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§ 113 StGB – Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

Strafgesetzbuch (StGB) · Besonderer Teil › Sechster Abschnitt – Widerstand gegen die Staatsgewalt

Kurz erklärt

§ 113 StGB stellt unter Strafe, wer einem Amtsträger oder Bundeswehrsoldaten, der Gesetze, Urteile oder Verfügungen vollstreckt, bei einer solchen Diensthandlung mit Gewalt oder Drohung mit Gewalt Widerstand leistet. Die Strafe ist Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, in besonders schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Die Tat ist straflos, wenn die Diensthandlung rechtswidrig war, auch bei irriger Annahme der Rechtmäßigkeit. Nahm der Täter irrig Rechtswidrigkeit an, kann das Gericht je nach Vermeidbarkeit des Irrtums und Zumutbarkeit von Rechtsbehelfen die Strafe mildern, von Strafe absehen, oder die Tat bleibt straflos.

Verständliche Zusammenfassung. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wortlaut der Vorschrift.

(1)Wer einem Amtsträger oder Soldaten der Bundeswehr, der zur Vollstreckung von Gesetzen, Rechtsverordnungen, Urteilen, Gerichtsbeschlüssen oder Verfügungen berufen ist, bei der Vornahme einer solchen Diensthandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt Widerstand leistet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2)In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
1.der Täter oder ein anderer Beteiligter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
2.der Täter durch eine Gewalttätigkeit den Angegriffenen in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt oder
3.die Tat mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich begangen wird.
(3)Die Tat ist nicht nach dieser Vorschrift strafbar, wenn die Diensthandlung nicht rechtmäßig ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.
(4)Nimmt der Täter bei Begehung der Tat irrig an, die Diensthandlung sei nicht rechtmäßig, und konnte er den Irrtum vermeiden, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder bei geringer Schuld von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen. Konnte der Täter den Irrtum nicht vermeiden und war ihm nach den ihm bekannten Umständen auch nicht zuzumuten, sich mit Rechtsbehelfen gegen die vermeintlich rechtswidrige Diensthandlung zu wehren, so ist die Tat nicht nach dieser Vorschrift strafbar; war ihm dies zuzumuten, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.

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Rechtsprechung zu § 113 StGB

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2025-05-22
2025-04-08

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