Verordnung über das Verfahren für die Gewährung von Sondererstattungen bei der Ausfuhr von Rindfleisch nach Drittländern
Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt das Verfahren zur Gewährung von Sondererstattungen für die Ausfuhr von Rindfleisch in Länder außerhalb der EU. Sie legt fest, welche Behörden für die Kontrollen und Bescheinigungen zuständig sind und welche Bedingungen für die Erstattung erfüllt sein müssen.
Was es regelt
- Die Bedingungen für die Gewährung von Sondererstattungen bei der Ausfuhr von Rindfleisch.
- Die Bedingungen für die Gewährung von Sondererstattungen bei der Ausfuhr von bestimmten Arten von entbeintem Rindfleisch.
- Die Zuständigkeiten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und der Bundesfinanzverwaltung.
- Die Mindestmengen für die Durchführung von Kontrollmaßnahmen.
Wen es betrifft
- Unternehmen, die Rindfleisch in Drittländer exportieren und Sondererstattungen beantragen möchten.
- Zerlegebetriebe, die Rindfleisch für den Export vorbereiten.
Eckpunkte
- Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist zuständig für die Kontrolle von Fleisch ausgewachsener männlicher Rinder, die Ausstellung von Bescheinigungen und die Kennzeichnung.
- Die Bundesfinanzverwaltung ist zuständig für die Ausstellung von Bescheinigungen für entbeintes Fleisch und die Sicherung der Nämlichkeit.
- Die Bundesanstalt führt Maßnahmen nur durch, wenn mindestens 120 Viertel, 60 "quartiers compenses", 60 halbe Tierkörper oder 30 ganze Tierkörper je Schlachtstätte bereitgehalten werden.
- Eine Sondererstattung für Teilstücke setzt unter anderem voraus, dass die Vorderviertel und Hinterviertel entbeint und zerlegt sind und die Teilstücke unlöschbar gestempelt sind.
Gesetzestext
Verordnung über das Verfahren für die Gewährung von Sondererstattungen bei der Ausfuhr von Rindfleisch nach DrittländernStand
(+++ Textnachweis ab: 26.2.1994 +++)
(+++ Amtliche Hinweise des Normgebers auf EG-Recht: Durchführung der EWGV 32/82 (CELEX Nr: 31982R0032) EWGV 1964/82 (CELEX Nr: 31982R1964) +++)
EingangsformelAuf Grund des § 6 Abs. 1 Nr. 1, des § 15 Satz 1, des § 16 und des § 17 Abs. 3 Satz 1 sowie des § 31 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes zur Durchführung der Gemeinsamen Marktorganisationen in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. August 1986 (BGBl. I S. 1397) verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Einvernehmen mit den Bundesministerien der Finanzen und für Wirtschaft:
§ 1Anwendungsbereich
Die Vorschriften dieser Verordnung gelten für die Durchführung 1.der Verordnung (EG) Nr. 433/2007 der Kommission vom
- April 2007 zur Festlegung der Bedingungen für die Gewährung von Sondererstattungen bei der Ausfuhr von Rindfleisch (ABl. EU Nr. L 104 S. 3) und2.der Verordnung (EG) Nr. 1359/2007 der Kommission vom
- November 2007 zur Festlegung der Bedingungen für die Gewährung von Sondererstattungen bei der Ausfuhr von bestimmten Arten von entbeintem Rindfleisch (ABl. EU Nr. L 304 S. 21, 2008 Nr. L 11 S. 23)in der jeweils geltenden Fassung.
§ 2Zuständigkeit
§ 3Mindestmenge
Die Bundesanstalt trifft die in § 2 Abs. 1 genannten Maßnahmen nur, falls je Schlachtstätte wenigstens 120 Viertel, 60 "quartiers compenses", 60 halbe Tierkörper oder 30 ganze Tierkörper bereitgehalten werden und dies der Bundesanstalt rechtzeitig mitgeteilt worden ist. Die Bundesanstalt kann Ausnahmen von Satz 1 zulassen.
§ 4Gewinnung, Verpackung und Nämlichkeitssicherung der Teilstücke
§ 5Pflichten des Zerlegebetriebes
Der Inhaber des Zerlegebetriebes hat sicherzustellen, daß 1.die Gewichte der für die Zerlegung bestimmten Viertel bei der Anlieferung richtig ermittelt werden, wobei jeweils höchstens vier Viertel zusammen verwogen werden dürfen; 2.Aufzeichnungen über die Verwiegung der Viertel angefertigt und mindestens sechs Monate lang geordnet aufbewahrt werden; die Aufzeichnungen haben mindestens die Nummern der Sicherungsmittel der einzeln oder nach Nummer 1 zusammengefaßt verwogenen Viertel und die entsprechenden Gewichte auszuweisen; 3.ein Verzeichnis der hergestellten Teilstücke nach dem von der Bundesanstalt im Bundesanzeiger veröffentlichten Muster angefertigt wird.
§ 6
(weggefallen)-
§ 7Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Rindfleisch-Sondererstattungs-Verordnung vom
- August 1982 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch die Verordnung vom
- Februar 1984 (BGBl. I S. 358), außer Kraft. Die in Satz 2 genannte Verordnung ist für die Gewährung der Sondererstattung nach den in § 1 genannten Rechtsakten weiter anzuwenden, die vor dem Tage des Inkrafttretens der in Satz 1 genannten Verordnung beantragt worden ist. § 7 Satz 2 (Kursivdruck): Aufhebungsvorschrift
Anlage(weggefallen)