Gesetz über eine Wiedereingliederungshilfe im Wohnungsbau für rückkehrende Ausländer
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz regelt die Bedingungen, unter denen ausländische Bausparer ein Bauspardarlehen für Wohnungsbau in ihrem Heimatland nutzen können, wenn sie sich verpflichten, Deutschland dauerhaft zu verlassen.
Für wen: Ausländische Bausparer, die nicht mit einem Deutschen verheiratet sind und Staatsangehörige eines Staates sind, mit dem die Bundesregierung Anwerbe- und Beschäftigungsvereinbarungen hat (aber nicht EU-Mitglied ist); Diese Bausparer müssen Arbeitnehmer, Arbeitslose oder selbständig Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland sein und eine gültige Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis besitzen.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Familienrecht
- Paragraphen
- 8
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Verwendung von Bauspardarlehen durch bestimmte ausländische Bausparer für Wohnungsbau im Heimatland.
- Die maximale Höhe der Bausparsumme für diesen Zweck.
- Die Verpflichtung zur Rückkehr in das Heimatland innerhalb einer bestimmten Frist.
- Die Folgen, wenn die Rückkehrverpflichtung nicht eingehalten wird.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Ausländische Bausparer, die nicht mit einem Deutschen verheiratet sind und Staatsangehörige eines Staates sind, mit dem die Bundesregierung Anwerbe- und Beschäftigungsvereinbarungen hat (aber nicht EU-Mitglied ist).
- Diese Bausparer müssen Arbeitnehmer, Arbeitslose oder selbständig Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland sein und eine gültige Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis besitzen.
Was sind die Eckpunkte?
- Die Bausparsumme darf insgesamt 60.000 Deutsche Mark nicht übersteigen.
- Der Bausparer muss sich verpflichten, Deutschland innerhalb von vier Jahren nach Beginn der Auszahlung der Bausparsumme dauerhaft zu verlassen.
- Wird die Rückkehrverpflichtung nicht eingehalten, muss das Bauspardarlehen unverzüglich zurückgezahlt werden und der Bausparer muss zusätzlich einen Zinsunterschiedsbetrag zahlen.
- Die Regelungen gelten nur für Bausparverträge, mit deren Auszahlung bis zum 31. Dezember 1993 begonnen wurde.
Familienrecht
Gesetzestext
Gesetzestext
rückkehrende AusländerStandZuletzt geändert durch Art. 11 Nr. 19 G v. 30.7.2004 I 1950 (+++ Textnachweis ab: 1.1.1986 +++)
EingangsformelDer Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
§ 1Berechtigter
Ein ausländischer Bausparer kann ein Bauspardarlehen für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen in dem Staat verwenden, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, wenn er 1.ein nicht mit einem Deutschen verheirateter Staatsangehöriger eines Staates ist, mit dem die Bundesregierung Vereinbarungen über Anwerbung und Beschäftigung von Arbeitnehmern abgeschlossen hat und der nicht Mitglied der Europäischen Gemeinschaften ist, 2.ein Arbeitnehmer, Arbeitsloser oder selbständig Erwerbstätiger mit Wohnsitz im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist, 3.im Zeitpunkt des Beginns der Auszahlung der Bausparsumme oder eines Gelddarlehens zur Zwischenfinanzierung nach § 6 Abs. 2 im Besitz einer gültigen Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis zu Erwerbszwecken, zum Zweck des Familiennachzugs oder ohne Bindung an einen Aufenthaltszweck ist und 4.eine Rückkehrverpflichtung nach § 3 eingegangen ist.
§ 2Höhe der Bausparsumme
Die nach § 1 verwendete Bausparsumme darf für den Bausparer insgesamt 60.000 Deutsche Mark nicht übersteigen.
§ 3Rückkehrverpflichtung
- Ist mit der Auszahlung der Bausparsumme bis zum Ablauf der Frist nach § 6 Abs. 1 noch nicht begonnen worden, tritt an die Stelle des Beginns der Auszahlung der
- Dezember 1993.
§ 4Unverzügliche Rückzahlung des Bauspardarlehens
Das Bauspardarlehen oder ein Gelddarlehen zur Zwischenfinanzierung nach § 6 Abs. 2 ist unverzüglich zurückzuzahlen, wenn der Bausparer nicht spätestens vier Jahre und drei Monate nach Beginn der Auszahlung der Bausparsumme den Geltungsbereich dieses Gesetzes auf Dauer verläßt. Im Falle der Aufnahme eines Gelddarlehens zur Zwischenfinanzierung gilt § 3 Abs. 2 Satz 2 entsprechend. Außerdem hat der Bausparer der Bausparkasse den Unterschiedsbetrag zwischen dem Zinssatz für das Bauspardarlehen und dem bei Beginn der Auszahlung der Bausparsumme geltenden durchschnittlichen Zinssatz für Hypothekarkredite auf Wohngrundstücke mit einer festen Verzinsung für zehn Jahre für die tatsächliche Laufzeit des Bauspardarlehens zu zahlen. Der Unterschiedsbetrag ist für die Zuteilungsmasse zu verwenden.
§ 5Verfahren
§ 6Befristung
(XXXX) §§ 7 und 8
§ 9Berlin-Klausel
Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 12 Abs. 1 und des § 13 Abs. 1 des Dritten Überleitungsgesetzes auch im Land Berlin.
§ 10Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1986 in Kraft.