsverantwortlichen ab dem 1. Janua
  153. § 35g Übergangsregelung für die Umstellung des Umlageverfahrens; Einmalzahlu
  154. § 35h Verordnungsermächtigung
  155. § 35i Anwendungsbestimmung
  156. § 35j Außerbetriebnahme und Stilllegung von Gasspeichern
  157. § 36 Grundversorgungspflicht
  158. § 37 Ausnahmen von der Grundversorgungspflicht; Verordnungsermächtigung
  159. § 38 Ersatzversorgung mit Energie
  160. § 38a Übergangsversorgung in Mittelspannung und Mitteldruck sowie in der Ums
  161. § 39 Allgemeine Preise und Versorgungsbedingungen; Verordnungsermächtigung
  162. § 40 Inhalt von Energierechnungen; Festlegungskompetenz
  163. § 40a Verbrauchsermittlung für Energierechnungen
  164. § 40b Rechnungs- und Informationszeiträume
  165. § 40c Zeitpunkt und Fälligkeit von Energierechnungen; Festlegungskompetenz
  166. § 41 Energielieferverträge mit Letztverbrauchern
  167. § 41a Lastvariable, tageszeitabhängige oder dynamische und sonstige Stromtar
  168. § 41b Energielieferverträge mit Haushaltskunden außerhalb der Grundversorgun
  169. § 41c Vergleichsinstrumente bei Stromlieferungen
  170. § 41d Erbringung von Dienstleistungen außerhalb bestehender Liefer- oder Bez
  171. § 41e Verträge zwischen Aggregatoren und Betreibern einer Erzeugungsanlage o
  172. § 41f Versorgungsunterbrechungen wegen Nichtzahlung bei Haushaltskunden
  173. § 41g Ergänzende Regelungen zu Versorgungsunterbrechungen wegen Nichtzahlung
  174. § 42 Stromkennzeichnung, Transparenz der Stromrechnungen, Verordnungsermäch
  175. § 42a Mieterstromverträge
  176. § 42b Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
  177. § 42c Gemeinsame Nutzung elektrischer Energie aus Anlagen zur Erzeugung von
  178. § 43 Erfordernis der Planfeststellung
  179. § 43a Anhörungsverfahren
  180. § 43b Planfeststellungsbeschluss, Plangenehmigung
  181. § 43c Rechtswirkungen der Planfeststellung und Plangenehmigung
  182. § 43d Planänderung vor Fertigstellung des Vorhabens
  183. § 43e Rechtsbehelfe
  184. § 43f Änderungen im Anzeigeverfahren
  185. § 43g Projektmanager
  186. § 43h Ausbau des Hochspannungsnetzes
  187. § 43i Überwachung
  188. § 43j Leerrohre für Hochspannungsleitungen
  189. § 43k Zurverfügungstellung von Geodaten
  190. § 43l Regelungen zum Auf- und Ausbau von Wasserstoffnetzen
  191. § 43m Anwendbarkeit von Artikel 6 der Verordnung (EU) 2022/2577
  192. § 43n Vorhaben in Infrastrukturgebieten
  193. § 43o Vergleich zur ursprünglichen Netzinfrastruktur
  194. § 44 Vorarbeiten
  195. § 44a Veränderungssperre, Vorkaufsrecht
  196. § 44b Vorzeitige Besitzeinweisung
  197. § 44c Zulassung des vorzeitigen Baubeginns
  198. § 45 Enteignung
  199. § 45a Entschädigungsverfahren
  200. § 45b Parallelführung von Planfeststellungs- und Enteignungsverfahren
  201. § 46 Wegenutzungsverträge
  202. § 46a Auskunftsanspruch der Gemeinde
  203. § 47 Rügeobliegenheit, Präklusion
  204. § 48 Konzessionsabgaben
  205. § 48a Duldungspflicht bei Transporten
  206. § 49 Anforderungen an Energieanlagen; Verordnungsermächtigung; Festlegungsk
  207. § 49a Elektromagnetische Beeinflussung
  208. § 49b Temporäre Höherauslastung
  209. § 49c Beschleunigte Umsetzung von Schutz- und Sicherungsmaßnahmen
  210. § 49d Register zur Erfassung und Überwachung von Energieanlagen sowie von En
  211. § 50 Verordnungsermächtigung zur Vorratshaltung zur Sicherung der Energieve
  212. § 50a
  213. § 50b
  214. § 50c
  215. § 50d Maßnahmen zur Ausweitung des Stromerzeugungsangebots, befristete Verso
  216. § 50e
  217. § 50f
  218. § 50g
  219. § 50h
  220. § 50i
  221. § 50j
  222. § 51 Monitoring der Versorgungssicherheit
  223. § 51a Monitoring des Lastmanagements
  224. § 52 Meldepflichten bei Versorgungsstörungen
  225. § 53 Ausschreibung neuer Erzeugungskapazitäten im Elektrizitätsbereich
  226. § 53a Sicherstellung der Versorgung von Haushaltskunden mit Erdgas
  227. § 53b Transport von Großtransformatoren auf Schienenwegen; Verordnungsermäch
  228. § 54 Allgemeine Zuständigkeit
  229. § 54a Zuständigkeiten nach der Verordnung (EU) 2017/1938; Verordnungsermächt
  230. § 54b Zuständigkeiten gemäß der Verordnung (EU) 2019/941, Verordnungsermächt
  231. § 54c Zuständigkeiten gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2024/1366; Veror
  232. § 55 Bundesnetzagentur, Landesregulierungsbehörde und nach Landesrecht zust
  233. § 56 Tätigwerden der Bundesnetzagentur beim Vollzug des europäischen Rechts
  234. § 57
  235. § 57a Überprüfungsverfahren
  236. § 57b Zuständigkeit für regionale Koordinierungszentren; Festlegungskompeten
  237. § 58 Zusammenarbeit mit den Kartellbehörden
  238. § 58a Zusammenarbeit zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1227/2011
  239. § 58b Beteiligung der Bundesnetzagentur und Mitteilungen in Strafsachen
  240. § 59 Organisation
  241. § 60 Aufgaben des Beirates
  242. § 60a Aufgaben des Länderausschusses
  243. § 61 Veröffentlichung allgemeiner Weisungen des Bundesministeriums für Wirt
  244. § 62 Gutachten der Monopolkommission
  245. § 63 Berichterstattung
  246. § 64 Wissenschaftliche Beratung
  247. § 64a Zusammenarbeit zwischen den Regulierungsbehörden
  248. § 65 Aufsichtsmaßnahmen
  249. § 66 Einleitung des Verfahrens, Beteiligte
  250. § 66a Vorabentscheidung über Zuständigkeit
  251. § 67 Anhörung, Akteneinsicht, mündliche Verhandlung
  252. § 68 Ermittlungen
  253. § 68a Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft
  254. § 69 Auskunftsverlangen, Betretungsrecht
  255. § 70 Beschlagnahme
  256. § 71 Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse
  257. § 71a Netzentgelte vorgelagerter Netzebenen
  258. § 72 Vorläufige Anordnungen
  259. § 73 Verfahrensabschluss, Begründung der Entscheidung, Zustellung
  260. § 74 Veröffentlichung von Verfahrenseinleitungen und Entscheidungen
  261. § 75 Zulässigkeit, Zuständigkeit
  262. § 76 Aufschiebende Wirkung
  263. § 77 Anordnung der sofortigen Vollziehung und der aufschiebenden Wirkung
  264. § 78 Frist und Form
  265. § 78a Musterverfahren
  266. § 79 Beteiligte am Beschwerdeverfahren
  267. § 80 Anwaltszwang
  268. § 81 Mündliche Verhandlung
  269. § 82 Untersuchungsgrundsatz
  270. § 83 Beschwerdeentscheidung
  271. § 83a Abhilfe bei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
  272. § 84 Akteneinsicht
  273. § 85 Geltung von Vorschriften des Gerichtsverfassungsgesetzes und der Zivil
  274. § 85a Entsprechende Anwendung auf fachlich qualifizierte Stellen
  275. § 86 Rechtsbeschwerdegründe
  276. § 87 Nichtzulassungsbeschwerde
  277. § 88 Beschwerdeberechtigte, Form und Frist
  278. § 89 Beteiligtenfähigkeit
  279. § 90 Kostentragung und -festsetzung
  280. § 90a
  281. § 91 Gebührenpflichtige Handlungen; Verordnungsermächtigung
  282. § 92
  283. § 93 Mitteilung der Bundesnetzagentur
  284. § 94 Zwangsgeld
  285. § 95 Bußgeldvorschriften
  286. § 95a Strafvorschriften
  287. § 95b Strafvorschriften
  288. § 96 Zuständigkeit für Verfahren wegen der Festsetzung einer Geldbuße gegen
  289. § 97 Zuständigkeiten im gerichtlichen Bußgeldverfahren
  290. § 98 Zuständigkeit des Oberlandesgerichts im gerichtlichen Verfahren
  291. § 99 Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof
  292. § 100 Wiederaufnahmeverfahren gegen Bußgeldbescheid
  293. § 101 Gerichtliche Entscheidungen bei der Vollstreckung
  294. § 102 Ausschließliche Zuständigkeit der Landgerichte
  295. § 103 Zuständigkeit eines Landgerichts für mehrere Gerichtsbezirke
  296. § 104 Benachrichtigung und Beteiligung der Regulierungsbehörde
  297. § 105 Streitwertanpassung
  298. § 106 Zuständiger Senat beim Oberlandesgericht
  299. § 107 Zuständiger Senat beim Bundesgerichtshof
  300. § 108 Ausschließliche Zuständigkeit
  301. § 109 Unternehmen der öffentlichen Hand, Geltungsbereich
  302. § 110 Geschlossene Verteilernetze
  303. § 110a
  304. § 111 Verhältnis zum Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
  305. § 111a Verbraucherbeschwerden
  306. § 111b Schlichtungsstelle, Verordnungsermächtigung
  307. § 111c Zusammentreffen von Schlichtungsverfahren und Missbrauchs- oder Aufsic
  308. § 111d Einrichtung einer nationalen Informationsplattform
  309. § 111e Marktstammdatenregister
  310. § 111f Verordnungsermächtigung zum Marktstammdatenregister
  311. § 111g Festlegungskompetenz, Datenerhebung und -verarbeitung; Einrichtung und
  312. § 112
  313. § 112a
  314. § 112b Berichte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der B
  315. § 113 Laufende Wegenutzungsverträge
  316. § 113a Überleitung von Wegenutzungsrechten auf Wasserstoffleitungen
  317. § 113b Umstellung von Erdgasleitungen im Netzentwicklungsplan Gas und Wassers
  318. § 113c Übergangsregelungen zu Sicherheitsanforderungen; Anzeigepflicht und Ve
  319. § 114
  320. § 115
  321. § 116
  322. § 117 Konzessionsabgaben für die Wasserversorgung
  323. § 117a Regelung bei Stromeinspeisung in geringem Umfang
  324. § 117b Verwaltungsvorschriften
  325. § 117c Umgang mit geheimhaltungsbedürftigen Informationen
  326. § 118 Übergangsregelungen
  327. § 118a Regulatorische Rahmenbedingungen für LNG-Anlagen; Verordnungsermächtig
  328. § 119 Verordnungsermächtigung für das Forschungs- und Entwicklungsprogramm „
  329. § 120 Schrittweiser Abbau der Entgelte für dezentrale Einspeisung; Übergangs

(+++ Textnachweis ab: 13.7.2005 +++)(+++ Zur Anwendung vgl. §§ 12h, 14, 14f, 17c, 17d, 35g, 35i u. § 118 +++)(+++ Zur Anwendung vgl. §§ 50a u. 50b (aufgeh. mWv 1.4.2024)+++)(+++ Zur Anwendung d. § 3 vgl. § 2 MessbG +++)(+++ Zur Anwendung d. § 6b vgl. § 26 KWKG 2016 +++)(+++ Zur Anwendung d. §§ 6b, 6c u. 54 vgl. § 3 MessbG +++)(+++ Zur Anwendung d. §§ 21 u. 21a vgl. § 7 MessbG +++)(+++ Zur Anwendung d. § 41 vgl. § 10 MessbG +++)(+++ Zur Anwendung d. § 49 vgl. § 3 LSV +++)(+++ Zur Anwendung d. Teils 8 vgl. § 78 WindSeeG, § 76 MessbG u. § 61 KVBG +++)(+++ Zur Anwendung d. §§ 28r u. 28s vgl. Bek. v. 26.6.2024 I Nr. 216a +++)(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht: Umsetzung der EGRL 54/2003 (CELEX Nr: 32003L0054) EGRL 55/2003 (CELEX Nr: 32003L0055) EGRL 67/2004 (CELEX Nr: 32004L0067) EGRL 32/2006 (CELEX Nr: 32006L0032) EGRL 123/2006 (CELEX Nr: 32006L0123) vgl.

Art. 2 Nr. 1 G v. 4.11.2010 I 1483 EARL 87/2014 (CELEX Nr: 32014L0087) vgl. G v. 1.6.2017 I 1434 EARL 59/2013 (CELEX Nr: 32013L0059) vgl. G v. 1.6.2017 I 1434 EURL 2019/692 (CELEX Nr: 32019L0692) vgl. G v. 5.12.2019 I 2002 EURL 2019/944 (CELEX Nr: 32019L0944) vgl. G v. 22.11.2020 I 2464 u. G v. 16.7.2021 I 3026 Umsetzung der EGRL 72/2009 (CELEX Nr: 32009L0072) EGRL 73/2009 (CELEX Nr: 32009L0073) EURL 2019/944 (CELEX Nr: 32019L0944) vgl. G v. 22.12.2023 I Nr. 405 Durchführung der EGV 715/2009 (CELEX Nr: 32009R0715) EUV 2022/1032 (CELEX Nr: 32022R1032) vgl. G v. 22.12.2023 I Nr. 405 Umsetzung der EUV 2024/1366 (CELEX Nr: 32024R1366) vgl.

Art. 1 G v. 25.11.2025 I Nr. 283 Umsetzung der EURL 2023/2413 (CELEX Nr: 32023L2413) EURL 2024/1711 (CELEX Nr: 32024L1711) EURL 2024/1788 (CELEX Nr: 32024L1788) EUV 2024/1106 (CELEX Nr: 32024R1106) vgl.

Art. 1 G v. 18.12.2025 I Nr. 347 +++)(+++ EU-Vollzitate: vgl. Liste EU-Rechtsakte G v. 25.11.2025 I Nr. 283, G v. 18.12.2025 I Nr. 347 u. G v. 22.12.2025 I Nr. 351 +++)Überschrift Fußnote (Text der EG-Umsetzung): IdF d.

Art. 1 Buchst. a u. b. G v. 29.8.2008 I 1790 mWv 9.9.2008 Das G wurde als Artikel 1 des G v. 7.7.2005 I 1970 vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen

InhaltsübersichtTeil 1Allgemeine Vorschriften§ 1Zweck und Ziele des Gesetzes§ 1aGrundsätze des Strommarktes§ 2Aufgaben der Energieversorgungsunternehmen§ 3Begriffsbestimmungen§ 3aVerhältnis zum Eisenbahnrecht§ 4Genehmigung des Netzbetriebs§ 4aZertifizierung und Benennung des Betreibers eines Transportnetzes§ 4bZertifizierung in Bezug auf Drittstaaten§ 4cPflichten der Transportnetzbetreiber§ 4dWiderruf der Zertifizierung nach § 4a, nachträgliche Versehung mit Auflagen§ 4eZertifizierung des Betreibers einer Gasspeicheranlage§ 5Anzeige der Energiebelieferung von Haushaltskunden; Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit§ 5aSpeicherungspflichten, Veröffentlichung von Daten§ 5bAnzeige von Verdachtsfällen, Verschwiegenheitspflichten§ 5cIT-Sicherheit im Anlagen- und Netzbetrieb, Festlegungskompetenz§ 5dDokumentations-, Melde-, Registrierungspflicht§ 5eUmsetzungs-, Überwachungs-, und Schulungspflicht für Geschäftsleitungen§ 5fNachweise und behördliche Anordnungen zu Resilienzpflichten nach dem KRITIS-Dachgesetz;

Festlegungskompetenz Teil 2EntflechtungAbschnitt 1Gemeinsame Vorschriften für Verteilernetzbetreiber und Transportnetzbetreiber§ 6Anwendungsbereich und Ziel der Entflechtung§ 6aVerwendung von Informationen§ 6bRechnungslegung und Buchführung§ 6cOrdnungsgeldvorschriften§ 6dBetrieb eines KombinationsnetzbetreibersAbschnitt 2Entflechtung von Verteilernetzbetreibern und Betreibern von Gasspeicheranlagen§ 7Rechtliche Entflechtung von Verteilernetzbetreibern§ 7aOperationelle Entflechtung von Verteilernetzbetreibern§ 7bEntflechtung von Gasspeicheranlagenbetreibern und Transportnetzeigentümern§ 7cAusnahme für Ladepunkte für Elektromobile; VerordnungsermächtigungAbschnitt 3Besondere Entflechtungsvorgaben für Transportnetzbetreiber§ 8Eigentumsrechtliche Entflechtung§ 9Unabhängiger Systembetreiber§ 10Unabhängiger Transportnetzbetreiber§ 10aVermögenswerte, Anlagen, Personalausstattung, Unternehmensidentität des Unabhängigen Transportnetzbetreibers§ 10bRechte und Pflichten im vertikal integrierten Unternehmen§ 10cUnabhängigkeit des Personals und der Unternehmensleitung des Unabhängigen Transportnetzbetreibers§ 10dAufsichtsrat des Unabhängigen Transportnetzbetreibers§ 10eGleichbehandlungsprogramm und Gleichbehandlungsbeauftragter des Unabhängigen Transportnetzbetreibers Teil 3Regulierung des Netzbetriebs Abschnitt 1 Aufgaben der Netzbetreiber§ 11Betrieb von Energieversorgungsnetzen;

Verordnungsermächtigung§ 11aAusschreibung von Energiespeicheranlagen, Festlegungskompetenz§ 11bAusnahme für Energiespeicheranlagen, Festlegungskompetenz§ 11cÜberragendes öffentliches Interesse für Energiespeicheranlagen§ 12Aufgaben der Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen, Verordnungsermächtigung§ 12aSzenariorahmen für die Netzentwicklungsplanung§ 12bErstellung des Netzentwicklungsplans durch die Betreiber von Übertragungsnetzen§ 12cPrüfung und Bestätigung des Netzentwicklungsplans durch die Regulierungsbehörde§ 12dMonitoring und Controlling der Umsetzung des Netzentwicklungsplans§ 12eBundesbedarfsplan§ 12fHerausgabe von Daten§ 12g(weggefallen)§ 12hMarktgestützte Beschaffung nicht frequenzgebundener Systemdienstleistungen§ 12iSystemstabilitätsbericht, Monitoring der Systemstabilität§ 12jInfrastrukturgebieteplan im Übertragungsnetz§ 13Systemverantwortung der Betreiber von Übertragungsnetzen§ 13aErzeugungsanpassung und ihr bilanzieller und finanzieller Ausgleich§ 13bStilllegungen von Anlagen§ 13cVergütung bei geplanten Stilllegungen von Anlagen§ 13dNetzreserve§ 13eKapazitätsreserve§ 13fSystemrelevante Gaskraftwerke§ 13gStilllegung von Braunkohlekraftwerken§ 13hVerordnungsermächtigung zur Kapazitätsreserve§ 13iWeitere Verordnungsermächtigungen§ 13jFestlegungskompetenzen§ 13kNutzen statt Abregeln§ 13lUmrüstung einer Erzeugungsanlage zu einem Betriebsmittel zur Bereitstellung von Blind- und Kurzschlussleistung sowie von Trägheit der lokalen Netzstabilität;

Betrieb des Betriebsmittels§ 14Aufgaben der Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen; Festlegungskompetenz, Evaluation§ 14aNetzorientierte Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und steuerbaren Netzanschlüssen; Festlegungskompetenzen§ 14bSteuerung von vertraglichen Abschaltvereinbarungen, Verordnungsermächtigung§ 14cMarktgestützte Beschaffung von Flexibilitätsdienstleistungen im Elektrizitätsverteilernetz; Festlegungskompetenz§ 14dPlanung und besondere Bedeutung des Verteilernetzausbaus; Festlegungskompetenz; Verordnungsermächtigung§ 14eGemeinsame Internetplattform; Festlegungskompetenz§ 14fInfrastrukturgebieteplan im Elektrizitätsverteilernetz§ 15Aufgaben der Betreiber von Fernleitungsnetzen§ 15aNetzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff;

Koordinierungsstelle; Verordnungsermächtigung; Festlegungskompetenz§ 15bSzenariorahmen des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff; Festlegungskompetenz§ 15cErstellung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff§ 15dPrüfung und Bestätigung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff durch die Regulierungsbehörde§ 15eHerausgabe von Daten§ 16Systemverantwortung der Betreiber von Fernleitungsnetzen§ 16aAufgaben der Betreiber von Gasverteilernetzen Abschnitt 2 Netzanschluss§ 17Netzanschluss, Verordnungsermächtigung; Festlegungskompetenz§ 17a(weggefallen)§ 17b(weggefallen)§ 17c(weggefallen)§ 17dUmsetzung der Netzentwicklungspläne und des Flächenentwicklungsplans§ 17eEntschädigung bei Störungen oder Verzögerung der Anbindung von Offshore-Anlagen§ 17fBelastungsausgleich§ 17gHaftung für Sachschäden an Windenergieanlagen auf See§ 17hAbschluss von Versicherungen§ 17iErmittlung der umlagefähigen Netzkosten von Offshore-Anbindungsleitungen§ 17jVerordnungsermächtigung§ 17kErstattung von Entschädigungszahlungen bei Störungen oder Verzögerungen der Errichtung internationaler Offshore-Anbindungsleitungen§ 18Allgemeine Anschlusspflicht§ 19Technische Vorschriften§ 19aUmstellung der Gasqualität;

Verordnungsermächtigung und Subdelegation Abschnitt 3 Netzzugang, Messstellenbetrieb§ 20Zugang zu den Energieversorgungsnetzen; Festlegungskompetenz§ 20aLieferantenwechsel§ 20bGemeinsame Internetplattform für die Abwicklung des Netzzugangs; Festlegungskompetenz§ 21Bedingungen und Entgelte für den Netzzugang; Festlegungskompetenz§ 21aRegulierungsvorgaben für Anreize für eine effiziente Leistungserbringung; Festlegungskompetenz§ 21bSondervorschriften für regulatorische Ansprüche und Verpflichtungen der Transportnetzbetreiber; Festlegungskompetenz§ 22Beschaffung der Energie zur Erbringung von Ausgleichsleistungen§ 23Erbringung von Ausgleichsleistungen§ 23aGenehmigung der Entgelte für den Netzzugang§ 23bVeröffentlichungen der Regulierungsbehörde;

Festlegungskompetenz§ 23cVeröffentlichungspflichten der Netzbetreiber§ 23dVerordnungsermächtigung zur Transparenz der Kosten und Entgelte für den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen§ 24Bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelte§ 24aBundeszuschüsse; Festlegungskompetenz§ 24bZuschuss zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkosten; Zahlungsmodalitäten§ 24cWeiterer Zuschuss zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkosten; Zahlungsmodalitäten; Festlegungskompetenz§ 25Ausnahmen vom Zugang zu den Gasversorgungsnetzen im Zusammenhang mit unbedingten Zahlungsverpflichtungen; Verordnungsermächtigung§ 26Zugang zu LNG-Anlagen, vorgelagerten Rohrleitungsnetzen und Gasspeicheranlagen im Bereich der leitungsgebundenen Versorgung mit Erdgas§ 27Zugang zu den vorgelagerten Rohrleitungsnetzen;

Verordnungsermächtigung§ 28Zugang zu Gasspeicheranlagen; Verordnungsermächtigung§ 28aNeue Infrastrukturen§ 28bBestandsleitungen zwischen Deutschland und einem Drittstaat§ 28cTechnische Vereinbarungen über den Betrieb von Gasverbindungsleitungen mit Drittstaaten Abschnitt 3aSondervorschriften für selbstständige Betreiber von grenzüberschreitenden Elektrizitätsverbindungsleitungen§ 28dAnwendungsbereich§ 28eGrundsätze der Netzkostenermittlung§ 28fFeststellung der Netzkosten durch die Bundesnetzagentur§ 28gZahlungsanspruch zur Deckung der Netzkosten§ 28hAnspruch auf Herausgabe von Engpasserlösen§ 28i(weggefallen)Abschnitt 3bRegulierung von Wasserstoffnetzen§ 28jAnwendungsbereich der Regulierung von Wasserstoffnetzen§ 28kRechnungslegung und Buchführung§ 28lOrdnungsgeldvorschriften§ 28mEntflechtung§ 28nAnschluss und Zugang zu den Wasserstoffnetzen;

Verordnungsermächtigung; Festlegungskompetenz§ 28oBedingungen und Entgelte für den Netzzugang; Verordnungsermächtigung§ 28pAd-hoc Prüfung der Bedarfsgerechtigkeit von WasserstoffnetzinfrastrukturenAbschnitt 3cRegelungen zum Wasserstoff-Kernnetz§ 28qWasserstoff-Kernnetz§ 28rGrundsätze der Finanzierung des Wasserstoff-Kernnetzes und der Entgeltbildung; Abweichungsbefugnis der Bundesnetzagentur und Kündigungsrecht; Festlegungskompetenz§ 28sAusgleich des Amortisationskontos durch die Bundesrepublik Deutschland und Selbstbehalt der Wasserstoff-KernnetzbetreiberAbschnitt 4Befugnisse der Regulierungsbehörde, Sanktionen§ 29Verfahren zur Festlegung und Genehmigung; Verordnungsermächtigung§ 30Missbräuchliches Verhalten eines Netzbetreibers§ 31Besondere Missbrauchsverfahren der Regulierungsbehörde§ 32Unterlassungsanspruch, Schadensersatzpflicht§ 33Vorteilsabschöpfung durch die Regulierungsbehörde§ 34(aufgehoben)§ 35Monitoring und ergänzende InformationenTeil 3aFüllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen und Gewährleistung der Versorgungssicherheit§ 35aAllgemeines§ 35bFüllstandsvorgaben;

Bereitstellung ungenutzter Speicherkapazitäten; Verordnungsermächtigung§ 35cKontrahierung von Befüllungsinstrumenten; ergänzende Maßnahmen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit§ 35dFreigabeentscheidung§ 35eUmlage der Kosten des Marktgebietsverantwortlichen bis zum Ablauf des

  1. Dezember 2025; Finanzierung§ 35fErstattung der Kosten des Marktgebietsverantwortlichen ab dem
  2. Januar 2026 durch Zahlungen der Bundesrepublik Deutschland§ 35gÜbergangsregelung für die Umstellung des Umlageverfahrens; Einmalzahlung der Bundesrepublik Deutschland; Pflicht zur Weitergabe der Entlastung§ 35hVerordnungsermächtigung§ 35iAnwendungsbestimmung§ 35jAußerbetriebnahme und Stilllegung von Gasspeichern Teil 4Energielieferung an Letztverbraucher§ 36Grundversorgungspflicht§ 37Ausnahme von der Grundversorgungspflicht;

Verordnungsermächtigung§ 38Ersatzversorgung mit Energie§ 38aÜbergangsversorgung in Mittelspannung und Mitteldruck sowie in der Umspannung von Niederspannung zu Mittelspannung§ 39Allgemeine Preise und Versorgungsbedingungen; Verordnungsermächtigung§ 40Inhalt von Energierechnungen; Festlegungskompetenz§ 40aVerbrauchsermittlung für Energierechnungen§ 40bRechnungs- und Informationszeiträume§ 40cZeitpunkt und Fälligkeit von Energierechnungen; Festlegungskompetenz§ 41Energielieferverträge mit Letztverbrauchern§ 41aLastvariable, tageszeitabhängige oder dynamische und sonstige Stromtarife sowie Festpreisverträge§ 41bEnergielieferverträge mit Haushaltskunden außerhalb der Grundversorgung; Verordnungsermächtigung§ 41cVergleichsinstrumente bei Stromlieferungen§ 41dErbringung von Dienstleistungen außerhalb bestehender Liefer- oder Bezugsverträge;

Festlegungskompetenz§ 41eVerträge zwischen Aggregatoren und Betreibern einer Erzeugungsanlage oder Letztverbrauchern§ 41fVersorgungsunterbrechungen wegen Nichtzahlung bei Haushaltskunden§ 41gErgänzende Regelungen zu Versorgungsunterbrechungen wegen Nichtzahlung bei Haushaltskunden in der Grundversorgung mit Strom oder Gas§ 42Stromkennzeichnung, Transparenz der Stromrechnungen, Verordnungsermächtigung§ 42aMieterstromverträge§ 42bGemeinschaftliche Gebäudeversorgung§ 42cGemeinsame Nutzung elektrischer Energie aus Anlagen zur Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien Teil 5Planfeststellung, Wegenutzung§ 43Erfordernis der Planfeststellung§ 43aAnhörungsverfahren§ 43bPlanfeststellungsbeschluss, Plangenehmigung§ 43cRechtswirkungen der Planfeststellung§ 43dPlanänderung vor Fertigstellung des Vorhabens§ 43eRechtsbehelfe§ 43fÄnderungen im Anzeigeverfahren§ 43gProjektmanager§ 43hAusbau des Hochspannungsnetzes§ 43iÜberwachung§ 43jLeerrohre für Hochspannungsleitungen§ 43kZurverfügungstellung von Geodaten§ 43lRegelungen zum Auf- und Ausbau von Wasserstoffnetzen§ 43mAnwendbarkeit von Artikel 6 der Verordnung (EU) 2022/2577§ 43nVorhaben in Infrastrukturgebieten§ 43oVergleich zur ursprünglichen Netzinfrastruktur§ 44Vorarbeiten§ 44aVeränderungssperre, Vorkaufsrecht§ 44bVorzeitige Besitzeinweisung§ 44cZulassung des vorzeitigen Baubeginns§ 45Enteignung§ 45aEntschädigungsverfahren§ 45bParallelführung von Planfeststellungs- und Enteignungsverfahren§ 46Wegenutzungsverträge§ 46aAuskunftsanspruch der Gemeinde§ 47Rügeobliegenheit, Präklusion§ 48Konzessionsabgaben§ 48aDuldungspflicht bei Transporten Teil 6Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung§ 49Anforderungen an Energieanlagen, Verordnungsermächtigung;

Festlegungskompetenz§ 49aElektromagnetische Beeinflussung§ 49bTemporäre Höherauslastung§ 49cBeschleunigte Umsetzung von Schutz- und Sicherungsmaßnahmen§ 49dRegister zur Erfassung und Überwachung von Energieanlagen sowie von Energieanlagenteilen; Verordnungsermächtigung§ 50Verordnungsermächtigung zur Vorratshaltung zur Sicherung der Energieversorgung§ 50a(weggefallen)§ 50b(weggefallen)§ 50c(weggefallen)§ 50dMaßnahmen zur Ausweitung des Stromerzeugungsangebots, befristete Versorgungsreserve Braunkohle; Verordnungsermächtigung§ 51Monitoring der Versorgungssicherheit§ 51aMonitoring des Lastmanagements§ 52Meldepflichten bei Versorgungsstörungen§ 53Ausschreibung neuer Erzeugungskapazitäten im Elektrizitätsbereich§ 53aSicherstellung der Versorgung von Haushaltskunden mit Erdgas§ 53bTransport von Großtransformatoren auf Schienenwegen, Verordnungsermächtigung Teil 7Behörden Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften§ 54Allgemeine Zuständigkeit§ 54aZuständigkeiten nach der Verordnung (EU) 2017/1938;

Verordnungsermächtigung§ 54bZuständigkeiten gemäß der Verordnung (EU) 2019/941, Verordnungsermächtigung§ 54cZuständigkeiten gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2024/1366; Verordnungsermächtigungen§ 55Bundesnetzagentur, Landesregulierungsbehörde und nach Landesrecht zuständige Behörde§ 56Tätigwerden der Bundesnetzagentur beim Vollzug des europäischen Rechts§ 57Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden anderer Mitgliedstaaten, der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden und der Europäischen Kommission§ 57aÜberprüfungsverfahren§ 57bZuständigkeit für regionale Koordinierungszentren; Festlegungskompetenz§ 58Zusammenarbeit mit den Kartellbehörden§ 58aZusammenarbeit zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1227/2011§ 58bBeteiligung der Bundesnetzagentur und Mitteilungen in Strafsachen Abschnitt 2Bundesbehörden§ 59Organisation§ 60Aufgaben des Beirates§ 60aAufgaben des Länderausschusses§ 61Veröffentlichung allgemeiner Weisungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie§ 62Gutachten der Monopolkommission§ 63Berichterstattung§ 64Wissenschaftliche Beratung§ 64aZusammenarbeit zwischen den Regulierungsbehörden Teil 8Verfahren und Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren Abschnitt 1Behördliches Verfahren§ 65Aufsichtsmaßnahmen§ 66Einleitung des Verfahrens, Beteiligte§ 66aVorabentscheidung über Zuständigkeit§ 67Anhörung, Akteneinsicht, mündliche Verhandlung§ 68Ermittlungen§ 68aZusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft§ 69Auskunftsverlangen, Betretungsrecht§ 70Beschlagnahme§ 71Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse§ 71aNetzentgelte vorgelagerter Netzebenen§ 72Vorläufige Anordnungen§ 73Verfahrensabschluss, Begründung der Entscheidung, Zustellung§ 74Veröffentlichung von Verfahrenseinleitungen und Entscheidungen Abschnitt 2Beschwerde§ 75Zulässigkeit, Zuständigkeit§ 76Aufschiebende Wirkung§ 77Anordnung der sofortigen Vollziehung und der aufschiebenden Wirkung§ 78Frist und Form§ 78aMusterverfahren§ 79Beteiligte am Beschwerdeverfahren§ 80Anwaltszwang§ 81Mündliche Verhandlung§ 82Untersuchungsgrundsatz§ 83Beschwerdeentscheidung§ 83aAbhilfe bei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör§ 84Akteneinsicht§ 85Geltung von Vorschriften des Gerichtsverfassungsgesetzes und der Zivilprozessordnung§ 85aEntsprechende Anwendung auf fachlich qualifizierte Stellen Abschnitt 3Rechtsbeschwerde§ 86Rechtsbeschwerdegründe§ 87Nichtzulassungsbeschwerde§ 88Beschwerdeberechtigte, Form und Frist Abschnitt 4Gemeinsame Bestimmungen§ 89Beteiligtenfähigkeit§ 90Kostentragung und -festsetzung§ 90a(weggefallen)§ 91Gebührenpflichtige Handlungen;

Verordnungsermächtigung§ 92Beitrag§ 93Mitteilung der Bundesnetzagentur Abschnitt 5Sanktionen, Bußgeldverfahren§ 94Zwangsgeld§ 95Bußgeldvorschriften§ 95aStrafvorschriften§ 95bStrafvorschriften§ 96Zuständigkeit für Verfahren wegen der Festsetzung einer Geldbuße gegen eine juristische Person oder Personenvereinigung§ 97Zuständigkeiten im gerichtlichen Bußgeldverfahren§ 98Zuständigkeit des Oberlandesgerichts im gerichtlichen Verfahren§ 99Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof§ 100Wiederaufnahmeverfahren gegen Bußgeldbescheid§ 101Gerichtliche Entscheidungen bei der Vollstreckung Abschnitt 6Bürgerliche Rechtsstreitigkeiten§ 102Ausschließliche Zuständigkeit der Landgerichte§ 103Zuständigkeit eines Landgerichts für mehrere Gerichtsbezirke§ 104Benachrichtigung und Beteiligung der Regulierungsbehörde§ 105Streitwertanpassung Abschnitt 7 Gemeinsame Bestimmungen für das gerichtliche Verfahren§ 106Zuständiger Senat beim Oberlandesgericht§ 107Zuständiger Senat beim Bundesgerichtshof§ 108Ausschließliche Zuständigkeit Teil 9Sonstige Vorschriften§ 109Unternehmen der öffentlichen Hand, Geltungsbereich§ 110Geschlossene Verteilernetze§ 110aAusnahmeregelung nach Artikel 6 der Verordnung (EU) 2024/1991§ 111Verhältnis zum Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen§ 111aVerbraucherbeschwerden§ 111bSchlichtungsstelle, Verordnungsermächtigung§ 111cZusammentreffen von Schlichtungsverfahren und Missbrauchs- oder Aufsichtsverfahren Teil 9aTransparenz§ 111dEinrichtung einer nationalen Informationsplattform§ 111eMarktstammdatenregister§ 111fVerordnungsermächtigung zum Marktstammdatenregister§ 111gFestlegungskompetenz, Datenerhebung und -verarbeitung;

Einrichtung und Betrieb einer nationalen Transparenzplattform Teil 10Evaluierung, Schlussvorschriften§ 112(weggefallen)§ 112a(weggefallen)§ 112bBerichte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Bundesnetzagentur zur Evaluierung der Wasserstoffregulierung§ 113Laufende Wegenutzungsverträge§ 113aÜberleitung von Wegenutzungsrechten auf Wasserstoffleitungen§ 113bUmstellung von Erdgasleitungen im Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff§ 113cÜbergangsregelungen zu Sicherheitsanforderungen; Anzeigepflicht und Verfahren zur Prüfung von Umstellungsvorhaben§ 114(weggefallen)§ 115(weggefallen)§ 116(weggefallen)§ 117Konzessionsabgaben für die Wasserversorgung§ 117aRegelung bei Stromeinspeisung in geringem Umfang§ 117bVerwaltungsvorschriften§ 117cUmgang mit geheimhaltungsbedürftigen Informationen§ 118Übergangsregelungen§ 118aRegulatorische Rahmenbedingungen für LNG-Anlagen;

Verordnungsermächtigung und Subdelegation§ 118b(weggefallen)§ 118c(weggefallen)§ 119Verordnungsermächtigung für das Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“§ 120Schrittweiser Abbau der Entgelte für dezentrale Einspeisung; Übergangsregelung§ 121(weggefallen)Anlage (zu § 13g)Berechnung der Vergütung

010Teil 1Allgemeine Vorschriften

§ 1Zweck und Ziele des Gesetzes

(1)Zweck des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente, umweltverträgliche und treibhausgasneutrale leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität, Gas und Wasserstoff, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht.
(2)Die Regulierung der Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze dient den Zielen der Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas, der Sicherung eines langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von Energieversorgungsnetzen sowie der gesamtwirtschaftlich optimierten Energieversorgung. Zur Verfolgung der Ziele in Absatz 1 berücksichtigt die Regulierung insbesondere 1.den vorausschauenden Ausbau, die optimierte Nutzung und die Digitalisierung der Energieversorgungsnetze,2.die Erzeugung und Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und Wasserstoff,3.die Flexibilisierung im Elektrizitätssystem, einschließlich der Nutzung von Energiespeichern sowie4.eine angemessene Verteilung der Netzkosten im Zusammenhang mit dem Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
(3)Zweck dieses Gesetzes ist ferner die Umsetzung und Durchführung des Europäischen Gemeinschaftsrechts auf dem Gebiet der leitungsgebundenen Energieversorgung.
(4)Um den Zweck des Absatzes 1 auf dem Gebiet der leitungsgebundenen Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz insbesondere die Ziele, 1.die freie Preisbildung für Elektrizität durch wettbewerbliche Marktmechanismen zu stärken,2.den Ausgleich von Angebot und Nachfrage nach Elektrizität an den Strommärkten jederzeit zu ermöglichen,3.dass Erzeugungsanlagen, Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie und Lasten insbesondere möglichst umweltverträglich, netzverträglich, effizient und flexibel in dem Umfang eingesetzt werden, der erforderlich ist, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu gewährleisten, und4.den Elektrizitätsbinnenmarkt zu stärken sowie die Zusammenarbeit insbesondere mit den an das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland angrenzenden Staaten sowie mit dem Königreich Norwegen und dem Königreich Schweden zu intensivieren.

§ 1aGrundsätze des Strommarktes

(1)Der Preis für Elektrizität bildet sich nach wettbewerblichen Grundsätzen frei am Markt. Die Höhe der Preise für Elektrizität am Großhandelsmarkt wird regulatorisch nicht beschränkt.
(2)Das Bilanzkreis- und Ausgleichsenergiesystem hat eine zentrale Bedeutung für die Gewährleistung der Elektrizitätsversorgungssicherheit. Daher sollen die Bilanzkreistreue der Bilanzkreisverantwortlichen und eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Bilanzkreise sichergestellt werden.
(3)Es soll insbesondere auf eine Flexibilisierung von Angebot und Nachfrage hingewirkt werden. Ein Wettbewerb zwischen effizienten und flexiblen Erzeugungsanlagen, Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie und Lasten, eine effiziente Kopplung des Wärme- und des Verkehrssektors mit dem Elektrizitätssektor sowie die Integration der Ladeinfrastruktur für Elektromobile in das Elektrizitätsversorgungssystem sollen die Kosten der Energieversorgung verringern, die Transformation zu einem umweltverträglichen, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgungssystem ermöglichen und die Versorgungssicherheit gewährleisten.
(4)Elektrizitätsversorgungsnetze sollen bedarfsgerecht unter Berücksichtigung des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nach § 4 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, der Versorgungssicherheit sowie volkswirtschaftlicher Effizienz ausgebaut werden.
(5)Die Transparenz am Strommarkt soll erhöht werden.
(6)Als Beitrag zur Verwirklichung des Elektrizitätsbinnenmarktes sollen eine stärkere Einbindung des Strommarktes in die europäischen Strommärkte und eine stärkere Angleichung der Rahmenbedingungen in den europäischen Strommärkten, insbesondere mit den an das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland angrenzenden Staaten sowie dem Königreich Norwegen und dem Königreich Schweden, angestrebt werden. Es sollen die notwendigen Verbindungsleitungen ausgebaut, die Marktkopplung und der grenzüberschreitende Stromhandel gestärkt sowie die Regelenergiemärkte und die vortägigen und untertägigen Spotmärkte stärker integriert werden.

§ 2Aufgaben der Energieversorgungsunternehmen

(1)Energieversorgungsunternehmen sind im Rahmen der Vorschriften dieses Gesetzes zu einer Versorgung im Sinne des § 1 verpflichtet.
(2)Die Verpflichtungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bleiben vorbehaltlich des § 13, auch in Verbindung mit § 14, unberührt.

§ 3Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieses Gesetzes sind oder ist 1.AbrechnungsinformationenInformationen, die üblicherweise in Rechnungen über die Energiebelieferung von Letztverbrauchern zur Ermittlung des Rechnungsbetrages enthalten sind, mit Ausnahme der Zahlungsaufforderung selbst,2.Aggregatorennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die eine Tätigkeit ausüben, bei der der Verbrauch oder die Erzeugung von elektrischer Energie in Energieanlagen oder in Anlagen zum Verbrauch elektrischer Energie auf einem Elektrizitätsmarkt gebündelt angeboten werden,3.AusgleichsleistungenDienstleistungen zur Bereitstellung von Energie, die zur Deckung von Verlusten und für den Ausgleich von Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung benötigt wird, zu denen insbesondere auch Regelenergie gehört,4.Ausspeisekapazitätim Gasbereich das maximale Volumen pro Stunde in Normkubikmeter, das an einem Ausspeisepunkt aus einem Netz oder Teilnetz insgesamt ausgespeist und gebucht werden kann,5.Ausspeisepunktein Punkt, an dem Gas aus einem Netz oder Teilnetz eines Netzbetreibers entnommen werden kann,6.Betreiber technischer Infrastrukturennatürliche oder juristische Personen, die für den sicheren Betrieb technischer Infrastrukturen verantwortlich sind, wobei technische Infrastrukturen alle Infrastrukturen sind, an denen durch Einwirken eines Elektrizitätsversorgungsnetzes elektromagnetische Beeinflussungen auftreten können, dabei zählen hierzu insbesondere Telekommunikationslinien im Sinne des § 3 Nummer 64 des Telekommunikationsgesetzes vom 23.

Juni 2021 (BGBl. I S. 1858), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 24. Juli 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 181) geändert worden ist, Rohrleitungsanlagen aus leitfähigem Material, Steuer- und Signalleitungen oder Hoch- und Höchstspannungsleitungen innerhalb eines Beeinflussungsbereichs von bis zu 1 000 Metern um die beeinflussende Anlage,7.Betreiber eines digitalen Energiedienstesnatürliche oder juristische Personen, die den Betrieb eines digitalen Energiedienstes ausüben,8.Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die Betreiber von Übertragungs- oder Elektrizitätsverteilernetzen sind,9.Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Verteilung von Elektrizität wahrnehmen und verantwortlich sind für den Betrieb, die Wartung sowie erforderlichenfalls den Ausbau des Verteilernetzes in einem bestimmten Gebiet und gegebenenfalls der Verbindungsleitungen zu anderen Netzen,10.Betreiber von EnergieversorgungsnetzenBetreiber von Elektrizitäts- oder Gasversorgungsnetzen,11.Betreiber von FernleitungsnetzenBetreiber von Netzen, die Grenz- oder Marktgebietsübergangspunkte aufweisen, die insbesondere die Einbindung großer europäischer Importleitungen in das deutsche Fernleitungsnetz gewährleisten, oder natürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Fernleitung von Erdgas wahrnehmen und verantwortlich sind für den Betrieb, die Wartung sowie erforderlichenfalls den Ausbau eines Netzes, a)das der Anbindung der inländischen Produktion oder von LNG-Anlagen an das deutsche Fernleitungsnetz dient, sofern es sich hierbei nicht um ein vorgelagertes Rohrleitungsnetz im Sinne von Nummer 112 handelt, oderb)das an Grenz- oder Marktgebietsübergangspunkten Buchungspunkte oder ‑zonen aufweist, für die Transportkunden Kapazitäten buchen können,12.Betreiber von Gasspeicheranlagennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Speicherung von Erdgas wahrnehmen und für den Betrieb einer Gasspeicheranlage verantwortlich sind,13.Betreiber von Gasversorgungsnetzennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die Gasversorgungsnetze betreiben,14.Betreiber von Gasverteilernetzennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Verteilung von Gas wahrnehmen und verantwortlich sind für den Betrieb, die Wartung sowie erforderlichenfalls den Ausbau des Verteilernetzes in einem bestimmten Gebiet und gegebenenfalls der Verbindungsleitungen zu anderen Netzen,15.Betreiber von LNG-Anlagennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Verflüssigung von Erdgas oder der Einfuhr, Entladung und Wiederverdampfung von verflüssigtem Erdgas wahrnehmen und für den Betrieb einer LNG-Anlage verantwortlich sind,16.Betreiber von Übertragungsnetzennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Übertragung von Elektrizität wahrnehmen und die verantwortlich sind für den Betrieb, die Wartung sowie erforderlichenfalls den Ausbau des Übertragungsnetzes in einem bestimmten Gebiet und gegebenenfalls der Verbindungsleitungen zu anderen Netzen,17.Betreiber von Übertragungsnetzen mit Regelzonenverantwortungdie Unternehmen 50Hertz Transmission GmbH, Amprion GmbH, TenneT TSO GmbH und TransnetBW GmbH sowie ihre Rechtsnachfolger,18.Betreiber von Wasserstoffnetzennatürliche oder juristische Personen, die die Aufgabe des Transports oder der Verteilung von Wasserstoff wahrnehmen und verantwortlich sind für den Betrieb, die Wartung sowie erforderlichenfalls den Ausbau des Wasserstoffnetzes,19.Betreiber von Wasserstoffspeicheranlagennatürliche oder juristische Personen oder rechtlich unselbständige Organisationseinheiten eines Energieversorgungsunternehmens, die die Aufgabe der Speicherung von Wasserstoff wahrnehmen und für den Betrieb einer Wasserstoffspeicheranlage verantwortlich sind,20.Betreiber von Wasserstofftransportnetzennatürliche oder juristische Personen, die Leitungen zum Wasserstofftransport betreiben,21.Bilanzkreisim Elektrizitätsbereich innerhalb einer Regelzone die Zusammenfassung von Einspeise- und Entnahmestellen, die dem Zweck dient, Abweichungen zwischen Einspeisungen und Entnahmen durch ihre Durchmischung zu minimieren und die Abwicklung von Handelstransaktionen zu ermöglichen,22.Bilanzzoneim Gasbereich der Teil eines Netzes oder mehrerer Netze, in dem Ein- und Ausspeisepunkte einem bestimmten Bilanzkreis zugeordnet werden können,23.BiogasBiomethan, Gas aus Biomasse, Deponiegas, Klärgas und Grubengas sowie Wasserstoff, der durch Wasserelektrolyse erzeugt worden ist, und synthetisch erzeugtes Methan, wenn der zur Elektrolyse eingesetzte Strom und das zur Methanisierung eingesetzte Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid nachweislich weit überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen im Sinne der Richtlinie 2009/28/EG in der Fassung vom 23.

April 2009 stammen,24.Datenformateine für die elektronische Weiterverarbeitung oder Veröffentlichung geeignete und standardisierte Formatvorgabe für die Datenkommunikation, die die relevanten Parameter enthält,25.dezentrale Erzeugungsanlageeine an das Verteilernetz angeschlossene verbrauchs- und lastnahe Erzeugungsanlage,26.digitaler Energiediensteine Anlage oder ein System, das den zentralen, standortübergreifenden Zugriff auf die Steuerung oder die unmittelbare Beeinflussung von Energieanlagen oder von dezentralen Anlagen zum Verbrauch elektrischer Energie oder Gas ermöglicht,27.Direktleitungeine Leitung, die einen einzelnen Produktionsstandort mit einem einzelnen Kunden verbindet, oder eine Leitung, die einen Elektrizitätserzeuger und ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen zum Zwecke der direkten Versorgung mit ihrer eigenen Betriebsstätte, ihrem Tochterunternehmen oder ihren Kunden verbindet, oder eine zusätzlich zum Verbundnetz errichtete Gasleitung zur Versorgung einzelner Kunden,28.EigenanlageAnlage zur Erzeugung von Elektrizität zur Deckung des Eigenbedarfs, die nicht von Energieversorgungsunternehmen betrieben wird,29.Einspeisekapazitätim Gasbereich das maximale Volumen pro Stunde in Normkubikmeter, das an einem Einspeisepunkt in ein Netz oder Teilnetz eines Netzbetreibers insgesamt eingespeist werden kann,30.Einspeisepunktein Punkt, an dem Gas an einen Netzbetreiber in dessen Netz oder Teilnetz übergeben werden kann, einschließlich der Übergabe aus Speichern, Gasproduktionsanlagen, Hubs oder Misch- und Konversionsanlagen,31.EnergieElektrizität, Gas oder Wasserstoff, soweit sie zur leitungsgebundenen Energieversorgung verwendet werden,32.EnergieanlageAnlage zur Erzeugung, Speicherung, Fortleitung oder Abgabe von Energie, soweit sie nicht lediglich der Übertragung von Signalen dient; dies schließt die Verteileranlagen der Letztverbraucher sowie bei der Gasversorgung auch die letzte Absperreinrichtung vor der Verbrauchsanlage ein,33.Energiederivatein in Anhang I Abschnitt C Nummer 5, 6 oder 7 zu der Richtlinie 2014/65/EU genanntes Finanzinstrument, sofern dieses Instrument auf Elektrizität oder Gas bezogen ist,34.EnergieeffizienzmaßnahmeMaßnahme zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Energieaufwand und dem damit erzielten Ergebnis im Bereich von Energieumwandlung, Energietransport und Energienutzung,35.EnergielieferantGaslieferant, Stromlieferant oder Wasserstofflieferant,36.EnergiespeicheranlageAnlage in einem Elektrizitätsnetz, mit der die endgültige Nutzung elektrischer Energie auf einen späteren Zeitpunkt als den ihrer Erzeugung verschoben wird oder mit der die Umwandlung elektrischer Energie in eine speicherbare Energieform, die Speicherung solcher Energie und ihre anschließende Rückumwandlung in elektrische Energie oder ihre anschließende Nutzung als ein anderer Energieträger erfolgt,37.EnergieversorgungsnetzeElektrizitätsversorgungsnetze und Gasversorgungsnetze über eine oder mehrere Spannungsebenen oder Druckstufen mit Ausnahme von Kundenanlagen im Sinne der Nummern 65 und 66 sowie, im Rahmen von Teil 5 dieses Gesetzes, Wasserstoffnetze,38.Energieversorgungsnetze der allgemeinen VersorgungEnergieversorgungsnetze, die der Verteilung von Energie an Dritte dienen und von ihrer Dimensionierung nicht von vornherein nur auf die Versorgung bestimmter, schon bei der Netzerrichtung feststehender oder bestimmbarer Letztverbraucher ausgelegt sind, sondern grundsätzlich für die Versorgung jedes Letztverbrauchers offenstehen,39.Energieversorgungsunternehmennatürliche oder juristische Personen, die Energie an andere liefern, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einem Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungsbefugnis besitzen, wobei der Betrieb einer Kundenanlage oder einer Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung den Betreiber nicht zum Energieversorgungsunternehmen macht,40.Energieversorgungsvertragein Vertrag über die Lieferung von Elektrizität, Gas oder Wasserstoff, mit Ausnahme von Energiederivaten,41.ErlösobergrenzeObergrenze der zulässigen Gesamterlöse eines Netzbetreibers aus den Netzentgelten,42.erneuerbare EnergienEnergien im Sinne des § 3 Nummer 21 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes,43.ErzeugungsanlageAnlage zur Erzeugung von elektrischer Energie,44.europäische Strommärktedie Strommärkte der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Königreichs Norwegen,45.Fernleitungder Transport von Erdgas durch ein Hochdruckfernleitungsnetz, mit Ausnahme von vorgelagerten Rohrleitungsnetzen, um die Versorgung von Kunden zu ermöglichen, jedoch nicht die Versorgung der Kunden selbst,46.Festpreisvertragein Energieliefervertrag mit einem Letztverbraucher, bei dem die Vertragsbedingungen einschließlich des Preises für eine vereinbarte Vertragslaufzeit vom Energielieferanten mindestens für den von ihm beeinflussbaren Versorgeranteil garantiert werden, wobei der vereinbarte Preis auch unterschiedliche, beispielsweise zeitvariable Preiselemente enthalten kann,47.GasErdgas, Biogas, Flüssiggas im Rahmen der §§ 4 und 49 sowie, wenn sie in ein Gasversorgungsnetz eingespeist werden, Wasserstoff, der durch Wasserelektrolyse erzeugt worden ist, und synthetisch erzeugtes Methan, das durch wasserelektrolytisch erzeugten Wasserstoff und anschließende Methanisierung hergestellt worden ist,48.Gaslieferantnatürliche oder juristische Person, deren Geschäftstätigkeit ganz oder teilweise auf den Vertrieb von Gas zum Zwecke der Belieferung von Letztverbrauchern ausgerichtet ist,49.Gasspeicheranlageeine einem Gasversorgungsunternehmen gehörende oder von ihm betriebene Anlage zur Speicherung von Gas, einschließlich des zu Speicherzwecken genutzten Teils von LNG-Anlagen, jedoch mit Ausnahme des Teils, der für eine Gewinnungstätigkeit genutzt wird; ausgenommen sind auch Einrichtungen, die ausschließlich Betreibern von Leitungsnetzen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorbehalten sind,50.Gasverbindungsleitungen mit DrittstaatenFernleitungen zwischen einem Mitgliedstaat der Europäischen Union und einem Drittstaat bis zur Grenze des Hoheitsgebietes der Mitgliedstaaten oder bis zum Küstenmeer dieses Mitgliedstaates,51.Gasversorgungsnetzealle Fernleitungsnetze, Gasverteilernetze, LNG-Anlagen oder Gasspeicheranlagen, die für den Zugang zur Fernleitung, zur Verteilung und zu LNG-Anlagen erforderlich sind und die einem oder mehreren Energieversorgungsunternehmen gehören oder von ihm oder von ihnen betrieben werden, einschließlich Netzpufferung und seiner Anlagen, die zu Hilfsdiensten genutzt werden, und der Anlagen verbundener Unternehmen; ausgenommen sind solche Netzteile oder Teile von Einrichtungen, die für örtliche Produktionstätigkeiten verwendet werden,52.Gebäudeüberdeckte alleinstehende oder baulich verbundene bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können,53.Gebäudestromanlageeine Erzeugungsanlage, die in, an oder auf einem Gebäude oder einer Nebenanlage dieses Gebäudes installiert ist und aus solarer Strahlungsenergie elektrische Energie erzeugt, die ganz oder teilweise durch teilnehmende Letztverbraucher im Rahmen eines Gebäudestromnutzungsvertrages nach § 42b Absatz 1 verbraucht wird,54.grenzüberschreitende ElektrizitätsverbindungsleitungenÜbertragungsleitungen zur Verbundschaltung von Übertragungsnetzen einschließlich aller Anlagengüter bis zum jeweiligen Netzverknüpfungspunkt, die eine Grenze zwischen Mitgliedstaaten oder zwischen einem Mitgliedstaat und einem Staat, der nicht der Europäischen Union angehört, queren oder überspannen und einzig dem Zweck dienen, die nationalen Übertragungsnetze dieser Staaten zu verbinden,55.Großhändlernatürliche oder juristische Personen mit Ausnahme von Betreibern von Übertragungs-, Fernleitungs-, Wasserstoff- sowie Elektrizitäts- und Gasverteilernetzen, die Energie zum Zwecke des Weiterverkaufs innerhalb oder außerhalb des Netzes, in dem sie ansässig sind, kaufen,56.H-Gasversorgungsnetzein Gasversorgungsnetz zur Versorgung von Kunden mit H-Gas,57.HaushaltskundenLetztverbraucher, die Energie überwiegend für den Eigenverbrauch im Haushalt oder für den einen Jahresverbrauch von 10 000 Kilowattstunden nicht übersteigenden Eigenverbrauch für berufliche, landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke kaufen,58.Hilfsdienstesämtliche zum Betrieb eines Übertragungs- oder Elektrizitätsverteilernetzes erforderlichen Dienste oder sämtliche für den Zugang zu und den Betrieb von Fernleitungs- oder Gasverteilernetzen oder LNG-Anlagen oder Gasspeicheranlagen erforderlichen Dienste, einschließlich Lastausgleichs- und Mischungsanlagen, jedoch mit Ausnahme von Anlagen, die ausschließlich Betreibern von Fernleitungsnetzen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorbehalten sind,59.internationale hybride Offshore-Anbindungsleitungeine Offshore-Anbindungsleitung, die Windenergieanlagen auf See als grenzüberschreitende Elektrizitätsverbindungsleitung sowohl an das Stromversorgungsnetz in Deutschland als auch an das Stromversorgungsnetz mindestens eines weiteren Staates anschließt, einschließlich von Leitungen und Anlagen, die diese Windenergieanlagen auf See oder die Konverter miteinander verbinden,60.internationale Offshore-Anbindungsleitungeine internationale radiale Offshore-Anbindungsleitung oder eine internationale hybride Offshore-Anbindungsleitung,61.internationale Offshore-Verbindungsleitungeine Elektrizitätsverbindungsleitung zwischen mindestens zwei Konvertern von Windenergieanlagen auf See, die ihrerseits jeweils über eine Offshore-Anbindungsleitung an die Stromversorgungsnetze unterschiedlicher Staaten angeschlossen sind,62.internationale radiale Offshore-Anbindungsleitungeine Offshore-Anbindungsleitung zur Netzanbindung von Windenergieanlagen auf See, die sich nicht in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone oder dem deutschen Küstenmeer befinden und die diese Windenergieanlagen auf See allein an das Stromversorgungsnetz in Deutschland anschließt,63.Kleinstunternehmenein Unternehmen, das weniger als zehn Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz oder dessen Jahresbilanzsumme 2 Millionen Euro nicht überschreitet,64.KundenGroßhändler, Letztverbraucher sowie Unternehmen, die Energie kaufen,65.KundenanlageEnergieanlage zur Abgabe von Energie, die a)sich auf einem räumlich zusammengehörenden Gebiet befindet oder bei der durch eine Direktleitung nach Nummer 27 mit einer maximalen Leitungslänge von 5 000 Metern und einer Nennspannung von 10 Kilovolt bis einschließlich 40 Kilovolt Anlagen nach § 3 Nummer 1 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes angebunden sind,b)mit einem Energieversorgungsnetz oder mit einer Erzeugungsanlage verbunden ist,c)für die Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas unbedeutend ist undd)jedermann zum Zwecke der Belieferung der angeschlossenen Letztverbraucher im Wege der Durchleitung unabhängig von der Wahl des Energielieferanten diskriminierungsfrei und unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird,66.Kundenanlage zur betrieblichen EigenversorgungEnergieanlage zur Abgabe von Energie, die a)sich auf einem räumlich zusammengehörenden Betriebsgebiet befindet oder bei der durch eine Direktleitung nach Nummer 27 mit einer maximalen Leitungslänge von 5 000 Metern und einer Nennspannung von 10 Kilovolt bis einschließlich 40 Kilovolt Anlagen nach § 3 Nummer 1 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes angebunden sind,b)mit einem Energieversorgungsnetz oder mit einer Erzeugungsanlage verbunden ist,c)fast ausschließlich dem betriebsnotwendigen Transport von Energie innerhalb des eigenen Unternehmens oder zu verbundenen Unternehmen oder fast ausschließlich dem der Bestimmung des Betriebs geschuldeten Abtransport in ein Energieversorgungsnetz dient undd)jedermann zum Zwecke der Belieferung der an sie angeschlossenen Letztverbraucher im Wege der Durchleitung unabhängig von der Wahl des Energielieferanten diskriminierungsfrei und unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird,67.L-Gasversorgungsnetzein Gasversorgungsnetz zur Versorgung von Kunden mit L-Gas,68.landseitige Stromversorgungdie mittels einer Standardschnittstelle von Land aus erbrachte Stromversorgung von Seeschiffen oder Binnenschiffen am Liegeplatz,69.Landstromanlagedie Gesamtheit der technischen Infrastruktur aus den technischen Anlagen zur Frequenz- und Spannungsumrichtung, der Standardschnittstelle einschließlich der zugehörigen Verbindungsleitungen, die a)sich in einem räumlich zusammengehörigen Gebiet in oder an einem Hafen befinden undb)ausschließlich der landseitigen Stromversorgung von Schiffen dienen,70.Letztverbrauchernatürliche oder juristische Personen, die Energie für den eigenen Verbrauch kaufen, wobei auch der Strombezug der Ladepunkte für Elektromobile und der Strombezug für Landstromanlagen dem Letztverbrauch im Sinne dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen gleichsteht,71.LNG-Anlageeine Kopfstation zur Verflüssigung von Erdgas oder zur Einfuhr, Entladung und Wiederverdampfung von verflüssigtem Erdgas; darin eingeschlossen sind Hilfsdienste und die vorübergehende Speicherung, die für die Wiederverdampfung und die anschließende Einspeisung in das Fernleitungsnetz erforderlich sind, jedoch nicht die zu Speicherzwecken genutzten Teile von LNG-Kopfstationen,72.Marktgebietsverantwortlichervon den Fernleitungsnetzbetreibern mit der Wahrnehmung von Aufgaben des Netzbetriebs beauftragte bestimmte natürliche oder juristische Person, die in einem Marktgebiet Leistungen erbringt, die zur Verwirklichung einer effizienten Abwicklung des Gasnetzzugangs durch eine Person zu erbringen sind,73.Messstellenbetreiberein Netzbetreiber oder ein Dritter, der die Aufgabe des Messstellenbetriebs wahrnimmt,74.Messstellenbetriebder Einbau, der Betrieb und die Wartung von Messeinrichtungen,75.Messungdie Ab- und Auslesung der Messeinrichtung sowie die Weitergabe der Daten an die Berechtigten,76.Minutenreserveim Elektrizitätsbereich die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann,77.NetzbetreiberNetz- oder Anlagenbetreiber im Sinne der Nummern 8 bis 11, 13, 14, 16 und 17,78.Netznutzernatürliche oder juristische Personen, die Energie in ein Elektrizitäts- oder Gasversorgungsnetz einspeisen oder daraus beziehen,79.Netzpufferungdie Speicherung von Gas durch Verdichtung in Fernleitungs- und Verteilernetzen; ausgenommen sind Einrichtungen, die Betreibern von Fernleitungsnetzen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorbehalten sind,80.neue Infrastruktureine Infrastruktur, die nach dem 12.

Juli 2005 in Betrieb genommen worden ist,81.oberste UnternehmensleitungVorstand, Geschäftsführung oder ein Gesellschaftsorgan mit vergleichbaren Aufgaben und Befugnissen,82.Offshore-AnbindungsleitungAnbindungsleitungen im Sinne von § 3 Nummer 6 des Windenergie-auf-See-Gesetzes vom

  1. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2258, 2310), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom
  2. September 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 231) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,83.Offshore-Kooperationsvereinbarungeine vertragliche Vereinbarung zwischen einem Übertragungsnetzbetreiber mit Regelzonenverantwortung über die Errichtung und den Betrieb einer internationalen Offshore-Anbindungsleitung mit anderen Übertragungsnetzbetreibern, Betreibern von Windenergieanlagen oder zuständigen Stellen eines Staates oder mehrerer Staaten,84.örtliches Verteilernetzein Netz, das überwiegend der Belieferung von Letztverbrauchern über örtliche Leitungen, unabhängig von der Druckstufe oder dem Durchmesser der Leitungen, dient, wobei für die Abgrenzung der örtlichen Verteilernetze von den vorgelagerten Netzebenen auf das Konzessionsgebiet abgestellt wird, in dem ein Netz der allgemeinen Versorgung im Sinne von § 18 Absatz 1 und § 46 Absatz 2 betrieben wird, einschließlich von Leitungen, die ein örtliches Verteilernetz mit einem benachbarten örtlichen Verteilernetz verbinden,85.Primärregelungim Elektrizitätsbereich die automatische frequenzstabilisierend wirkende Wirkleistungsregelung,86.ProvisorienHochspannungsleitungen, einschließlich der für ihren Betrieb notwendigen Anlagen, die nicht auf Dauer angelegt sind und die die Errichtung, den Betrieb oder die Änderung einer dauerhaften Hochspannungsleitung oder eine Änderung des Betriebskonzepts oder einen Seiltausch oder eine standortgleiche Maständerung im Sinne des § 3 Nummer 1 des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes Übertragungsnetz vom 28.

Juli 2011 (BGBl. I S. 1690), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 8. Mai 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 151) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, oder die Überwindung von Netzengpässen unterstützen, sofern das Provisorium eine Länge von 15 Kilometern nicht überschreitet,87.Regelenergieim Elektrizitätsbereich diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird,88.Regelzoneim Bereich der Elektrizitätsversorgung das Netzgebiet, für dessen Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve ein Betreiber von Übertragungsnetzen im Rahmen der Union für die Koordinierung des Transports elektrischer Energie verantwortlich ist,89.registrierende Lastgangmessungdie Erfassung der Gesamtheit aller Leistungsmittelwerte, die über eine ganzzahlige Anzahl von Messperioden gemessen wird,90.Sekundärregelungim Elektrizitätsbereich die automatische Wirkleistungsregelung, um die Netzfrequenz auf ihren Nennwert zu regeln und um den Leistungsaustausch zwischen Regelzonen vom Ist-Leistungsaustausch auf den Soll-Leistungsaustausch zu regeln,91.selbstständige Betreiber von grenzüberschreitenden ElektrizitätsverbindungsleitungenBetreiber von Übertragungsnetzen, die eine oder mehrere grenzüberschreitende Elektrizitätsverbindungsleitungen betreiben, ohne a)Betreiber von Übertragungsnetzen mit Regelzonenverantwortung zu sein oderb)mit einem Betreiber von Übertragungsnetzen mit Regelzonenverantwortung im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 verbunden zu sein,92.standardisierte Lastprofilevereinfachte Methoden für die Abwicklung der Energielieferung an Letztverbraucher, die sich am typischen Abnahmeprofil verschiedener Gruppen von Letztverbrauchern orientieren,93.Stromgebotszonedas größte geografische Gebiet, in dem Marktteilnehmer ohne Kapazitätsvergabe elektrische Energie austauschen können,94.Stromlieferantennatürliche oder juristische Personen, deren Geschäftstätigkeit ganz oder teilweise auf den Vertrieb von Elektrizität zum Zwecke der Belieferung von Letztverbrauchern ausgerichtet ist,95.Stromliefervertrag mit dynamischen Tarifenein Stromliefervertrag mit einem Letztverbraucher, in dem die Preisschwankungen auf den Spotmärkten, einschließlich der Day-Ahead-Märkte sowie der Intraday-Märkte, in Intervallen widergespiegelt werden, die mindestens den Abrechnungsintervallen des jeweiligen Marktes entsprechen,96.Teilnetzim Gasbereich ein Teil des Transportgebietes eines oder mehrerer Netzbetreiber, in dem ein Transportkunde gebuchte Kapazitäten an Ein- und Ausspeisepunkten flexibel nutzen kann,97.Transportkundenim Gasbereich Großhändler, Gaslieferanten einschließlich der Handelsabteilung eines vertikal integrierten Unternehmens und Letztverbraucher,98.Transportnetzjedes Übertragungs- oder Fernleitungsnetz,99.Transportnetzbetreiberjeder Betreiber eines Übertragungs- oder Fernleitungsnetzes,100.Übertragungder Transport von Elektrizität über ein Höchstspannungs- und Hochspannungsverbundnetz einschließlich grenzüberschreitender Verbindungsleitungen zum Zwecke der Belieferung von Letztverbrauchern oder Verteilern, jedoch nicht die Belieferung der Kunden selbst,101.UmweltverträglichkeitEnergieversorgung, den Erfordernissen eines nachhaltigen, insbesondere rationellen und sparsamen Umgangs mit Energie genügend, eine schonende und dauerhafte Nutzung von Ressourcen gewährleistend und die Umwelt möglichst wenig belastend; der Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien kommt dabei besondere Bedeutung zu,102.Unternehmensleitungdie oberste Unternehmensleitung sowie Personen, die mit Leitungsaufgaben für den Transportnetzbetreiber betraut sind und auf Grund eines Übertragungsaktes, dessen Eintragung im Handelsregister oder in einem vergleichbaren Register eines Mitgliedstaates der Europäischen Union gesetzlich vorgesehen ist, berechtigt sind, den Transportnetzbetreiber gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten,103.VerbindungsleitungAnlage, die zur Verbundschaltung von Elektrizitätsnetzen dient, oder eine Fernleitung, die eine Grenze zwischen Mitgliedstaaten quert oder überspannt und einzig dem Zweck dient, die nationalen Fernleitungsnetze dieser Mitgliedstaaten zu verbinden,104.Verbundnetzeine Anzahl von Übertragungs- und Elektrizitätsverteilernetzen, die durch eine oder mehrere Verbindungsleitungen miteinander verbunden sind, oder eine Anzahl von Gasversorgungsnetzen, die miteinander verbunden sind,105.Verlustenergieim Elektrizitätsbereich die zum Ausgleich physikalisch bedingter Netzverluste benötigte Energie,106.Versorgeranteilder auf die Energiebelieferung entfallende Preisanteil, der sich rechnerisch nach Abzug der Umsatzsteuer und der Belastungen nach § 40 Absatz 3 ergibt,107.Versorgungdie Erzeugung oder Gewinnung von Energie zur Belieferung von Kunden, der Vertrieb von Energie an Kunden und der Betrieb eines Energieversorgungsnetzes,108.Verteilungder Transport von Elektrizität mit hoher, mittlerer oder niederer Spannung über Elektrizitätsverteilernetze oder der Transport von Gas über örtliche oder regionale Leitungsnetze, um die Versorgung von Kunden zu ermöglichen, jedoch nicht die Belieferung der Kunden selbst; dabei dienen auch solche Netze der Verteilung von Gas, die über Grenzkopplungspunkte verfügen, über die ausschließlich ein anderes, nachgelagertes Netz aufgespeist wird,109.vertikal integriertes Unternehmenein im Elektrizitäts- oder im Gasbereich tätiges Unternehmen oder eine Gruppe von Elektrizitäts- oder Gasunternehmen, die im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 139/2004 in der Fassung vom 20.

Januar 2004 miteinander verbunden sind, wobei das betreffende Unternehmen oder die betreffende Gruppe im Elektrizitätsbereich mindestens eine der Funktionen Übertragung oder Verteilung und mindestens eine der Funktionen Erzeugung oder Vertrieb von Elektrizität oder im Erdgasbereich mindestens eine der Funktionen Fernleitung, Verteilung, Betrieb einer LNG-Anlage oder Speicherung und gleichzeitig eine der Funktionen Gewinnung oder Vertrieb von Erdgas wahrnimmt,110.volatile ErzeugungErzeugung von Strom aus Windenergieanlagen oder aus solarer Strahlungsenergie,111.vollständig integrierte NetzkomponentenNetzkomponenten, die in das Übertragungs- oder in das Verteilernetz integriert sind, einschließlich Energiespeicheranlagen, und die ausschließlich der Aufrechterhaltung des sicheren und zuverlässigen Netzbetriebs und nicht der Bereitstellung von Regelenergie oder dem Engpassmanagement dienen,112.vorgelagertes RohrleitungsnetzRohrleitungen oder ein Netz von Rohrleitungen, deren Betrieb oder Bau Teil eines Öl- oder Gasgewinnungsvorhabens ist oder die dazu verwendet werden, Erdgas von einer oder mehreren solcher Anlagen zu einer Aufbereitungsanlage, zu einem Terminal oder zu einem an der Küste gelegenen Endanlandeterminal zu leiten, mit Ausnahme solcher Netzteile oder Teile von Einrichtungen, die für örtliche Produktionstätigkeiten verwendet werden,113.Wasserstofflieferantnatürliche oder juristische Person, deren Geschäftstätigkeit ganz oder teilweise auf den Vertrieb von Wasserstoff zum Zwecke der Belieferung von Letztverbrauchern ausgerichtet ist,114.Wasserstoffnetzein Netz zur Versorgung von Kunden ausschließlich mit Wasserstoff, das von der Dimensionierung nicht von vornherein nur auf die Versorgung bestimmter, schon bei der Netzerrichtung feststehender oder bestimmbarer Kunden ausgelegt ist, sondern grundsätzlich für die Versorgung jedes Kunden offensteht; dabei umfasst es unabhängig vom Durchmesser Wasserstoffleitungen zum Transport und zur Verteilung von Wasserstoff nebst allen dem Leitungsbetrieb dienenden Einrichtungen, insbesondere Entspannungs-, Regel- und Messanlagen sowie Leitungen oder Leitungssysteme zur Optimierung des Wasserstoffbezugs und der Wasserstoffdarbietung,115.Wasserstoffspeicheranlageeine einem Energieversorgungsunternehmen gehörende oder von ihm betriebene Anlage zur Speicherung von Wasserstoff, mit Ausnahme von Einrichtungen, die ausschließlich Betreibern von Wasserstoffnetzen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorbehalten sind,116.Wasserstofftransportder Transport von Wasserstoff durch ein überregionales Hochdruckleitungsnetz, mit Ausnahme von vorgelagerten Rohrleitungsnetzen, um die Versorgung von Kunden zu ermöglichen,117.Winterhalbjahrder Zeitraum vom 1.

Oktober eines Jahres bis zum Ablauf des 31. März des Folgejahres. (+++ § 3: Zur Anwendung vgl. §§ 2 u. 7 Abs. 1 MessbG +++)

§ 3aVerhältnis zum Eisenbahnrecht

Dieses Gesetz gilt auch für die Versorgung von Eisenbahnen mit leitungsgebundener Energie, insbesondere Fahrstrom, soweit im Eisenbahnrecht nichts anderes geregelt ist.

§ 4Genehmigung des Netzbetriebs

(1)Die Aufnahme des Betriebs eines Energieversorgungsnetzes bedarf der Genehmigung durch die nach Landesrecht zuständige Behörde. Über die Erteilung der Genehmigung entscheidet die nach Landesrecht zuständige Behörde innerhalb von sechs Monaten nach Vorliegen vollständiger Antragsunterlagen.
(2)Die Genehmigung nach Absatz 1 darf nur versagt werden, wenn der Antragsteller nicht die personelle, technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit besitzt, um den Netzbetrieb entsprechend den Vorschriften dieses Gesetzes auf Dauer zu gewährleisten. Unter den gleichen Voraussetzungen kann auch der Betrieb einer in Absatz 1 genannten Anlage untersagt werden, für dessen Aufnahme keine Genehmigung erforderlich war.
(3)Im Falle der Gesamtrechtsnachfolge oder der Rechtsnachfolge nach dem Umwandlungsgesetz oder in sonstigen Fällen der rechtlichen Entflechtung des Netzbetriebs nach § 7 oder den §§ 8 bis 10 geht die Genehmigung auf den Rechtsnachfolger über.
(4)Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann bei einem Verstoß gegen Absatz 1 den Netzbetrieb untersagen oder den Netzbetreiber durch andere geeignete Maßnahmen vorläufig verpflichten, ein Verhalten abzustellen, das einen Versagungsgrund im Sinne des Absatzes 2 darstellen würde.
(5)Das Verfahren nach Absatz 1 kann über eine einheitliche Stelle abgewickelt werden.

§ 4aZertifizierung und Benennung des Betreibers eines Transportnetzes

(1)Der Betrieb eines Transportnetzes bedarf der Zertifizierung durch die Regulierungsbehörde. Das Zertifizierungsverfahren wird auf Antrag des Transportnetzbetreibers oder des Transportnetzeigentümers, auf begründeten Antrag der Europäischen Kommission oder von Amts wegen eingeleitet. Transportnetzbetreiber oder Transportnetzeigentümer haben den Antrag auf Zertifizierung bis spätestens 3. März 2012 zu stellen.
(2)Transportnetzbetreiber haben dem Antrag alle zur Prüfung des Antrags erforderlichen Unterlagen beizufügen. Die Unterlagen sind der Regulierungsbehörde auf Anforderung auch elektronisch zur Verfügung zu stellen.
(3)Die Regulierungsbehörde erteilt die Zertifizierung des Transportnetzbetreibers, wenn der Transportnetzbetreiber nachweist, dass er entsprechend den Vorgaben der §§ 8 oder 9 oder der §§ 10 bis 10e organisiert ist.
(4)Die Zertifizierung kann mit Nebenbestimmungen verbunden werden, soweit dies erforderlich ist, um zu gewährleisten, dass die Vorgaben der §§ 8 oder 9 oder der §§ 10 bis 10e erfüllt werden.
(5)Die Regulierungsbehörde erstellt innerhalb eines Zeitraums von vier Monaten ab Einleitung des Zertifizierungsverfahrens einen Entscheidungsentwurf und übersendet diesen unverzüglich der Europäischen Kommission zur Abgabe einer Stellungnahme. Die Regulierungsbehörde hat der Europäischen Kommission mit der Übersendung des Entscheidungsentwurfs nach Satz 1 alle Antragsunterlagen nach Absatz 2 zur Verfügung zu stellen.
(6)Die Regulierungsbehörde hat binnen zwei Monaten nach Zugang der Stellungnahme der Europäischen Kommission oder nach Ablauf der Frist des Artikels 51 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2019/943 in der Fassung vom
  1. Juni 2024 oder des Artikels 14 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2024/1789 in der Fassung vom
  2. Juni 2024, ohne dass der Regulierungsbehörde eine Stellungnahme der Europäischen Kommission zugegangen ist, eine Entscheidung zu treffen. Hat die Europäische Kommission eine Stellungnahme übermittelt, berücksichtigt die Regulierungsbehörde diese so weit wie möglich in ihrer Entscheidung. Die Entscheidung wird zusammen mit der Stellungnahme der Europäischen Kommission im Amtsblatt der Bundesnetzagentur in nicht personenbezogener Form bekannt gegeben. Trifft die Regulierungsbehörde innerhalb der Frist nach Satz 1 keine Entscheidung, gilt der betreffende Transportnetzbetreiber bis zu einer Entscheidung der Regulierungsbehörde als zertifiziert.
(7)Mit der Bekanntgabe der Zertifizierung im Amtsblatt der Bundesnetzagentur ist der Antragsteller als Transportnetzbetreiber benannt. Die Regulierungsbehörde teilt der Europäischen Kommission die Benennung mit. Die Benennung eines Unabhängigen Systembetreibers im Sinne des § 9 erfordert die Zustimmung der Europäischen Kommission.
(8)Artikel 51 der Verordnung (EU) 2019/943 in der Fassung vom
  1. Juni 2024 und Artikel 14 der Verordnung (EU) 2024/1789 in der Fassung vom
  2. Juni 2024 bleiben unberührt.

§ 4bZertifizierung in Bezug auf Drittstaaten

(1)Beantragt ein Transportnetzbetreiber oder ein Transportnetzeigentümer, der von einer oder mehreren Personen aus einem oder mehreren Staaten, die nicht der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum angehören (Drittstaaten), allein oder gemeinsam kontrolliert wird, die Zertifizierung, teilt die Regulierungsbehörde dies der Europäischen Kommission mit. Transportnetzbetreiber oder Transportnetzeigentümer haben den Antrag auf Zertifizierung bis spätestens 3. März 2013 bei der Regulierungsbehörde zu stellen.
(2)Wird ein Transportnetzbetreiber oder ein Transportnetzeigentümer von einer oder mehreren Personen aus einem oder mehreren Drittstaaten allein oder gemeinsam kontrolliert, ist die Zertifizierung nur zu erteilen, wenn der Transportnetzbetreiber oder der Transportnetzeigentümer den Anforderungen der §§ 8 oder 9 oder der §§ 10 bis 10e genügt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie feststellt, dass die Erteilung der Zertifizierung die Sicherheit der Elektrizitäts- oder Gasversorgung der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union nicht gefährdet. Der Antragsteller hat mit der Antragstellung nach Absatz 1 zusätzlich beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die zur Beurteilung der Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit erforderlichen Unterlagen einzureichen.
(3)Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übermittelt der Regulierungsbehörde binnen drei Monaten nach Eingang der vollständigen erforderlichen Unterlagen nach Absatz 2 Satz 2 seine Bewertung, ob die Erteilung der Zertifizierung die Sicherheit der Elektrizitäts- oder Gasversorgung der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union gefährdet. Bei seiner Bewertung der Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit berücksichtigt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie1.die Rechte und Pflichten der Europäischen Union gegenüber diesem Drittstaat, die aus dem Völkerrecht, auch aus einem Abkommen mit einem oder mehreren Drittstaaten, dem die Union als Vertragpartei angehört und in dem Fragen der Energieversorgungssicherheit behandelt werden, erwachsen;2.die Rechte und Pflichten der Bundesrepublik Deutschland gegenüber diesem Drittstaat, die aus einem mit diesem Drittstaat geschlossenen Abkommen erwachsen, soweit sie mit dem Unionsrecht in Einklang stehen, und3.andere besondere Umstände des Einzelfalls und des betreffenden Drittstaats.
(4)Vor einer Entscheidung der Regulierungsbehörde über die Zertifizierung des Betriebs eines Transportnetzes bitten Regulierungsbehörde und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Europäische Kommission um Stellungnahme, ob der Transportnetzbetreiber oder der Transportnetzeigentümer den Anforderungen der §§ 8 oder 9 oder der §§ 10 bis 10e genügt und eine Gefährdung der Energieversorgungssicherheit der Europäischen Union auf Grund der Zertifizierung ausgeschlossen ist.
(5)Die Regulierungsbehörde hat innerhalb von zwei Monaten, nachdem die Europäische Kommission ihre Stellungnahme vorgelegt hat oder nachdem die Frist des Artikels 53 Absatz 6 der Richtlinie (EU) 2019/944 in der Fassung vom
  1. Juni 2024 oder des Artikels 72 Absatz 6 der Richtlinie (EU) 2024/1788 in der Fassung vom
  2. Juni 2024 abgelaufen ist, ohne dass die Europäische Kommission eine Stellungnahme vorgelegt hat, über den Antrag auf Zertifizierung zu entscheiden. Die Regulierungsbehörde hat in ihrer Entscheidung der Stellungnahme der Europäischen Kommission so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Die Bewertung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist Bestandteil der Entscheidung der Regulierungsbehörde.
(6)Die Regulierungsbehörde hat der Europäischen Kommission unverzüglich die Entscheidung zusammen mit allen die Entscheidung betreffenden wichtigen Informationen mitzuteilen.
(7)Die Regulierungsbehörde hat ihre Entscheidung zusammen mit der Stellungnahme der Europäischen Kommission im Amtsblatt der Bundesnetzagentur in nicht personenbezogener Form zu veröffentlichen. Weicht die Entscheidung von der Stellungnahme der Europäischen Kommission ab, ist mit der Entscheidung die Begründung für diese Entscheidung mitzuteilen und zu veröffentlichen.

§ 4cPflichten der Transportnetzbetreiber

Die Transportnetzbetreiber haben die Regulierungsbehörde unverzüglich über alle geplanten Transaktionen und Maßnahmen sowie sonstige Umstände zu unterrichten, die eine Neubewertung der Zertifizierungsvoraussetzungen nach den §§ 4a und 4b erforderlich machen können. Sie haben die Regulierungsbehörde insbesondere über Umstände zu unterrichten, in deren Folge eine oder mehrere Personen aus einem oder mehreren Drittstaaten allein oder gemeinsam die Kontrolle über den Transportnetzbetreiber erhalten. Die Regulierungsbehörde hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Kommission unverzüglich über Umstände nach Satz 2 zu informieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kann bei Vorliegen von Umständen nach Satz 2 seine Bewertung nach § 4b Absatz 1 widerrufen.

§ 4dWiderruf der Zertifizierung nach § 4a, nachträgliche Versehung mit Auflagen

Die Regulierungsbehörde kann eine Zertifizierung nach § 4a oder § 4b widerrufen oder erweitern oder eine Zertifizierung nachträglich mit Auflagen versehen sowie Auflagen ändern oder ergänzen, soweit auf Grund geänderter tatsächlicher Umstände eine Neubewertung der Zertifizierungsvoraussetzungen erforderlich wird. Die Regulierungsbehörde kann eine Zertifizierung auch nachträglich mit Auflagen versehen sowie Auflagen ändern oder ergänzen. Insbesondere kann sie dem Transportnetzbetreiber Maßnahmen aufgeben, die erforderlich sind, um zu gewährleisten, dass der Transportnetzbetreiber die Anforderungen der §§ 8 bis 10e erfüllt. § 65 bleibt unberührt.

§ 4eZertifizierung des Betreibers einer Gasspeicheranlage

(1)Das Verfahren zur Zertifizierung des Betreibers einer Gasspeicheranlage nach Artikel 15 der Verordnung (EU) 2024/1789 beginnt auf schriftlichen Antrag des Betreibers einer Gasspeicheranlage bei der Bundesnetzagentur oder wird von der Bundesnetzagentur von Amts wegen eingeleitet. Mit dem Antrag auf Zertifizierung hat der Betreiber der Gasspeicheranlage die für die Durchführung des Zertifizierungsverfahrens erforderlichen Unterlagen der Bundesnetzagentur elektronisch zur Verfügung zu stellen. Im Falle der Verfahrenseinleitung von Amts wegen hat der Betreiber der Gasspeicheranlage die Unterlagen nach Satz 2 auf Verlangen der Bundesnetzagentur elektronisch zur Verfügung zu stellen. Die nach den Sätzen 2 oder 3 zur Verfügung zu stellenden Unterlagen hat die Bundesnetzagentur dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie elektronisch zur Verfügung zu stellen, soweit diese für die Prüfung nach Artikel 15 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2024/1789 erforderlich sind. Auf Verlangen der Bundesnetzagentur oder des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sind die nach Satz 2, 3 oder 4 elektronisch zur Verfügung zu stellenden Unterlagen zusätzlich auch schriftlich zu übermitteln.
(2)Die Bundesnetzagentur nimmt im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens die Aufgaben nach Artikel 15 Absatz 2 bis 7 und 10 der Verordnung (EU) 2024/1789 wahr. Die Bundesnetzagentur kann hierbei zu Fragen der Beeinträchtigung der wesentlichen Sicherheitsinteressen insbesondere auch das Bundesministerium des Innern beteiligen. Dem Bundesministerium des Innern können die zur entsprechenden Prüfung erforderlichen Unterlagen durch die Bundesnetzagentur zur Verfügung gestellt werden.
(3)Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellt die für die Prüfung nach Artikel 15 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2024/1789 zu Grunde zu legende Bewertung und übermittelt diese an die Bundesnetzagentur.
(4)Die Zertifizierungsentscheidung der Bundesnetzagentur wird im Amtsblatt der Bundesnetzagentur gemeinsam mit der Stellungnahme der Europäischen Kommission unter Verwendung nicht personenbezogener Daten veröffentlicht.

§ 5Anzeige der Energiebelieferung von Haushaltskunden; Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

(1)Energielieferanten, die Haushaltskunden mit Energie beliefern, müssen nach Maßgabe des Absatzes 2 Satz 1 und 2 die Aufnahme und Beendigung der Tätigkeit sowie Änderungen ihrer Firma bei der Bundesnetzagentur anzeigen; ausgenommen ist die Belieferung von Haushaltskunden ausschließlich innerhalb einer Kundenanlage oder eines geschlossenen Verteilernetzes sowie über nicht auf Dauer angelegte Leitungen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht laufend auf ihrer Internetseite eine Liste der angezeigten Energielieferanten; dabei werden die Firma und die Adresse des Sitzes der angezeigten Energielieferanten veröffentlicht. Von der Bundesnetzagentur werden monatlich die Energielieferanten veröffentlicht, die in den jeweils letzten zwölf Monaten die Beendigung ihrer Tätigkeit angezeigt haben.
(2)Die nach Absatz 1 Satz 1 erster Halbsatz erforderliche Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit ist unverzüglich vorzunehmen. Die nach Absatz 1 Satz 1 erster Halbsatz erforderliche Anzeige der Beendigung der Tätigkeit hat der Energielieferant nach Maßgabe des Satzes 4 und so rechtzeitig vorzunehmen, dass diese der Bundesnetzagentur spätestens drei Monate vor dem geplanten Beendigungstermin zugeht. Der Energielieferant darf die Tätigkeit nicht vor Ablauf des nach Satz 2 angezeigten Beendigungstermins beenden, es sei denn, er hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mit der Anzeige der Beendigung der Tätigkeit nach Absatz 1 Satz 1 erster Halbsatz hat der Energielieferant zugleich den geplanten Beendigungstermin mitzuteilen und darzulegen, wie die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen des Energielieferanten gegenüber Haushaltskunden bis zur geplanten Beendigung der Tätigkeit sichergestellt ist. Die vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem Energielieferanten und den betroffenen Haushaltskunden bleiben unberührt.
(3)Zeitgleich mit der Anzeige der Beendigung der Tätigkeit nach Absatz 2 Satz 2 hat der Energielieferant die von der Beendigung betroffenen Haushaltskunden und die Netzbetreiber, in deren Netzgebieten er Haushaltskunden beliefert, in Textform über das Datum der Beendigung seiner Tätigkeit zu informieren. Der Energielieferant ist verpflichtet, die Anzeige zugleich einfach auffindbar auf seiner Internetseite zu veröffentlichen.
(4)Mit der Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit ist das Vorliegen der personellen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie der Zuverlässigkeit der Geschäftsleitung darzulegen. Die Bundesnetzagentur ist berechtigt, das Vorliegen der personellen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie der Zuverlässigkeit der Geschäftsleitung jederzeit unter Nutzung der behördlichen Aufsichtsrechte nach diesem Gesetz zu überprüfen. Die Bundesnetzagentur kann die Vorlage des Jahresabschlusses über das letzte Geschäftsjahr und, sofern der Abschluss von einem Abschlussprüfer geprüft worden ist, auch die Vorlage des Prüfungsberichtes sowie des Bestätigungsvermerkes oder Versagungsvermerkes des Abschlussprüfers verlangen.
(4a)Jeder Stromlieferant, der Haushaltskunden mit Elektrizität beliefert, muss zur Gewährleistung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit über angemessene Absicherungsstrategien verfügen und diese befolgen, um das Risiko von Änderungen des Elektrizitätsangebots auf dem Großhandelsmarkt für die wirtschaftliche Tragfähigkeit seiner Verträge mit Kunden zu begrenzen und gleichzeitig die Liquidität an Kurzfristmärkten und die von diesen Märkten ausgehenden Preissignale aufrechtzuerhalten. Er muss darüber hinaus angemessene Maßnahmen ergreifen, um das Risiko eines Ausfalls der Belieferung seiner Kunden zu begrenzen. Die Bundesnetzagentur kann von dem Stromlieferanten jederzeit, auch im Rahmen des Monitorings nach § 35, die Vorlage der Absicherungsstrategien nach Satz 1 und, sofern die Absicherungsstrategie und die Maßnahmen nach Satz 2 nach Auffassung der Bundesnetzagentur nicht geeignet sind, die in Satz 1 genannten Ziele zu erreichen, Anpassungen der Absicherungsstrategien verlangen.
(5)Die Regulierungsbehörde kann einem Energielieferanten die Ausübung der Tätigkeit jederzeit ganz oder teilweise untersagen, wenn die personelle, technische oder wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder Zuverlässigkeit nicht gewährleistet ist. Satz 1 sowie Absatz 1 Satz 3 und Absatz 4 sind nicht für Energielieferanten mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union anzuwenden, wenn der Energielieferant von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaates ordnungsgemäß zugelassen worden ist.

§ 5aSpeicherungspflichten, Veröffentlichung von Daten

(1)Energieversorgungsunternehmen, die Energie an Kunden verkaufen, haben die hierfür erforderlichen Daten über sämtliche mit Großhandelskunden und Transportnetzbetreibern sowie im Gasbereich mit Betreibern von Gasspeicheranlagen und LNG-Anlagen im Rahmen von Energieversorgungsverträgen und Energiederivaten getätigte Transaktionen für die Dauer von fünf Jahren zu speichern und sie auf Verlangen der Regulierungsbehörde, dem Bundeskartellamt, den Landeskartellbehörden sowie der Europäischen Kommission zu übermitteln, soweit dies für deren jeweilige Aufgabenerfüllung erforderlich ist. Daten im Sinne des Satzes 1 sind genaue Angaben zu den Merkmalen der Transaktionen wie Laufzeit-, Liefer- und Abrechnungsbestimmungen, Menge, Datum und Uhrzeit der Ausführung, Transaktionspreise und Angaben zur Identifizierung des betreffenden Vertragspartners sowie entsprechende Angaben zu sämtlichen offenen Positionen und nicht abgerechneten Energieversorgungsverträgen und Energiederivaten.
(2)Die Regulierungsbehörde kann Informationen nach Absatz 1 in nicht personenbezogener Form veröffentlichen, wenn damit keine wirtschaftlich sensiblen Daten über einzelne Marktakteure oder einzelne Transaktionen preisgegeben werden. Satz 1 gilt nicht für Informationen über Energiederivate. Die Regulierungsbehörde stellt vor der Veröffentlichung das Einvernehmen mit dem Bundeskartellamt her.
(3)Soweit sich aus dem 1.Wertpapierhandelsgesetz,2.den Artikeln 72 bis 76 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565 oder3.handels- oder steuerrechtlichen Bestimmungen Pflichten zur Aufbewahrung ergeben, die mit den Pflichten nach Absatz 1 vergleichbar sind, ist das Energieversorgungsunternehmen insoweit von den Pflichten zur Aufbewahrung gemäß Absatz 1 befreit.

§ 5bAnzeige von Verdachtsfällen, Verschwiegenheitspflichten

(1)Personen, die beruflich Transaktionen mit Energiegroßhandelsprodukten arrangieren oder beruflich Transaktionen nach Artikel 16 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 sowie auch Transaktionen mit Energiegroßhandelsprodukten ausführen, dürfen ausschließlich Personen, die auf Grund ihres Berufs einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen, und staatliche Stellen von einer Anzeige nach Artikel 15 Absatz 1 oder Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1227/2011 in der Fassung vom
  1. Juni 2024 oder einer daraufhin eingeleiteten Untersuchung oder einem daraufhin eingeleiteten Ermittlungsverfahren in Kenntnis setzen. Die Bundesnetzagentur kann Inhalt und Ausgestaltung der Vorkehrungsmaßnahmen und Verfahren nach Artikel 15 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1227/2011 in der Fassung vom
  2. Juni 2024 durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 näher bestimmen. Für die zur Auskunft nach Artikel 15 Absatz 1 und 2 der Verordnung (EU) Nr. 1227/2011 in der Fassung vom
  3. Juni 2024 verpflichteten Personen ist § 55 der Strafprozessordnung entsprechend anzuwenden.
(2)Ergreift die Bundesnetzagentur Maßnahmen wegen eines möglichen Verstoßes gegen ein Verbot nach Artikel 3 oder Artikel 5 der Verordnung (EU) Nr. 1227/2011, so dürfen die Adressaten dieser Maßnahmen ausschließlich Personen, die auf Grund ihres Berufs einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen, und staatliche Stellen von diesen Maßnahmen oder von einem daraufhin eingeleiteten Ermittlungsverfahren in Kenntnis setzen.

§ 5cIT-Sicherheit im Anlagen- und im Netzbetrieb, Festlegungskompetenz

(1)Die folgenden Betreiber haben für die genannten Systeme einen angemessenen Schutz gegen Bedrohungen zu gewährleisten: 1.der Betreiber eines Energieversorgungsnetzes für Telekommunikationssysteme und für elektronische Datenverarbeitungssysteme, die für den sicheren Betrieb des Energieversorgungsnetzes notwendig sind,2.der Betreiber einer Energieanlage, der eine besonders wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 1 des BSI-Gesetzes oder eine wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 2 des BSI-Gesetzes ist und dessen Energieanlage an ein Energieversorgungsnetz angeschlossen ist, für Telekommunikationssysteme sowie für elektronische Datenverarbeitungssysteme, die für einen sicheren Betrieb der Energieanlage notwendig sind,3.der Betreiber eines digitalen Energiedienstes, der eine besonders wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 1 des BSI-Gesetzes oder eine wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 2 des BSI-Gesetzes ist und der den digitalen Energiedienst an einer Energieanlage ausübt, die an ein Energieversorgungsnetz angeschlossen ist, für Telekommunikationssysteme sowie für elektronische Datenverarbeitungssysteme, die für einen sicheren Betrieb der Anlage notwendig sind.Der angemessene Schutz nach Satz 1 ist bereits bei der Beschaffung von Anlagengütern und Dienstleistungen sicherzustellen.
(2)Die Anforderungen an den angemessenen Schutz werden von der Bundesnetzagentur im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in einem Katalog von Sicherheitsanforderungen (IT-Sicherheitskatalog) durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 bestimmt. Die Bundesnetzagentur kann die Anforderungen an einen angemessenen Schutz eines Energieversorgungsnetzes, einer Energieanlage oder eines Energiedienstes auch jeweils in einem gesonderten IT-Sicherheitskatalog durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 bestimmen. Die Bundesnetzagentur beteiligt jeweils die Betreiber nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 und deren Branchenverbände entsprechend ihrer Betroffenheit. Für Telekommunikationssysteme sowie für elektronische Datenverarbeitungssysteme von Anlagen nach § 7 Absatz 1 des Atomgesetzes sind ergänzend für die Erarbeitung des IT-Sicherheitskatalogs die für die nukleare Sicherheit zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder zu beteiligen. Vorgaben auf Grund des Atomgesetzes haben Vorrang vor den Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs. Die Bundesnetzagentur überprüft den IT-Sicherheitskatalog alle zwei Jahre und aktualisiert ihn bei Bedarf. Mit der Einhaltung des IT-Sicherheitskatalogs durch den Betreiber nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 gilt der angemessene Schutz als eingehalten.
(3)Der IT-Sicherheitskatalog soll ein Sicherheitsniveau der informationstechnischen Systeme, Komponenten und Prozesse gewährleisten, das dem bestehenden Risiko angemessen ist. Der IT-Sicherheitskatalog soll unter Berücksichtigung der einschlägigen europäischen Normen oder internationalen Normen, der Einhaltung des Standes der Technik sowie der Umsetzungskosten erstellt werden. Zur Wahrung der Angemessenheit der Anforderungen des jeweiligen IT-Sicherheitskatalogs sind bei der Erstellung folgende Faktoren zu berücksichtigen: 1.das Ausmaß der Risikoexposition,2.die Größe des Betreibers,3.die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere von Sicherheitsvorfällen sowie4.die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen.
(4)Der IT-Sicherheitskatalog hat mindestens Vorgaben zu enthalten für: 1.Konzepte in Bezug auf die Risikoanalyse und Sicherheit für Informationstechnik,2.die Bewältigung von Sicherheitsvorfällen,3.die Aufrechterhaltung des Betriebs, wie Backup-Management und Wiederherstellung nach einem Notfall, und das Krisenmanagement,4.die Sicherheit der Lieferkette einschließlich sicherheitsbezogener Aspekte der Beziehungen zwischen den einzelnen Einrichtungen und ihren unmittelbaren Anbietern oder Diensteanbietern,5.Sicherheitsmaßnahmen bei Erwerb, Entwicklung und Wartung von Netz- und Informationssystemen, einschließlich Management und Offenlegung von Schwachstellen,6.Konzepte und Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen im Bereich der Sicherheit der Informationstechnik,7.grundlegende Verfahren im Bereich der Cyberhygiene und für Schulungen im Bereich der Sicherheit der Informationstechnik,8.Konzepte und Verfahren für den Einsatz von Kryptografie und Verschlüsselung,9.die Sicherheit des Personals, Konzepte für die Zugriffskontrolle und das Management von Anlagen,10.die Verwendung von Lösungen zur Multi-Faktor-Authentifizierung oder kontinuierlichen Authentifizierung, gesicherte Sprach-, Video- und Textkommunikation sowie gegebenenfalls gesicherte Notfallkommunikationssysteme innerhalb der Einrichtung,11.den Einsatz von Systemen zur Angriffserkennung nach § 2 Nummer 41 des BSI-Gesetzes,12.den Einsatz eines Elements oder einer Gruppe von Elementen eines Netz- oder Informationssystems (IKT-Produkt), eines Dienstes, der vollständig oder überwiegend aus der Übertragung, Speicherung, Abfrage oder Verarbeitung von Informationen mittels Netz- und Informationssystemen besteht (IKT-Dienst), und jeglicher Tätigkeiten, mit denen ein IKT-Produkt oder ein IKT-Dienst konzipiert, entwickelt, bereitgestellt oder gepflegt werden soll (IKT-Prozess), mit Cybersicherheitszertifizierung gemäß europäischer Schemata nach Artikel 49 der Verordnung (EU) 2019/881.
(5)Die Bundesnetzagentur kann in dem IT-Sicherheitskatalog 1.nähere Bestimmungen treffen zu Format, Inhalt und Gestaltung der nach § 5d Absatz 1 Satz 1 erforderlichen Dokumentation über die Einhaltung der Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs,2.nähere Bestimmungen zur Behebung von Sicherheitsmängeln sowie3.Regelungen festlegen zur regelmäßigen Überprüfung der Erfüllung der Sicherheitsanforderungen.
(6)Die Bundesnetzagentur legt bis zum Ablauf des
  1. Januar 2026 im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 in einem Katalog für den Betrieb von Energieversorgungsnetzen und Energieanlagen fest, 1.welche Komponenten kritische Komponenten nach § 2 Nummer 23 Buchstabe c Doppelbuchstabe aa des BSI-Gesetzes sind oder2.welche Funktionen kritisch bestimmte Funktionen nach § 2 Nummer 23 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb des BSI-Gesetzes sind.Der Betreiber nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2, der zugleich eine kritische Anlage nach § 2 Nummer 22 des BSI-Gesetzes betreibt, hat die Vorgaben des Katalogs spätestens sechs Monate nach dessen in der Festlegung nach § 29 Absatz 1 bestimmten Inkrafttretens zu erfüllen, es sei denn, in dem Katalog ist eine davon abweichende Umsetzungsfrist festgelegt worden. Die Befugnis der Bundesnetzagentur nach Satz 1 besteht bis zum Erlass einer Rechtsverordnung nach § 56 Absatz 7 des BSI-Gesetzes für den Sektor Energie fort. Eine von der Bundesnetzagentur auf der Grundlage von Satz 1 oder auf der Grundlage von § 11 Absatz 1a Satz 2 des Energiewirtschaftsgesetzes in der am
  2. Dezember 2025 geltenden Fassung erlassene Allgemeinverfügung ist mit dem Inkrafttreten einer Rechtsverordnung nach § 56 Absatz 7 des BSI-Gesetzes für Energieversorgungsnetze und Energieanlagen aufzuheben.

§ 5dDokumentations-, Melde-, Registrierungspflicht

(1)Der Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 hat die Einhaltung der Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs zu dokumentieren. Der Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und der Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und 3, der jeweils eine besonders wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 1 des BSI-Gesetzes ist, hat die Dokumentation nach Satz 1 der Bundesnetzagentur unverzüglich nach der Erstellung zu übermitteln. Auf Verlangen der Bundesnetzagentur hat der Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 einen Mängelbeseitigungsplan vorzulegen. Ergeben sich aus dem Mängelbeseitigungsplan Sicherheitsmängel, so kann die Bundesnetzagentur von dem Betreiber die Beseitigung dieser Mängel innerhalb einer gesetzten Frist verlangen.

Der Betreiber hat der Bundesnetzagentur und den in deren Auftrag handelnden Personen zum Zweck der Überprüfung der Einhaltung des IT-Sicherheitskatalogs das Betreten der Geschäfts- und Betriebsräume während der üblichen Betriebszeiten zu gestatten und auf Verlangen die in Betracht kommenden Aufzeichnungen, Schriftstücke und sonstigen Unterlagen in geeigneter Weise vorzulegen. Er hat Auskunft zu erteilen und die erforderliche Unterstützung zu gewähren. Für die Überprüfung erhebt die Bundesnetzagentur nur dann Gebühren und Auslagen, wenn die Bundesnetzagentur auf Grund von Anhaltspunkten tätig geworden ist, die berechtigte Zweifel an der Einhaltung der Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs begründen.

(2)Erlangt die Bundesnetzagentur Kenntnis über Hinweise oder Informationen, wonach ein Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 die Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs nicht oder nicht richtig umsetzt, so kann sie von dem Betreiber Informationen anfordern, um die Einhaltung des IT-Sicherheitskatalogs zu überprüfen. Absatz 1 Satz 3 bis 7 ist entsprechend anzuwenden.
(3)Der Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 ist verpflichtet, der Meldestelle nach § 32 des BSI-Gesetzes folgende Informationen zu melden: 1.unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden nach Kenntniserlangung von einem erheblichen Sicherheitsvorfall nach § 2 Nummer 11 des BSI-Gesetzes: eine frühe Erstmeldung, in der angegeben wird, ob der Verdacht besteht, dass der erhebliche Sicherheitsvorfall auf eine rechtswidrige oder eine böswillige Handlung zurückzuführen ist oder dass er grenzüberschreitende Auswirkungen haben könnte,2.unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden nach Kenntniserlangung von einem erheblichen Sicherheitsvorfall nach § 2 Nummer 11 des BSI-Gesetzes: eine Meldung über den erheblichen Sicherheitsvorfall, in der die in Nummer 1 genannten Informationen bestätigt oder aktualisiert werden und in der eine erste Bewertung des erheblichen Sicherheitsvorfalls vorgenommen wird, einschließlich der Bewertung seines Schweregrads und seiner Auswirkungen und einschließlich der Angabe der Kompromittierungsfaktoren,3.auf Ersuchen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik eine Zwischenmeldung über relevante Statusaktualisierungen,4.spätestens einen Monat nach Übermittlung der Meldung des erheblichen Sicherheitsvorfalls nach § 2 Nummer 11 des BSI-Gesetzes eine Abschlussmeldung, die Folgendes enthält: a)eine ausführliche Beschreibung des erheblichen Sicherheitsvorfalls nach § 2 Nummer 11 des BSI-Gesetzes, einschließlich seines Schweregrads und seiner Auswirkungen,b)Angaben zur Art der Bedrohung beziehungsweise zur Ursache, die wahrscheinlich den erheblichen Sicherheitsvorfall nach § 2 Nummer 11 des BSI-Gesetzes ausgelöst hat,c)Angaben zu den getroffenen und den laufenden Abhilfemaßnahmen zur Abwendung oder Behebung des erheblichen Sicherheitsvorfalls,d)gegebenenfalls die grenzüberschreitenden Auswirkungen des erheblichen Sicherheitsvorfalls nach § 2 Nummer 11 des BSI-Gesetzes.§ 32 Absatz 2 bis 5 und § 36 des BSI-Gesetzes sind entsprechend anzuwenden.

Bei Meldungen nach diesem Absatz trifft das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Maßnahmen nach § 36 des BSI-Gesetzes im Benehmen mit der Bundesnetzagentur.

(4)Der Betreiber eines Energieversorgungsnetzes, der keine besonders wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 1 des BSI-Gesetzes oder keine wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 2 des BSI-Gesetzes ist, ist verpflichtet, spätestens bis zum Ablauf des 6. März 2026 dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Angaben nach § 33 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 des BSI-Gesetzes zur Registrierung zu übermitteln. § 33 Absatz 2 bis 5 des BSI-Gesetzes ist für den in Satz 1 genannten Betreiber entsprechend anzuwenden mit der Maßgabe, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Registrierung auch selbst vornehmen und eine Kontaktstelle benennen kann, wenn der Betreiber seine Pflicht zur Registrierung nicht erfüllt.

Nimmt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine solche Registrierung selbst vor, so informiert es sowohl den betreffenden Betreiber als auch die Bundesnetzagentur darüber und übermittelt die damit verbundenen Kontaktdaten. Jeder Betreiber hat sicherzustellen, dass er über die von ihm benannte oder durch die durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik festgelegte Kontaktstelle jederzeit erreichbar ist. Für den Betreiber eines Energieversorgungsnetzes, der eine besonders wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 1 des BSI-Gesetzes oder eine wichtige Einrichtung nach § 28 Absatz 2 des BSI-Gesetzes ist und für Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und 3 ist § 33 des BSI-Gesetzes auch mit den in den Sätzen 2 bis 4 enthaltenen Maßgaben anzuwenden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik übermittelt die durch die Registrierung der Betreiber nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 erhaltenen Daten sowie jede Änderung der Registrierungen unverzüglich an die Bundesnetzagentur. Die Übermittlung von Informationen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nach § 40 Absatz 3 Nummer 4 Buchstabe a des BSI-Gesetzes erfolgt an diese Kontaktstelle.

(5)Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat die Hinweise oder Informationen nach Absatz 2 und solche Meldungen über Sicherheitsvorfälle nach § 32 des BSI-Gesetzes, bei denen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Kenntnis von einer Relevanz für die Energieversorgungssicherheit und die Erfüllung der Zwecke und Ziele nach § 1 erlangt, unverzüglich an die Bundesnetzagentur weiterzuleiten. Die Bundesnetzagentur führt unverzüglich eine Bewertung der Auswirkungen des nach Satz 1 übermittelten Sicherheitsvorfalls auf die Energieversorgungssicherheit durch und übermittelt ihre Ergebnisse an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Die Bundesnetzagentur kann von dem betroffenen Unternehmen die Herausgabe der zur Bewertung der Auswirkungen des Sicherheitsvorfalls auf die Energieversorgungssicherheit notwendigen Informationen, einschließlich personenbezogener Daten, verlangen.

Sie ist befugt, zur Bewertung der Auswirkungen des Sicherheitsvorfalls auf die Energieversorgungssicherheit erforderliche personenbezogene Daten zu erheben, zu speichern und zu verwenden. Das betroffene Unternehmen hat der Bundesnetzagentur die zur Bewertung der Auswirkungen des Sicherheitsvorfalls auf die Energieversorgungssicherheit notwendigen Informationen, einschließlich personenbezogener Daten, zu übermitteln. Die Bundesnetzagentur kann bei der Durchführung der Bewertung nach Satz 2 die Betreiber von Übertragungs-, von Fernleitungs- sowie von Verteilernetzen einbeziehen und ist befugt, ihnen die hierzu erforderlichen personenbezogenen Daten zu übermitteln. Die Betreiber von Übertragungs-, von Fernleitungs- sowie von Verteilernetzen sind befugt, die ihnen nach Satz 5 zum dort genannten Zweck übermittelten personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu verwenden.

Nach Erstellung der Bewertung sind die hierzu gespeicherten und verwendeten personenbezogenen Daten von der Bundesnetzagentur und den Betreibern von Übertragungs-, von Fernleitungs- sowie von Verteilernetzen unverzüglich zu löschen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik berücksichtigt die Bewertung der Bundesnetzagentur bei der Erfüllung der Aufgaben nach § 40 Absatz 3 Nummer 2 des BSI-Gesetzes. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Bundesnetzagentur haben jeweils sicherzustellen, dass die unbefugte Offenbarung der ihnen nach Satz 1 zur Kenntnis gelangten Hinweise und Meldungen ausgeschlossen wird. Zugang zu den Akten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik sowie zu den Akten der Bundesnetzagentur in Angelegenheiten nach § 5c Absatz 1 bis 5 und den Absätzen 1 bis 4 sowie dieses Absatzes wird nicht gewährt. § 29 des Verwaltungsverfahrensgesetzes bleibt unberührt.

§ 5eUmsetzungs-, Überwachungs- und Schulungspflicht für Geschäftsleitungen

(1)Die Geschäftsleitung eines Betreibers nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 ist verpflichtet, die Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs umzusetzen und die Umsetzung zu überwachen.
(2)Eine Geschäftsleitung eines Betreibers nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3, die ihre Pflichten nach Absatz 1 verletzt, haftet ihrer Einrichtung für einen schuldhaft verursachten Schaden nach den auf die Rechtsform der Einrichtung anwendbaren Regeln des Gesellschaftsrechts. Nach diesem Gesetz haften sie nur, wenn die für die Einrichtung maßgeblichen gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen keine Haftungsregelung nach Satz 1 enthalten.
(3)Die Geschäftsleitung eines Betreibers nach § 5c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 muss regelmäßig an Schulungen teilnehmen, um ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Erkennung und Bewertung von Risiken und von Risikomanagementpraktiken im Bereich der Sicherheit in der Informationstechnik zu erlangen sowie um die Auswirkungen von Risiken sowie Risikomanagementpraktiken auf die von der Einrichtung erbrachten Dienste beurteilen zu können.

§ 5fNachweise und behördliche Anordnungen zu Resilienzpflichten nach dem KRITIS-Dachgesetz; Festlegungskompetenz

(1)Ein Betreiber kritischer Anlagen nach § 2 Nummer 1 des KRITIS-Dachgesetzes vom 11. März 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 66), der für die Erbringung einer kritischen Dienstleistung nach § 2 Nummer 4 des KRITIS-Dachgesetzes in einem der in § 3 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a bis c des KRITIS-Dachgesetzes bestimmten Bereiche erheblich ist, hat die Einhaltung der Verpflichtungen nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes zum Zwecke des Nachweises zu dokumentieren. Die Bundesnetzagentur kann verlangen, dass der Nachweis zur Einhaltung der Verpflichtung nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes durch ein Zertifikat auf der Grundlage eines Audits nach Absatz 2 erbracht wird. Der Betreiber nach Satz 1 hat die Einhaltung der Verpflichtung nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes der Bundesnetzagentur nach Maßgabe des Absatzes 3 Satz 1 und 2 nachzuweisen.
(2)Die Bundesnetzagentur kann zum Zwecke der Überprüfung, ob die Verpflichtungen nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes durch den in Absatz 1 genannten Betreiber eingehalten werden, im Benehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 in einem Sicherheitskatalog für die physische Resilienz Bestimmungen treffen: 1.zur Durchführung der Zertifizierung einschließlich des Audits,2.zu fachlichen und organisatorischen Anforderungen an die zertifizierende Stelle,3.zu Format, Inhalt und Gestaltung von Nachweisen,4.zur Behebung von Mängeln bei der Einhaltung der Verpflichtungen nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes,5.zum Schutz von Handels- und Geschäftsgeheimnissen und6.zur Überprüfung der Einhaltung der Verpflichtungen nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes.Soweit maritime Infrastrukturen in der ausschließlichen Wirtschaftszone nach § 2 Nummer 12 des KRITIS-Dachgesetzes in einem der in § 3 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a bis c des KRITIS-Dachgesetzes bestimmten Bereiche betroffen sind, stellt die Bundesnetzagentur auch das Benehmen mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie her.
(3)Auf Verlangen der Bundesnetzagentur hat der Betreiber nach Absatz 1 die Dokumentation nach Absatz 1 Satz 1 und das Zertifikat nach Absatz 1 Satz 2 zu übermitteln. Die Bundesnetzagentur kann dabei auch die Vorlage der nach § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes durchgeführten Risikoanalysen und Risikobewertungen sowie des Resilienzplans verlangen. § 8 Absatz 2 Satz 2 des KRITIS-Dachgesetzes ist entsprechend anzuwenden. Bei der Auswahl, von welchem Betreiber kritischer Anlagen Nachweise nach den Sätzen 1 und 2 angefordert werden, verfolgt die Bundesnetzagentur einen risikobasierten Ansatz. Sie wählt hierfür die Betreiber kritischer Anlagen anhand des Ausmaßes der Risikoexposition, der Größe des Betreibers kritischer Anlagen und der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere von möglichen Vorfällen sowie deren möglichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen aus. Soweit maritime Infrastrukturen in der ausschließlichen Wirtschaftszone nach § 2 Nummer 12 des KRITIS-Dachgesetzes in einem der in § 3 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a bis c des KRITIS-Dachgesetzes bestimmten Bereiche betroffen sind, trifft die Bundesnetzagentur eine Anordnung nach den Sätzen 1 und 2 im Benehmen mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.
(4)Die Bundesnetzagentur kann die Einhaltung der in § 13 Absatz 1 des KRITIS-Dachgesetzes geregelten Pflichten jederzeit überprüfen. Absatz 3 Satz 4 und 5 ist dabei entsprechend anzuwenden. Bei der Durchführung der Überprüfung kann die Bundesnetzagentur sich eines qualifizierten unabhängigen Dritten bedienen.
(5)Der Betreiber nach Absatz 1 hat der Bundesnetzagentur und den in ihrem Auftrag handelnden Personen zum Zweck der Überprüfung nach Absatz 4 das Betreten der Geschäfts- und Betriebsräume sowie Zugang zu Informationen, Systemen und Anlagen im Zusammenhang mit der Erbringung ihrer kritischen Dienstleistung während der üblichen Betriebszeiten zu gestatten und auf Verlangen die in Betracht kommenden Aufzeichnungen, Schriftstücke und sonstigen Unterlagen in geeigneter Weise vorzulegen, Auskunft zu erteilen und die erforderliche Unterstützung zu gewähren. § 8 Absatz 2 Satz 2 des KRITIS-Dachgesetzes ist entsprechend anzuwenden.
(6)Die Bundesnetzagentur kann bei der Verletzung einer in § 13 des KRITIS-Dachgesetzes geregelten Pflicht von dem in Absatz 1 genannten Betreiber die Vorlage eines geeigneten Plans zur Beseitigung der Pflichtverletzung und die Durchführung von Maßnahmen zur Herstellung eines pflichtgemäßen Verhaltens innerhalb einer angemessenen Frist anordnen. Sie kann von dem in Absatz 1 genannten Betreiber auch die Vorlage eines geeigneten Nachweises der Beseitigung der Pflichtverletzung verlangen. Absatz 1 Satz 2, Absatz 4 Satz 1 und 3 und Absatz 5 sind entsprechend anzuwenden.
(7)Die Bundesnetzagentur beteiligt die betroffenen Betreiber nach Absatz 1 und die betroffenen Branchenverbände vor Festlegung des Sicherheitskatalogs für die physische Resilienz. Die Bundesnetzagentur überprüft den Sicherheitskatalog für die physische Resilienz alle zwei Jahre und aktualisiert ihn bei Bedarf.

020Teil 2Entflechtung

020010Abschnitt 1Gemeinsame Vorschriften für Verteilernetzbetreiber und Transportnetzbetreiber

§ 6Anwendungsbereich und Ziel der Entflechtung

(1)Vertikal integrierte Unternehmen und rechtlich selbstständige Betreiber von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen, die im Sinne des § 3 Nummer 109 mit einem vertikal integrierten Unternehmen verbunden sind, sind zur Gewährleistung von Transparenz sowie diskriminierungsfreier Ausgestaltung und Abwicklung des Netzbetriebs verpflichtet. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie die Unabhängigkeit der Netzbetreiber von anderen Tätigkeitsbereichen der Energieversorgung nach den §§ 6a bis 10e sicherstellen. Die §§ 9 bis 10e sind nur auf solche Transportnetze anwendbar, die am 3. September 2009 im Eigentum eines vertikal integrierten Unternehmens standen.
(2)Die in engem wirtschaftlichen Zusammenhang mit der rechtlichen und operationellen Entflechtung eines Verteilernetzes, eines Transportnetzes oder eines Betreibers von Gasspeicheranlagen nach § 7 Absatz 1 und §§ 7a bis 10e übertragenen Wirtschaftsgüter gelten als Teilbetrieb im Sinne der §§ 15, 16, 18, 20 und 24 des Umwandlungssteuergesetzes. Satz 1 gilt nur für diejenigen Wirtschaftsgüter, die unmittelbar auf Grund des Organisationsakts der Entflechtung übertragen werden. Für die Anwendung des § 15 Absatz 1 Satz 1 des Umwandlungssteuergesetzes gilt auch das Vermögen als zu einem Teilbetrieb gehörend, das der übertragenden Körperschaft im Rahmen des Organisationsakts der Entflechtung verbleibt. § 15 Absatz 2 und § 22 des Umwandlungssteuergesetzes, § 34 Absatz 7a des Körperschaftsteuergesetzes sowie § 6 Absatz 3 Satz 2 und Absatz 5 Satz 4 bis 6 sowie § 16 Absatz 3 Satz 3 und 4 des Einkommensteuergesetzes sind auf Maßnahmen nach Satz 1 nicht anzuwenden, sofern diese Maßnahme von Transportnetzbetreibern im Sinne des § 3 Nummer 98 oder Betreibern von Gasspeicheranlagen bis zum 3.

März 2012 ergriffen worden sind. Satz 4 gilt bezüglich des § 22 des Umwandlungssteuergesetzes und der in § 34 Absatz 7a des Körperschaftsteuergesetzes genannten Fälle nur für solche mit der siebenjährigen Sperrfrist behafteten Anteile, die zu Beginn der rechtlichen oder operationellen Entflechtung bereits bestanden haben und deren Veräußerung unmittelbar auf Grund des Organisationsakts der Entflechtung erforderlich ist. Für den Erwerber der Anteile gilt Satz 4 nicht und dieser tritt bezüglich der im Zeitpunkt der Veräußerung der Anteile noch laufenden Sperrfrist unter Besitzzeitanrechnung in die Rechtsstellung des Veräußerers ein. Bei der Prüfung der Frage, ob die Voraussetzungen für die Anwendung der Sätze 1 und 2 vorliegen, leistet die Regulierungsbehörde den Finanzbehörden Amtshilfe (§ 111 der Abgabenordnung).

(3)Erwerbsvorgänge im Sinne des § 1 des Grunderwerbsteuergesetzes, die sich für Verteilernetzbetreiber, Transportnetzbetreiber oder Betreiber von Gasspeicheranlagen aus der rechtlichen oder operationellen Entflechtung nach § 7 Absatz 1 und den §§ 7a bis 10e ergeben, sind von der Grunderwerbsteuer befreit. Absatz 2 Satz 4 und 7 gelten entsprechend.
(4)Die Absätze 2 und 3 gelten nicht für diejenigen Unternehmen, die eine rechtliche Entflechtung auf freiwilliger Grundlage vornehmen. (+++ § 6 Abs. 2 bis 4: Zur Anwendung vgl. § 118 Abs. 2 +++) § 6 Abs. 2 Satz 6 Kursivdruck: Fehlschreibung des Wortes "Besitzzeitanrechung" in "Besitzzeitanrechnung" korrigiert

§ 6aVerwendung von Informationen

(1)Unbeschadet gesetzlicher Verpflichtungen zur Offenbarung von Informationen haben vertikal integrierte Unternehmen, Transportnetzeigentümer, Netzbetreiber, Gasspeicheranlagenbetreiber sowie Betreiber von LNG-Anlagen sicherzustellen, dass die Vertraulichkeit wirtschaftlich sensibler Informationen, von denen sie in Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit als Transportnetzeigentümer, Netzbetreiber, Gasspeicheranlagenbetreiber sowie Betreiber von LNG-Anlagen Kenntnis erlangen, gewahrt wird.
(2)Legen das vertikal integrierte Unternehmen, Transportnetzeigentümer, Netzbetreiber, ein Gasspeicheranlagenbetreiber oder ein Betreiber von LNG-Anlagen über die eigenen Tätigkeiten Informationen offen, die wirtschaftliche Vorteile bringen können, so stellen sie sicher, dass dies in nicht diskriminierender Weise erfolgt. Sie stellen insbesondere sicher, dass wirtschaftlich sensible Informationen gegenüber anderen Teilen des Unternehmens vertraulich behandelt werden.

§ 6bRechnungslegung und Buchführung

(1)Vertikal integrierte Unternehmen im Sinne des § 3 Nummer 109, einschließlich rechtlich selbständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen, und rechtlich selbständige Netzbetreiber sowie Betreiber von Gasspeicheranlagen haben ungeachtet ihrer Eigentumsverhältnisse und ihrer Rechtsform einen Jahresabschluss und Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Ersten, Dritten und Vierten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen; § 264 Absatz 3 und § 264b des Handelsgesetzbuchs sind insoweit nicht anzuwenden. Handelt es sich bei dem Unternehmen nach Satz 1 um eine Personenhandelsgesellschaft oder das Unternehmen eines Einzelkaufmanns, dürfen das sonstige Vermögen der Gesellschafter oder des Einzelkaufmanns (Privatvermögen) nicht in die Bilanz und die auf das Privatvermögen entfallenden Aufwendungen und Erträge nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen werden.
(2)Im Anhang zum Jahresabschluss sind die Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 Absatz 2 oder § 311 des Handelsgesetzbuchs gesondert auszuweisen. Hierbei sind insbesondere Leistung und Gegenleistung anzugeben.
(3)Unternehmen nach Absatz 1 Satz 1 haben zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden: 1.Elektrizitätsübertragung;2.Elektrizitätsverteilung;3.Gasfernleitung;4.Gasverteilung;5.Gasspeicherung;6.Betrieb von LNG-Anlagen;7.Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2.Tätigkeit im Sinne dieser Bestimmung ist auch jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Elektrizitäts- oder Gasversorgungsnetzen, Gasspeichern, LNG-Anlagen oder Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2.

Für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors und innerhalb des Gassektors sind Konten zu führen, die innerhalb des jeweiligen Sektors zusammengefasst werden können. Für Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sind ebenfalls eigene Konten zu führen, die zusammengefasst werden können. Soweit eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, hat die Zuordnung durch Schlüsselung zu den Konten, die sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein muss, zu erfolgen. Mit der Aufstellung des Jahresabschlusses ist für jeden der genannten Tätigkeitsbereiche jeweils eine den in Absatz 1 Satz 1 genannten Vorschriften entsprechende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) aufzustellen und dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorzulegen.

Dabei sind in der Rechnungslegung die Regeln, einschließlich der Abschreibungsmethoden, anzugeben, nach denen die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den gemäß Satz 1 bis 4 geführten Konten zugeordnet worden sind.

(4)Die gesetzlichen Vertreter haben den Tätigkeitsabschluss unverzüglich, jedoch spätestens vor Ablauf des zwölften Monats des dem Abschlussstichtag nachfolgenden Geschäftsjahres, gemeinsam mit dem nach Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 325 des Handelsgesetzbuchs offenzulegenden Jahresabschluss der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln. § 326 des Handelsgesetzbuchs ist insoweit nicht anzuwenden.
(5)Die Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Absatz 1 umfasst auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach Absatz 3. Dabei ist neben dem Vorhandensein getrennter Konten auch zu prüfen, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet worden ist. Im Bestätigungsvermerk zum Jahresabschuss ist anzugeben, ob die Vorgaben nach Absatz 3 eingehalten worden sind.
(6)Unbeschadet der besonderen Pflichten des Prüfers nach Absatz 5 kann die Regulierungsbehörde zusätzliche Bestimmungen gegenüber dem Unternehmen nach Absatz 1 Satz 1 durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 treffen, die vom Prüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung über die nach Absatz 1 anwendbaren Prüfungsvoraussetzungen hinaus zu berücksichtigen sind. Sie kann insbesondere zusätzliche Schwerpunkte für die Prüfungen festlegen. Eine solche Festlegung muss spätestens sechs Monate vor dem Bilanzstichtag des jeweiligen Kalenderjahres ergehen.
(7)Der Auftraggeber der Prüfung des Jahresabschlusses hat der Regulierungsbehörde unverzüglich nach Feststellung des Jahresabschlusses eine Ausfertigung des Berichts über die Prüfung des Jahresabschlusses nach § 321 des Handelsgesetzbuchs (Prüfungsbericht) einschließlich erstatteter Teilberichte zu übersenden. Der Prüfungsbericht ist fest mit dem geprüften Jahresabschluss, dem Lagebericht und den erforderlichen Tätigkeitsabschlüssen zu verbinden. Der Bestätigungsvermerk oder der Vermerk über die Versagung sind im Prüfungsbericht wiederzugeben. Der Lagebericht muss auf die Tätigkeiten nach Absatz 3 Satz 1 eingehen. Geschäftsberichte zu den in Absatz 3 Satz 1 und 2 aufgeführten Tätigkeitsbereichen sind von den Unternehmen auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen. Tätigkeitsabschlüsse zu den Tätigkeitsbereichen, die nicht in Absatz 3 Satz 1 aufgeführt sind, hat die Regulierungsbehörde als Geschäftsgeheimnisse zu behandeln. Prüfberichte von solchen Unternehmen nach Absatz 1 Satz 1, die mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen, sind der Regulierungsbehörde zu übersenden, die für das regulierte Unternehmen nach § 54 Absatz 1 zuständig ist.
(8)Unternehmen, die nur deshalb als vertikal integriertes Unternehmen im Sinne des § 3 Nummer 109 einzuordnen sind, weil sie auch Betreiber eines geschlossenen Verteilernetzes sind, und ihre Abschlussprüfer sind von den Verpflichtungen nach den Absätzen 4 und 7 ausgenommen. Die Befugnisse der Regulierungsbehörde insbesondere nach § 110 Absatz 4 bleiben unberührt. (+++ § 6b: Zur Anwendung vgl. § 3 Abs. 4 MessbG +++) (+++ § 6b Abs. 3: Zur Anwendung vgl. § 26 Abs. 3 KWKG 2016 +++)

§ 6cOrdnungsgeldvorschriften

(1)Die Ordnungsgeldvorschriften der §§ 335 bis 335b des Handelsgesetzbuchs sind auf die Verletzung der Pflichten zur Offenlegung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach § 6b Absatz 1 Satz 1 oder des Tätigkeitsabschlusses nach § 6b Absatz 4 entsprechend anzuwenden. Das Ordnungsgeldverfahren kann durchgeführt werden 1.bei einer juristischen Person gegen die juristische Person oder die Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs;2.bei einer Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Absatz 1 des Handelsgesetzbuchs gegen die Personenhandelsgesellschaft oder gegen die in § 335b Satz 2 des Handelsgesetzbuchs genannten Personen;3.bei einer Personenhandelsgesellschaft, die nicht in Nummer 2 genannt ist, gegen die Personenhandelsgesellschaft oder den oder die vertretungsbefugten Gesellschafter;4.bei einem Unternehmen, das in der Rechtsform des Einzelkaufmanns betrieben wird, gegen den Inhaber oder dessen gesetzlichen Vertreter.§ 329 des Handelsgesetzbuchs ist entsprechend anzuwenden.
(2)Die nach § 54 Absatz 1 zuständige Regulierungsbehörde übermittelt der das Unternehmensregister führenden Stelle einmal pro Kalenderjahr Name und Anschrift der ihr bekannt werdenden Unternehmen nach § 6b Absatz 1 Satz 1. (+++ § 6c: Zur Anwendung vgl. § 3 Abs. 4 MessbG +++)

§ 6dBetrieb eines Kombinationsnetzbetreibers

Der gemeinsame Betrieb eines Transport- sowie eines Verteilernetzes durch denselben Netzbetreiber ist zulässig, soweit dieser Netzbetreiber die Bestimmungen der §§ 8 oder 9 oder §§ 10 bis 10e einhält.

020020Abschnitt 2Entflechtung von Verteilernetzbetreibern und Betreibern von Gasspeicheranlagen

§ 7Rechtliche Entflechtung von Verteilernetzbetreibern

(1)Vertikal integrierte Unternehmen haben sicherzustellen, dass Verteilernetzbetreiber, die mit ihnen im Sinne von § 3 Nummer 109 verbunden sind, hinsichtlich ihrer Rechtsform unabhängig von anderen Tätigkeitsbereichen der Energieversorgung sind. Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen sind nicht berechtigt, Eigentümer einer Energiespeicheranlage zu sein oder eine solche zu errichten, zu verwalten oder zu betreiben.
(2)Vertikal integrierte Unternehmen, an deren Elektrizitätsverteilernetz weniger als 100 000 Kunden unmittelbar oder mittelbar angeschlossen sind, sind hinsichtlich der Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen, die mit ihnen im Sinne von § 3 Nummer 109 verbunden sind, von den Verpflichtungen nach Absatz 1 ausgenommen. Satz 1 gilt für Gasverteilernetze entsprechend.

§ 7aOperationelle Entflechtung von Verteilernetzbetreibern

(1)Unternehmen nach § 6 Absatz 1 Satz 1 haben die Unabhängigkeit ihrer im Sinne von § 3 Nummer 109 verbundenen Verteilernetzbetreiber hinsichtlich der Organisation, der Entscheidungsgewalt und der Ausübung des Netzgeschäfts nach Maßgabe der folgenden Absätze sicherzustellen.
(2)Für Personen, die für den Verteilernetzbetreiber tätig sind, gelten zur Gewährleistung eines diskriminierungsfreien Netzbetriebs folgende Vorgaben: 1.Personen, die mit Leitungsaufgaben für den Verteilernetzbetreiber betraut sind oder die Befugnis zu Letztentscheidungen besitzen, die für die Gewährleistung eines diskriminierungsfreien Netzbetriebs wesentlich sind, müssen für die Ausübung dieser Tätigkeiten einer betrieblichen Einrichtung des Verteilernetzbetreibers angehören und dürfen keine Angehörigen von betrieblichen Einrichtungen des vertikal integrierten Unternehmens sein, die direkt oder indirekt für den laufenden Betrieb in den Bereichen der Gewinnung, Erzeugung oder des Vertriebs von Energie an Kunden zuständig sind.2.Personen, die in anderen Teilen des vertikal integrierten Unternehmens sonstige Tätigkeiten des Netzbetriebs ausüben, sind insoweit den fachlichen Weisungen der Leitung des Verteilernetzbetreibers zu unterstellen.
(3)Unternehmen nach § 6 Absatz 1 Satz 1 haben geeignete Maßnahmen zu treffen, um die berufliche Handlungsunabhängigkeit der Personen zu gewährleisten, die mit Leitungsaufgaben des Verteilernetzbetreibers betraut sind.
(4)Vertikal integrierte Unternehmen haben zu gewährleisten, dass die Verteilernetzbetreiber tatsächliche Entscheidungsbefugnisse in Bezug auf die für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau des Netzes erforderlichen Vermögenswerte des vertikal integrierten Unternehmens besitzen und diese im Rahmen der Bestimmungen dieses Gesetzes unabhängig von der Leitung und den anderen betrieblichen Einrichtungen des vertikal integrierten Unternehmens ausüben können. Das vertikal integrierte Unternehmen hat sicherzustellen, dass der Verteilernetzbetreiber über die erforderliche Ausstattung in materieller, personeller, technischer und finanzieller Hinsicht verfügt, um tatsächliche Entscheidungsbefugnisse nach Satz 1 effektiv ausüben zu können.

Zur Wahrnehmung der wirtschaftlichen Befugnisse der Leitung des vertikal integrierten Unternehmens und seiner Aufsichtsrechte über die Geschäftsführung des Verteilernetzbetreibers im Hinblick auf dessen Rentabilität ist die Nutzung gesellschaftsrechtlicher Instrumente der Einflussnahme und Kontrolle, unter anderem der Weisung, der Festlegung allgemeiner Verschuldungsobergrenzen und der Genehmigung jährlicher Finanzpläne oder gleichwertiger Instrumente, insoweit zulässig als dies zur Wahrnehmung der berechtigten Interessen des vertikal integrierten Unternehmens erforderlich ist. Dabei ist die Einhaltung der §§ 11 bis 16a sicherzustellen. Weisungen zum laufenden Netzbetrieb sind nicht erlaubt; ebenfalls unzulässig sind Weisungen im Hinblick auf einzelne Entscheidungen zu baulichen Maßnahmen an Energieanlagen, solange sich diese Entscheidungen im Rahmen eines vom vertikal integrierten Unternehmen genehmigten Finanzplans oder gleichwertigen Instruments halten.

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.