Arbeitsvertrag

Arbeitsrecht

Der Arbeitsvertrag begründet ein Arbeitsverhältnis, in dem der Arbeitnehmer weisungsgebundene, fremdbestimmte Arbeit gegen Vergütung leistet (§ 611a BGB). Verwenden Sie ihn bei der Einstellung von Mitarbeitern. Die wesentlichen Arbeitsbedingungen sind nach dem Nachweisgesetz (NachwG) schriftlich niederzulegen.

📄 Arbeitsvertrag

ARBEITSVERTRAG

zwischen

Arbeitgeber/in: [Firma / Name], [Anschrift]

und

Arbeitnehmer/in: [Vorname, Name], [Anschrift], geb. am [Datum]

§ 1 Beginn und Tätigkeit
Das Arbeitsverhältnis beginnt am [Datum]. Der Arbeitnehmer wird als [Stellenbezeichnung] eingestellt. Zu den Aufgaben gehören: [Tätigkeitsbeschreibung]. Arbeitsort ist [Ort].

§ 2 Befristung (optional)
[Das Arbeitsverhältnis ist unbefristet.] ODER [Das Arbeitsverhältnis ist bis zum [Datum] befristet. Die Befristung erfolgt [ohne Sachgrund gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG / mit folgendem Sachgrund: [Grund] gemäß § 14 Abs. 1 TzBfG]. Die Befristungsabrede bedarf der Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG).]

§ 3 Probezeit
Die ersten [bis zu sechs] Monate gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden (§ 622 Abs. 3 BGB).

§ 4 Arbeitszeit
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt [X] Stunden, verteilt auf [Regelung]. Es gelten die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG).

§ 5 Vergütung
Der Arbeitnehmer erhält ein monatliches Bruttogehalt von [Betrag] EUR, zahlbar zum Monatsende. [Zusätzliche Leistungen: [z. B. Weihnachtsgeld, Zuschläge].] Es ist mindestens der gesetzliche Mindestlohn zu zahlen.

§ 6 Urlaub
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf [X] Arbeitstage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr, mindestens jedoch auf den gesetzlichen Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG).

§ 7 Kündigung
Nach Ablauf der Probezeit gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen des § 622 BGB. Die Kündigung bedarf der Schriftform (§ 623 BGB). Auf Arbeitsverhältnisse in Betrieben mit mehr als zehn Arbeitnehmern findet nach sechsmonatiger Beschäftigung das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) Anwendung.

§ 8 Arbeitsverhinderung
Der Arbeitnehmer hat eine Arbeitsunfähigkeit unverzüglich anzuzeigen und spätestens am [dritten/vierten] Tag eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall richtet sich nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG).

§ 9 Schlussbestimmungen
Nebenabreden bedürfen der Schriftform. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam. Es gilt deutsches Recht.

Ort, Datum: [Ort], [Datum]

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Unterschrift Arbeitgeber/in Unterschrift Arbeitnehmer/in

⚖ Rechtsgrundlage

Häufige Fragen

Welche Kündigungsfrist gilt nach der Probezeit?

Nach § 622 BGB beträgt die Grundkündigungsfrist vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Für den Arbeitgeber verlängert sie sich mit zunehmender Betriebszugehörigkeit stufenweise bis auf sieben Monate.

Muss der Arbeitsvertrag schriftlich sein?

Der Vertrag selbst kann formfrei geschlossen werden, doch nach dem Nachweisgesetz (NachwG) muss der Arbeitgeber die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich niederlegen und aushändigen. Eine Befristung bedarf zwingend der Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG).

Wann greift der Kündigungsschutz?

Das Kündigungsschutzgesetz gilt, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat und im Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt sind. Dann ist eine Kündigung nur bei sozialer Rechtfertigung wirksam.