Erste Verordnung zur Durchführung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2022
Kurz gesagt
Diese Verordnung regelt die vorläufige Verteilung der Umsatzsteuer und den Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern für das Ausgleichsjahr 2022. Sie legt fest, wie die Zahlungen zwischen den Landes- und Bundeskassen abgewickelt werden.
Was es regelt
- Die vorläufige Verteilung der Umsatzsteuer zwischen Bund und Ländern.
- Den Finanzkraftausgleich im Ausgleichsjahr 2022.
- Die Überweisung von Bundesanteilen der Umsatzsteuer durch die Landeskassen an die Bundeskassen.
- Monatliche Vorauszahlungen des Bundesministeriums der Finanzen an bestimmte Länder.
Wen es betrifft
- Die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bundesländer.
- Die Landesfinanzbehörden und Landeskassen sowie die Bundeskassen.
Eckpunkte
- Die Ablieferung des Bundesanteils an der Umsatzsteuer durch die Landesfinanzbehörden erfolgt zu festgelegten Prozentsätzen, z.B. Baden-Württemberg 61,1 %, Bayern 82,5 %, Berlin 10,2 %, Hamburg 83,7 %, Hessen 77,6 %, Nordrhein-Westfalen 62,2 %, Rheinland-Pfalz 34,6 %, Saarland 55,2 %, Schleswig-Holstein 39,7 %.
- Die zuständigen Landeskassen überweisen die vorläufigen Einnahmen des Bundes spätestens einen Arbeitstag nach Zugang der Steuerzahlungen telegrafisch an die Bundeskassen.
- Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leisten keine Zahlungen auf den Bundesanteil der Umsatzsteuer.
- Das Bundesministerium der Finanzen überweist monatliche Vorauszahlungen an Brandenburg (27.338.000 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (123.912.000 Euro), Niedersachsen (27.526.000 Euro), Sachsen (97.249.000 Euro), Sachsen-Anhalt (139.960.000 Euro) und Thüringen (133.391.000 Euro), fällig am 15. eines jeden Monats.
Gesetzestext
FinAusglG2022DV 12022-03-14BGBl I2022, 460Erste Verordnung zur Durchführung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2022 (+++ Textnachweis ab: 1.1.2022 +++) FinAusglG2022DV 1EingangsformelAuf Grund der §§ 14 und 17 des Finanzausgleichsgesetzes, von denen § 14 zuletzt durch Artikel 2 Nummer 15 und § 17 zuletzt durch Artikel 2 Nummer 18 des Gesetzes vom 14. August 2017 (BGBl. I S. 3122) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium der Finanzen: FinAusglG2022DV 1§ 1Vollzug der Umsatzsteuerverteilung und des Finanzkraftausgleichs im Ausgleichsjahr 2022
- eines jeden Monats eine Abschlagszahlung auf der Grundlage des Aufkommens des Vormonats. Im jeweils darauffolgenden Monat werden die Beträge verrechnet, die mit der Abschlagszahlung des Vormonats zu viel oder zu wenig gezahlt worden sind. Zusammen mit dem Länderanteil an der Einfuhrumsatzsteuer werden auch die anteiligen Beträge der Länder und Gemeinden, die sich nach § 1 Absatz 2, 2a, 5 und 6 des Finanzausgleichsgesetzes ergeben, überwiesen. Der nach § 1 Absatz 1 des Finanzausgleichsgesetzes ermittelte Gemeindeanteil an der durch die Bundesfinanzbehörden verwalteten Einfuhrumsatzsteuer wird nach Maßgabe von § 17 Absatz 1 des Finanzausgleichsgesetzes den Ländern zusammen mit dem Länderanteil an der Einfuhrumsatzsteuer in monatlichen Teilbeträgen jeweils zum
- des Folgemonats überwiesen. FinAusglG2022DV 1§ 2InkrafttretenDiese Verordnung tritt mit Wirkung vom
- Januar 2022 in Kraft. FinAusglG2022DV 1SchlussformelDer Bundesrat hat zugestimmt.