Gesetz zu dem Vertrag vom 2. Juni 1961 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik über Leistungen zugunsten italienischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden…
Worum geht es in dieser Vorschrift?
Dieses Gesetz stimmt einem Vertrag zwischen Deutschland und Italien zu, der Leistungen für italienische Staatsangehörige regelt, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen waren. Es stellt sicher, dass bestimmte frühere Einschränkungen für Entschädigungs- und Rückerstattungsansprüche dieser Personen aufgehoben werden.
Für wen: Italienische Staatsangehörige, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen waren; Personen, deren Ansprüche nach dem Bundesentschädigungsgesetz oder Bundesrückerstattungsgesetz aufgrund des Artikels 77 Abs. 4 des Friedensvertrags mit Italien abgelehnt wurden.
Auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Rechtsgebiet
- Sozialversicherung
- Artikel
- 5
- Quelle
- gesetze-im-internet.de
- Text abgerufen
- Erklärung aktualisiert
Was regelt diese Vorschrift?
- Die Zustimmung zum Vertrag vom 2. Juni 1961 und dem dazugehörigen Briefwechsel zwischen Deutschland und Italien.
- Die Nichtanwendung des Artikels 77 Abs. 4 des Friedensvertrags mit Italien von 1947 auf Ansprüche nach dem Bundesentschädigungsgesetz.
- Die Möglichkeit einer erneuten Entscheidung über abgelehnte Ansprüche nach dem Bundesentschädigungsgesetz.
- Die Nichtanwendung des Artikels 77 Abs. 4 des Friedensvertrags mit Italien von 1947 auf rückerstattungsrechtliche Ansprüche nach dem Bundesrückerstattungsgesetz.
Wen betrifft diese Vorschrift?
- Italienische Staatsangehörige, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen waren.
- Personen, deren Ansprüche nach dem Bundesentschädigungsgesetz oder Bundesrückerstattungsgesetz aufgrund des Artikels 77 Abs. 4 des Friedensvertrags mit Italien abgelehnt wurden.
Was sind die Eckpunkte?
- Artikel 77 Abs. 4 des Friedensvertrags mit Italien vom 10. Februar 1947 findet keine Anwendung auf Ansprüche nach dem Bundesentschädigungsgesetz.
- Artikel 77 Abs. 4 des Friedensvertrags mit Italien vom 10. Februar 1947 findet keine Anwendung auf rückerstattungsrechtliche Ansprüche nach dem Bundesrückerstattungsgesetz.
- Eine erneute Entscheidung über abgelehnte Ansprüche ist möglich, auch wenn sie bereits unanfechtbar oder rechtskräftig waren.
- Ein Antrag auf Entschädigung kann innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Vertrags gestellt werden, falls zuvor kein fristgerechter Antrag gestellt wurde.
Sozialversicherung
Gesetzestext
Gesetzestext
Deutschland und der Italienischen Republik über Leistungen zugunsten italienischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind (+++ Textnachweis Geltung ab: 1. 1.1964 +++)
EingangsformelDer Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Art 1Dem in Bonn am 2.
Juni 1961 unterzeichneten Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik über Leistungen zugunsten italienischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind, sowie dem dazugehörigen Briefwechsel vom gleichen Tage wird zugestimmt. Der Vertrag und der Briefwechsel werden nachstehend veröffentlicht.
Art. 1 Kursivdruck: Betr. Inkraftsetzung des Vertrages v. 2.6.1961
Art 2(1) Die Bestimmung des Artikels 77 Abs.
4 des Friedensvertrags mit Italien vom
- Februar 1947 findet auf Ansprüche italienischer Staatsangehöriger nach dem Bundesentschädigungsgesetz vom
- Juni 1956 (Bundesgesetzbl. I S. 562) in seiner jeweils geltenden Fassung keine Anwendung.
Art 3(1) Die Bestimmung des Artikels 77 Abs.
4 des Friedensvertrags mit Italien vom
- Februar 1947 findet auf rückerstattungsrechtliche Ansprüche, die unter das Bundesrückerstattungsgesetz vom
- Juli 1957 (Bundesgesetzbl. I S. 734) in seiner jeweils geltenden Fassung fallen, keine Anwendung.
Art 4
Dieses Gesetz gilt auch im Land Berlin, sofern das Land Berlin die Anwendung dieses Gesetzes feststellt.