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§ 43a StGB – Bedingte Nachsicht eines Teiles der Strafe

Strafgesetzbuch (StGB)

Kurz erklärt

Die Bestimmung regelt, dass bei einer Geldstrafe der Teil, der die Voraussetzungen des § 43 Abs. 1 erfüllt, höchstens aber drei Viertel, bedingt nachgesehen wird. Bei Freiheitsstrafen über sechs Monaten bis zwei Jahren kann statt eines Teils der Strafe eine Geldstrafe bis 720 Tagessätze verhängt werden, wenn dadurch der Rest bedingt nachgesehen werden kann. Ist dies nicht möglich, etwa wegen früherer Verurteilungen, wird ein Teil bedingt nachgesehen, wobei der unbedingte Teil mindestens einen Monat und höchstens ein Drittel beträgt. Bei Strafen über zwei bis drei Jahren gilt dies bei hoher Wahrscheinlichkeit künftiger Straffreiheit ebenso.

Verständliche Zusammenfassung. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wortlaut der Vorschrift.

(1)Wird auf eine Geldstrafe erkannt und treffen die Voraussetzungen des § 43 Abs. 1 auf einen Teil der Strafe zu, so hat das Gericht diesen Teil , höchstens jedoch drei Viertel davon , bedingt nachzusehen.
(2)Wäre auf eine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten, aber nicht mehr als zwei Jahren zu erkennen und liegen nicht die Voraussetzungen für eine bedingte Nachsicht der ganzen Strafe vor, so ist an Stelle eines Teiles der Freiheitsstrafe auf eine Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu erkennen, wenn im Hinblick darauf der verbleibende Teil der Freiheitsstrafe nach § 43 Abs. 1 bedingt nachgesehen werden kann.
(3)Wird auf eine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten, aber nicht mehr als zwei Jahren erkannt und kann, insbesondere im Hinblick auf frühere Verurteilungen des Rechtsbrechers, weder die ganze Strafe bedingt nachgesehen noch nach Abs. 2 vorgegangen werden, so ist unter den Voraussetzungen des § 43 Abs. 1 ein Teil der Strafe bedingt nachzusehen. Der nicht bedingt nachgesehene Teil der Strafe muß mindestens einen Monat und darf nicht mehr als ein Drittel der Strafe betragen.
(4)Wird auf eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei, aber nicht mehr als drei Jahren erkannt und besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß der Rechtsbrecher keine weiteren strafbaren Handlungen begehen werde, so ist unter den Voraussetzungen des § 43 Abs. 1 ein Teil der Strafe bedingt nachzusehen. Abs. 3 letzter Satz ist anzuwenden. Wird auf eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei, aber nicht mehr als drei Jahren erkannt und besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß der Rechtsbrecher keine weiteren strafbaren Handlungen begehen werde, so ist unter den Voraussetzungen des Paragraph 43, Absatz eins, ein Teil der Strafe bedingt nachzusehen. Absatz 3, letzter Satz ist anzuwenden. (Anm.: Abs. 5 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 105/1997 )

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2

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