Allgemeine Verfahrensvorschriften für das Schiedsgericht (Anlage VIII zu dem Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik)
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die allgemeinen Verfahrensvorschriften für das Schiedsgericht, das zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung und Anwendung des Vertrags über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion eingesetzt wird. Es legt fest, wie das Schiedsgericht arbeitet und welche Regeln für seine Entscheidungen gelten.
Für wen: Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik als Vertragsparteien; Den Präsidenten und die Mitglieder des Schiedsgerichts.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Sozialversicherung
- Paragraphen
- 14
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Einberufung und den Sitz des Schiedsgerichts.
- Die Fristen für die Anrufung des Schiedsgerichts bei Meinungsverschiedenheiten.
- Die Beschlussfähigkeit und Entscheidungsfindung des Schiedsgerichts.
- Die Erstellung und Verbindlichkeit von Schiedssprüchen.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik als Vertragsparteien.
- Den Präsidenten und die Mitglieder des Schiedsgerichts.
Was sind die Eckpunkte?
- Der Sitz des Schiedsgerichts wird innerhalb eines Monats nach den Ernennungen bestimmt.
- Eine Vertragspartei kann das Schiedsgericht innerhalb eines Monats anrufen, wenn Verhandlungen über eine Meinungsverschiedenheit gescheitert sind.
- Bei Meinungsverschiedenheiten über die Vereinbarkeit einer Rechtsvorschrift mit dem Vertrag beträgt die Anrufungsfrist zwei Monate ab Bekanntmachung der Rechtsvorschrift.
- Der Schiedsspruch ist endgültig, bindend und muss unverzüglich befolgt werden.
Sozialversicherung
Gesetzestext
Gesetzestext
zu dem Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik) (+++ Textnachweis ab: 30. 6.1990 +++)
§ 1
Der Sitz des Schiedsgerichts wird innerhalb des gemeinsamen Währungsgebietes vom Schiedsgericht binnen eines Monats nach den Ernennungen gemäß Artikel 7 Abs. 3 des Vertrags bestimmt.
§ 2
§ 3
Der Präsident beruft das Schiedsgericht innerhalb von zwei Wochen nach der Vorlage der Streitigkeit ein.
§ 4
§ 5
§ 6
§ 7
§ 8
Der Präsident übermittelt den Vertragsparteien beglaubigte Abschriften des Schiedsspruchs.
§ 9(1) Der Schiedsspruch ist endgültig und bindend.
Die Vertragsparteien haben ihn unverzüglich zu befolgen.
§ 10
Der Präsident und die Mitglieder des Schiedsgerichts sind in dem gesamten Währungsgebiet von der gerichtlichen Verfolgung wegen solcher Handlungen befreit, die sie in Ausübung ihres Amtes vorgenommen haben.
§ 11
Das Verfahren ist gebührenfrei.
§ 12
§ 13
Für die Erledigung seiner laufenden Geschäfte, insbesondere auch zur Entgegennahme von Anträgen der Vertragsparteien, richtet das Schiedsgericht im Einvernehmen mit den Vertragsparteien innerhalb der in § 1 dieser Anlage genannten Frist eine Geschäftsstelle ein. Dabei soll auf vorhandene Einrichtungen zurückgegriffen werden. Für die laufenden Kosten dieser Geschäftsstelle gilt § 12 Abs. 2 Satz 2 dieser Anlage.
§ 14
Im Rahmen der Regelungen in Kapitel I des Vertrags und der vorstehenden Bestimmungen legt das Schiedsgericht seine Verfahrensordnung fest.