Kurz gesagt
Dieses Gesetz regelt Übergangsbestimmungen für die Abfallwirtschaft, insbesondere für die Klassifizierung von Abfällen, die Anpassung von Deponien, die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten und die Registrierung von Abfallsammlern und -behandlern. Es stellt sicher, dass bestehende Systeme und Anlagen schrittweise an neue Vorschriften angepasst werden.
Was es regelt
- Die Zuordnung von Abfallarten zu bestehenden Berechtigungen oder Anlagengenehmigungen.
- Die Anpassung von Deponien an den Stand der Technik und die Einhaltung bestimmter Vorschriften.
- Die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten für bestimmte Anlagen.
- Die Registrierungspflichten für Abfallsammler und -behandler.
Wen es betrifft
- Inhaber von Berechtigungen zur Sammlung oder Behandlung von Abfällen und Anlageninhaber.
- Betreiber von Deponien und IPPC-Behandlungsanlagen.
- Anlagen, bei deren Betrieb Abfälle anfallen und die mehr als 20 Arbeitnehmer beschäftigen.
- Abfallsammler und -behandler.
Eckpunkte
- Die Behörde stellt auf Antrag fest, welche Abfallarten den Bezeichnungen in Berechtigungen oder Genehmigungen entsprechen.
- Anlagen mit mehr als 20 Arbeitnehmern, für die kein Abfallwirtschaftskonzept vorliegt, müssen dieses innerhalb von zwölf Monaten erstellen.
- Bestehende Sammel- und Verwertungssysteme dürfen bis zur Entscheidung weiterbetrieben werden, wenn innerhalb von drei Monaten ein Genehmigungsantrag gestellt wird.
- Abfallsammler und -behandler, die am 1. Jänner 2005 über eine Berechtigung verfügen, müssen sich bis spätestens 31. Juli 2005 elektronisch registrieren.
Gesetzestext
RIS Dokument KurztitelAbfallwirtschaftsgesetz 2002 KundmachungsorganBGBl. I Nr. 102/2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2007Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 43 aus 2007, TypBG §/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage§ 78Paragraph 78 Inkrafttretensdatum12.07.2007 Außerkrafttretensdatum09.04.2008 AbkürzungAWG 2002 Index83 Natur-, Umwelt- und Klimaschutz TextAllgemeine Übergangsbestimmungen§ 78.Paragraph 78,
- Oktober 2007 zu entsprechen. Als bestehend gilt eine IPPC-Behandlungsanlage, wenn sie vor Ablauf des
- Oktober 1999 rechtskräftig genehmigt wurde oder ein Genehmigungsverfahren am
- Oktober 1999 anhängig war und die IPPC-Behandlungsanlage bis zum
- Oktober 2000 in Betrieb genommen wurde. § 57 Abs. 1 gilt sinngemäß.Eine bestehende IPPC-Behandlungsanlage hat den Anforderungen der Paragraphen 43, Absatz 3 und 47 Absatz 3, spätestens am
- Oktober 2007 zu entsprechen. Als bestehend gilt eine IPPC-Behandlungsanlage, wenn sie vor Ablauf des
- Oktober 1999 rechtskräftig genehmigt wurde oder ein Genehmigungsverfahren am
- Oktober 1999 anhängig war und die IPPC-Behandlungsanlage bis zum
- Oktober 2000 in Betrieb genommen wurde. Paragraph 57, Absatz eins, gilt sinngemäß.
- Jänner 2005 über eine Berechtigung gemäß den §§ 24 oder 25 verfügen oder deren Berechtigungen gemäß § 77 Abs. 1 übergeleitet wurden, haben bis spätestens
- Juli 2005 im Register gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 die Daten gemäß § 21 Abs. 1 elektronisch über die Internetseite des Umweltbundesamtes zu registrieren. Sofern dem Abfallsammler und -behandler keine technischen Möglichkeiten zur elektronischen Übermittlung zur Verfügung stehen, kann er gegen einen Kostenbeitrag von 40 Euro die Registrierung beim Umweltbundesamt schriftlich einbringen. Bei der Registrierung ist – sofern vorhanden – die Abfallbesitzer-Nummer anzugeben. Die zugeteilten international genormten Identifikationsnummern sind bei den Aufzeichnungen und Meldungen gemäß diesem Bundesgesetz oder auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Verordnungen, bei einer Anzeige gemäß § 7 und bei einer Notifizierung gemäß EG-VerbringungsV zu verwenden.Abfallsammler und -behandler, welche am
- Jänner 2005 über eine Berechtigung gemäß den Paragraphen 24, oder 25 verfügen oder deren Berechtigungen gemäß Paragraph 77, Absatz eins, übergeleitet wurden, haben bis spätestens
- Juli 2005 im Register gemäß Paragraph 22, Absatz eins, Ziffer eins, die Daten gemäß Paragraph 21, Absatz eins, elektronisch über die Internetseite des Umweltbundesamtes zu registrieren. Sofern dem Abfallsammler und -behandler keine technischen Möglichkeiten zur elektronischen Übermittlung zur Verfügung stehen, kann er gegen einen Kostenbeitrag von 40 Euro die Registrierung beim Umweltbundesamt schriftlich einbringen. Bei der Registrierung ist – sofern vorhanden – die Abfallbesitzer-Nummer anzugeben. Die zugeteilten international genormten Identifikationsnummern sind bei den Aufzeichnungen und Meldungen gemäß diesem Bundesgesetz oder auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Verordnungen, bei einer Anzeige gemäß Paragraph 7 und bei einer Notifizierung gemäß EG-VerbringungsV zu verwenden.
- Juli 2004 erstellt wurde und der spätestens am
- Juli 2006 veröffentlicht wird, anzuwenden.Die Paragraphen 8 a und 8 b sind nicht auf einen Bundes-Abfallwirtschaftsplan, dessen erster förmlicher Vorbereitungsakt vor dem
- Juli 2004 erstellt wurde und der spätestens am
- Juli 2006 veröffentlicht wird, anzuwenden.
- Juli 2007 eine Empfangsbestätigung ausgestellt wurde, sind auf das anhängige Notifizierungsverfahren und die diesbezüglichen grenzüberschreitenden Verbringungen die Bestimmungen des AWG 2002, BGBl. I Nr. 102, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 34/2006 anzuwenden. Weiters sind auf vor dem
- Juli 2007 durchgeführte grenzüberschreitende Verbringungen die Bestimmungen des AWG 2002, BGBl. I Nr. 102, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 34/2006 anzuwenden.Sofern vor dem
- Juli 2007 eine Empfangsbestätigung ausgestellt wurde, sind auf das anhängige Notifizierungsverfahren und die diesbezüglichen grenzüberschreitenden Verbringungen die Bestimmungen des AWG 2002, BGBl. römisch eins Nr. 102, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 34 aus 2006, anzuwenden. Weiters sind auf vor dem
- Juli 2007 durchgeführte grenzüberschreitende Verbringungen die Bestimmungen des AWG 2002, BGBl. römisch eins Nr. 102, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 34 aus 2006, anzuwenden.
- Juli 2007 in Österreich tätig sind, haben bis spätestens
- Oktober 2007 ihre Berechtigung dem Landeshauptmann vorzulegen und eine inländische, für die Zustellung maßgebliche Geschäftsanschrift an das Register zu übermitteln.Abfallsammler und -behandler, die über eine gleichwertige Berechtigung gemäß Paragraph 24, Absatz 2, Ziffer 6, oder Paragraph 25, Absatz 2, Ziffer 7, verfügen und zum
- Juli 2007 in Österreich tätig sind, haben bis spätestens
- Oktober 2007 ihre Berechtigung dem Landeshauptmann vorzulegen und eine inländische, für die Zustellung maßgebliche Geschäftsanschrift an das Register zu übermitteln.