Verordnung zur Anpassung der Renten im Jahre 2000
Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt die Anpassung von Renten und anderen Geldleistungen in der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung sowie in der Alterssicherung der Landwirte zum 1. Juli 2000. Sie legt neue Werte für Renten und Pflegegelder sowie Anpassungsfaktoren fest.
Was es regelt
- Die Höhe des aktuellen Rentenwerts und des aktuellen Rentenwerts (Ost) in der gesetzlichen Rentenversicherung.
- Die Anpassung von Geldleistungen und Pflegegeldern in der gesetzlichen Unfallversicherung.
- Die Höhe des allgemeinen Rentenwerts und des allgemeinen Rentenwerts (Ost) in der Alterssicherung der Landwirte.
- Angleichungsfaktoren für den Versorgungsausgleich in der Rentenversicherung.
Wen es betrifft
- Empfänger von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der Alterssicherung der Landwirte.
- Personen, die Geldleistungen oder Pflegegeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten.
Eckpunkte
- Der aktuelle Rentenwert beträgt ab dem 1. Juli 2000 48,58 Deutsche Mark.
- Der aktuelle Rentenwert (Ost) beträgt ab dem 1. Juli 2000 42,26 Deutsche Mark.
- Der Anpassungsfaktor für Geldleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt 1,006.
- Das Pflegegeld in der Unfallversicherung liegt zwischen 548 DM und 2.193 DM monatlich für bestimmte Versicherungsfälle und zwischen 471 DM und 1.882 DM monatlich für andere Versicherungsfälle.
Gesetzestext
verordnung 2000Verordnung zur Anpassung der Renten im Jahre 2000
(+++ Textnachweis ab: 1. 7.2000 +++)
EingangsformelAuf Grund -des § 69 Abs. 1 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom
- Dezember 1989, BGBl. I S. 2261), -des § 255b Abs. 1 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch, zuletzt geändert durch Artikel 1 Nr. 6 des Gesetzes vom
- Mai 1996 (BGBl. I S. 659), -des § 44 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 4 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom
- August 1996, BGBl. I S. 1254) sowie des § 95 Abs. 1 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch, zuletzt geändert durch Artikel 23 des Gesetzes vom
- Dezember 1999 (BGBl. I S. 2534), -des § 215 Abs. 5 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch, zuletzt geändert durch Artikel 23 des Gesetzes vom
- Dezember 1999 (BGBl. I S. 2534) in Verbindung mit § 1151 Abs. 1 und § 1153 der Reichsversicherungsordnung, die durch Artikel 8 Nr. 14 des Gesetzes vom
- Juli 1991 (BGBl. I S. 1606) eingefügt worden sind, -der §§ 26 und 105 in Verbindung mit § 102 Abs. 4 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte vom
- Juli 1994 (BGBl. I S. 1890, 1891) verordnet die Bundesregierung und auf Grund -des § 281b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch, der zuletzt durch Artikel 1 Nr. 56 Buchstabe a des Gesetzes vom
- Dezember 1995 (BGBl. I S. 1824) geändert worden ist, in Verbindung mit § 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a des Gesetzes zur Überleitung des Versorgungsausgleichs auf das Beitrittsgebiet (Artikel 31 des Gesetzes vom
- Juli 1991, BGBl. I S. 1606, 1702) verordnet das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung:
§ 1Anpassung des aktuellen Rentenwerts und des aktuellen Rentenwerts (Ost)
§ 2Anpassungsfaktor in der Unfallversicherung
§ 3Pflegegeld in der Unfallversicherung
Das Pflegegeld der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt vom 1. Juli 2000 an 1.für Versicherungsfälle, für die § 44 Abs. 2 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch anzuwenden ist, zwischen 548 Deutsche Mark und 2.193 Deutsche Mark monatlich, 2.für Versicherungsfälle, für die § 215 Abs. 5 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch anzuwenden ist, zwischen 471 Deutsche Mark und 1.882 Deutsche Mark monatlich.
§ 4Anpassung des allgemeinen Rentenwerts und des allgemeinen Rentenwerts (Ost) in der Alterssicherung der Landwirte
§ 5Angleichungsfaktoren für den Versorgungsausgleich in der Rentenversicherung
Bei Entscheidungen über den Versorgungsausgleich, die in der Zeit nach dem
- Juni 2000 ergehen, sind die Angleichungsfaktoren zur Ermittlung des Wertes von angleichungsdynamischen Anrechten nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a des Versorgungsausgleichs-Überleitungsgesetzes der nachstehenden Tabelle zu entnehmen: Der Angleichungsfaktor beträgt bei einem Ehezeitende in der Zeit 2,1586741 vom
- Juli 1990 bis
- Dezember 1990 1,8763407 vom
- Januar 1991 bis
- Juni 1991 1,7076682 vom
- Juli 1991 bis
- Dezember 1991 1,5294390 vom
- Januar 1992 bis
- Juni 1992 1,3957118 vom
- Juli 1992 bis
- Dezember 1992 1,3155042 vom
- Januar 1993 bis
- Juni 1993 1,2030490 vom
- Juli 1993 bis
- Dezember 1993 1,1608305 vom
- Januar 1994 bis
- Juni 1994 1,1602100 vom
- Juli 1994 bis
- Dezember 1994 1,1287911 vom
- Januar 1995 bis
- Juni 1995 1,1069563 vom
- Juli 1995 bis
- Dezember 1995 1,0605412 vom
- Januar 1996 bis
- Juni 1996 1,0578030 vom
- Juli 1996 bis
- Juni 1997 1,0187190 vom
- Juli 1997 bis
- Juni 1998 1,0142155 vom
- Juli 1998 bis
- Juni 1999 1,0000000 vom
- Juli 1999 bis
- Juni 2000
§ 6Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Juli 2000 in Kraft.
SchlussformelDer Bundesrat hat zugestimmt.