Kurz erklärt
§ 27 StGB regelt, dass ein Beamter mit der Verurteilung durch ein inländisches Gericht wegen einer oder mehrerer vorsätzlicher strafbarer Handlungen zu einer Freiheitsstrafe sein Amt verliert, wenn die verhängte Freiheitsstrafe ein Jahr übersteigt, die nicht bedingt nachgesehene Freiheitsstrafe sechs Monate übersteigt, oder die Verurteilung auch oder ausschließlich wegen Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses erfolgt.
Sieht ein Bundesgesetz eine andere Rechtsfolge einer strafgerichtlichen Verurteilung vor, endet diese, soweit nichts anderes bestimmt ist und sie nicht im Verlust besonderer, auf Wahl, Verleihung oder Ernennung beruhender Rechte besteht, nach fünf Jahren. Die Frist beginnt mit Vollstreckung der Strafe und Vollzug oder Wegfall vorbeugender Maßnahmen, bei Verbüßung nur durch Anrechnung einer Vorhaft mit Rechtskraft des Urteils.
Verständliche Zusammenfassung. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wortlaut der Vorschrift.
(1)Mit der Verurteilung durch ein inländisches Gericht wegen einer oder mehrerer mit Vorsatz begangener strafbarer Handlungen zu einer Freiheitsstrafe ist bei einem Beamten der Verlust des Amtes verbunden, wenn 1. die verhängte Freiheitsstrafe ein Jahr übersteigt, 2. die nicht bedingt nachgesehene Freiheitsstrafe sechs Monate übersteigt oder 3. die Verurteilung auch oder ausschließlich wegen des Vergehens des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses (§
212 StGB) erfolgt ist. die Verurteilung auch oder ausschließlich wegen des Vergehens des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses (Paragraph 212, StGB) erfolgt ist.
(2)Zieht eine strafgerichtliche Verurteilung nach einem Bundesgesetz eine andere als die im Abs. 1 genannte Rechtsfolge nach sich, so endet die Rechtsfolge, wenn nichts anderes bestimmt ist, soweit sie nicht im Verlust besonderer auf Wahl, Verleihung oder Ernennung beruhender Rechte besteht, nach fünf Jahren. Die Frist beginnt, sobald die Strafe vollstreckt ist und vorbeugende Maßnahmen vollzogen oder weggefallen sind; ist die Strafe nur durch Anrechnung einer Vorhaft verbüßt worden, so beginnt die Frist mit Rechtskraft des Urteils.
Wortlaut nach der amtlichen Quelle. Maßgeblich ist die amtliche Veröffentlichung.